Die Formel 1 bekam in der Woche vor dem USA-GP eine schier gigantische Masse an Geschichten von Christian Horner zu hören. Der ehemalige Red-Bull-Teamchef befindet sich gerade auf PR-Tournee zum Bewerben seines neuen Buches, und plauderte dabei unter anderem aus, dass mehrere Top-Fahrer einst bei Red Bull im Simulator saßen.
"Ich erinnere mich, als George Russell bezahlt hat, um in unserem Simulator zu testen, wie auch Lando Norris, Oscar Piastri. Ihre Väter haben Schecks ausgestellt, um unseren Simulator zu nutzen", erzählte Horner im 'High Performance Podcast'.
Russell steuert dazu jetzt ein paar Details bei: "Damals, das war 2013, da gab es bei den Teams in den Nachwuchsserien keine Simulatoren." Der gerade 15-jährige Russell war gerade dabei, sich auf den Wechsel vom Kartsport in den Formelsport vorzubereiten, und er und seine Unterstützer suchten nun nach Wegen, sich angemessen auf diesen Wechsel vorzubereiten.
Teenager George Russell mietet sich bei Red Bull ein
Red Bull war damals weit und breit das größte Förderprogramm im Formelsport-Umfeld. Und hatte dafür einen Simulator zur Verfügung. Nicht nur für die eigenen Juniorfahrer, sondern auch für zahlende Kunden: "Es war eine Chance, auf diesem Simulator ein bisschen im Formel-Renault-Auto zu fahren."

"Mehr Vorbereitung auf die Tests und für die Rennen in der Serie, in der wir gefahren sind, und wie gesagt, die Teams dort hatten sowas nicht", sagt Russell. "Das ist alles." 2014 gab er schließlich sein Formelsport-Debüt in der britischen Formel 4 und in der Formel Renault 2.0. Es sollte zwei Jahre dauern, bis er mit einem dritten Gesamtrang in der europäischen Formel 3 schließlich einen ersten Durchbruch erzielte und den in einen Platz im Mercedes-Juniorkader verwandelte.
Horner schmückte seine Geschichte zu den prominenten Simulator-Gästen am Rande noch mit weiteren Details aus: "Unser Mann, der sie begleitet hat, kam danach zu mir und meinte: 'Christian, diese Kids sind besser als die Junioren, die wir gerade haben.'"
Ob Russell da vielleicht noch etwas zu dieser Geschichte beisteuern könnte, bleibt offen. "Ich weiß ... das ist alles, was ich sagen werde", will er letztendlich auf sein kurzes Red-Bull-Gastspiel im wahrsten Sinne des Wortes nicht weiter eingehen.



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