Die erste Bestzeit in der Geschichte des Madrings geht an George Russell. Der Mercedes-Pilot benötigte im 1. Freien Training zum Spanien GP 1:34,077 Minuten für die 5,414 Kilometer rund um das Messegelände von Madrid.
Entgegen vieler Befürchtungen verlief das Debüt auf dem brandneuen, semipermanenten Kurs ohne große Zwischenfälle. Das hing wohl auch mit dem verhältnismäßig hohen Grip-Niveau zusammen, das die Piloten schon früh am Wochenende vorfanden.
Das Ergebnis: Drei Zehntelsekunden war George Russell schneller als Teamkollege und WM-Leader Kimi Antonelli. Dahinter reihte sich das Ferrari-Duo Charles Leclerc und Lewis Hamilton ein.
Auf den Medium-Reifen, die in der ersten Hälfte des Trainings überwiegend gefahren wurden, hatte Ferrari noch dominiert. Während Mercedes auf Soft am Ende einen großen Sprung machen konnte, verbesserten sich Leclerc und Hamilton nicht. So mussten sie sich mit rund einer halben Sekunde Rückstand erinreihen.
Auf Rang fünf landete Max Verstappen mit gut sechs Zehntelsekunden Rückstand. Weltmeister Lando Norris lag als Sechster schon fast neun Zehntel zurück. Dahinter bestätigte Arvid Lindblad die starke Form der Racing Bulls. Oscar Piastri, Nico Hülkenberg und Liam Lawson komplettierten die Top-10.
Die Zwischenfälle: Die Formel-1-Piloten waren vorgewarnt. 19 Rote Flaggen an zwei Testtagen der Formel 3 und insgesamt drei Unfälle in den Trainings von Formel 2 und Formel 3 am Vormittag hatten offenbar ihre Spuren hinterlassen.
Was ist am Madring so besonders? Christian erklärt es euch im Video:
Im 1. Training der Formel 1 gab es nur eine kurze Gelb-Phase, die nicht einmal von der TV-Regie eingefangen wurde. Hin und wieder nahmen die Piloten die Notausgänge zu Hilfe, Fernando Alonso und Lewis Hamilton touchierten die Wände ganz leicht. Beide konnten ohne Probleme weiterfahren. Doch nennenswerte Zwischenfälle gab es nicht.
Für die meisten Probleme sorgte der Verkehr. Arvid Lindblad lief in der Monumental gleichzeitig auf die langsam fahrenden Kimi Antonelli und Lewis Hamilton auf. Der Brite musste seine Runde abbrechen und beschwerte sich. Immer wieder kamen sich Fahrer ins Gehege, ernst wurde es aber nie.
Die Technik: Große Pakete brachten die Teams nicht mit nach Madrid - das letzte Rennen fand schließlich vor einer Woche statt. McLaren fuhr wieder ohne H-Flügel, adaptierte den alten Flügel aber ein wenig. Red Bull rüstete aus Zuverlässigkeitsgründen an der Kufe des Unterbodens nach, offenbar um Verstappens anhaltende Probleme mit dem Heck zu lösen. Dafür wurde auch die hintere Bremsbelüftung angepasst. Interessant ist auch ein neuer Auspuffflügel bei Mercedes. Der Flügel wird nun an den Pylonen des Heckflügels aufgehängt.
Probleme mit der Technik hatte Yuki Tsunoda. Der Japaner, der in Madrid sein drittes Rennen der F1-Saison 2026 als Ersatzfahrer bestreitet, verpasste etwa 10 Trainingsrunden weil die Servolenkung an seinem Racing Bull streikte.
Das Wetter: Perfekte Trainingsbedingungen beim Formel-1-Debüt in Madrid. Unter wolkenlosem Himmel stieg das Quecksilber auf 28 Grad Celsius. Der tiefschwarze Asphalt erhitzte sich auf gut 50 Grad. Das restliche Wochenende soll es noch ein paar Grad wärmer werden.



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