Nikola Tsolov gilt aktuell als eine der größten Nachwuchshoffnungen im Formelsport. In der diesjährigen Formel-2-Saison führt er mit 167 Punkten, sechs Siegen aus elf Rennen und drei weiteren Podiumsplätzen die Meisterschaft an. Durch die Unterstützung des Red Bull Junior Programms gibt es für den 19-jährigen Bulgaren eigentlich nur ein logisches Ziel: die Formel 1. Das bestätigte auch Racing-Bulls-Teamchef Alan Permane in Belgien.

"Dass er auf unserem Radar ist, ist, denke ich, eine Untertreibung", so der Brite. "Er ist definitiv der Nächste auf unserer Liste, so viel kann ich sagen."

Formel-1-Traum rückt näher: Tsolov überzeugt im Red-Bull-Nachwuchskader

Der einzige Red-Bull-Junior im F2-Feld erwies sich bislang in dieser Saison als das Maß der Dinge. Auch in der Formel 3 machte der Bulgare durch eine beeindruckende Saison auf sich aufmerksam. Anfang 2025 sicherte er sich die Unterstützung des Red-Bull-Juniorprogramms - eine Entscheidung, die sich für Tsolov, der bis dahin unter Fernando Alonsos Obhut stand, nun auszahlen könnte.

Mit zwanzig Punkten Vorsprung auf MP-Motorsport-Pilot Gabriele Minì ging er in die Sommerpause und darf sich, sollte er seine bisherige Leistung halten können, am Ende der Saison wohl auf einen Platz in der Formel 1 freuen.

"Er macht seinen Job unglaublich gut", ist Permane begeistert. "Er führt jetzt die Meisterschaft an und wir werden später in der Saison entscheiden, ob und wann er in diesem Jahr zu den Racing Bulls kommt. Wann genau das sein wird, kann ich im Moment nicht sagen."

Von einem fixen Cockpit will der Teamchef noch nicht sprechen, auch wenn Tsolov bereits vor einigen Wochen mit Liam Lawsons Cockpit in Verbindung gebracht wurde. Wahrscheinlicher wäre der Einsatz als Ersatzpilot - da die Racing Bulls aber grundsätzlich nur Einjahresverträge vergeben, könnte das Fahrerkarussell für die kommende Saison noch einmal kräftig in Schwung kommen.

Wie die aktuellen Verträge der Formel-1-Piloten aussehen, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen:

Lernen vom Weltmeister: Deshalb nutzt Permane Verstappen als Referenz

Ein Stammcockpit für den jungen Bulgaren würde aller Voraussicht nach zulasten von Liam Lawson gehen. Der Neuseeländer fährt 2026 seine erste volle Saison bei den Racing Bulls, nachdem er 2025 nach nur zwei Rennen von Red Bull abgezogen und ins Schwesterteam versetzt wurde. Auch Arvid Lindblad fährt derzeit seine erste Saison bei den Racing Bulls, ist im Gegensatz zu seinem Teamkollegen aber noch ein Rookie, der wie Tsolov der Talenteschmiede des Red Bull Junior Programms entsprang.

Ebenso begann die Karriere von Max Verstappen. Der mittlerweile vierfache Weltmeister ist wohl der erfolgreichste Sprössling des Nachwuchskaders der Bullen und wird daher gerne als Messlatte für junge Piloten herangezogen.

"Max ist ein großartiges Beispiel für junge Fahrer", findet Permane. "Wir nutzen GPS und hören uns seine Funksprüche an. Eines der Dinge, die ich unseren Fahrern immer sage, ist: Hört auf seine Kommunikation. Hört, wie ruhig er immer bleibt und wie präzise und gut sein Feedback ist. Sein Auftreten in und außerhalb des Autos ist einfach vorbildlich. Deshalb nutze ich ihn gerne als Referenz für die jüngeren Piloten."

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