Fernando, wie siehst du deinen zweiten Platz auf dem Nürburgring im Rückblick?
Fernando Alonso: Ich bin damit sehr zufrieden. Natürlich willst du gewinnen, wenn du ein gutes Auto hast und noch dazu von der Pole Position startest. Aber unsere Performance war nicht ganz so gut wie erhofft – trotzdem haben wir acht Punkte eingefahren. Das heißt für mich: Wenn alles optimal läuft, können wir noch viele Rennen gewinnen.
Barcelona vermeldet schon jetzt einen Zuschauerrekord: Zum Rennen am Sonntag werden 130.000 Fans erwartet. Das muss dich beflügeln?
Fernando Alonso: Ja, das tut es. Mein Heim-Grand Prix ist etwas ganz Besonderes für mich, einzigartig in der Saison. Es kann zwar manchmal stressig werden, aber hauptsächlich genieße ich das ganze Wochenende und treffe von Mittwoch an täglich Fans. Sie sind mittlerweile so zahlreich, es ist schade, dass wir nur ein Rennen in Spanien fahren.
Ein Heimrennen bringt immer auch erhöhten Druck mit sich, oder empfindest du das anders?
Fernando Alonso: Ich glaube, Druck entsteht, wenn du nicht alles gibst, was du hast. Ich persönlich gebe immer das Maximum, ganz gleich, ob Test, Training oder Rennen, in Barcelona oder sonstwo auf der Welt. Wenn ich alles gebe, habe ich auch den Kopf frei. Sobald ich das Visier herunterklappe und das Rennen beginnt, ist es ganz egal, wo wir fahren.
Wird der Renault R26 auf dem Circuit de Catalunya wieder das stärkste Auto sein?
Fernando Alonso: Wir waren dort immer ziemlich gut. Hier zählt aerodynamische Effizienz, und das ist ganz klar eine Domäne von Renault. Das Team stand in den vergangenen drei Jahren hier immer auf dem Podium. In Deutschland zeigte sich, dass wir ein schnelles Auto haben, aber Ferrari erwies sich als etwas stärker. Die kommenden Rennen in Barcelona und Monaco werden vor allem durch die Reifen entschieden, und ich glaube, dass Michelin dort ebenso auftrumpfen kann wie in den vergangenen Jahren. Ich sehe noch große Möglichkeiten für uns.
Wir wollen es nicht verschreien, aber was würde dir ein Heimsieg bedeuten?
Fernando Alonso: Nun, vergangenes Jahr war das für mich nicht ganz so wichtig, weil ich voll auf die Weltmeisterschaft konzentriert war und Rennen gewinnen wollte, egal wo. Diese Saison ist das etwas anders. Natürlich kämpfe ich hart um den Titel. Aber es ist ganz klar: Wenn ich zwei oder drei Rennen aussuchen sollte, die ich mehr als andere gewinnen will, dann wäre Barcelona definitiv eines davon.

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