Nach drei intensiven Testtagen in Barcelona, in denen man sich akribisch auf das anstehende Rennen in Großbritannien vorbereitet hat, ist man bei Bridgestone zuversichtlich, die Niederlage von Monte Carlo wieder wettmachen zu können. Drei der fünf Bridgestone-Teams (Williams, Midland und Super Aguri) sind in England zuhause und da setzt man von Seiten der Japaner natürlich alles daran, ein gutes Abschneiden zu ermöglichen. Hiroshi Yasukawa, Bridgestones Motorsport Direktor, sagt, "Der britische Grand Prix ist für uns eines von zwei "Heimrennen". Zwar werden unsere Reifen in Japan hergestellt, der Mittelpunkt unserer Aktivitäten ist aber in Berkshire bei Heathrow und daher wollen wir dieses Wochenende auch einen guten Eindruck hinterlassen."
Hisao Suganuma, der technische Direktor, ist sich bewusst, dass Silverstone eine große Herausforderung für die Reifen darstellt. "Durch die vielen Hochgeschwindigkeitskurven und Richtungswechsel müssen die Reifen sehr stabil sein und der aggressive Streckenbelag bedeutet, dass wir mittlere bis harte Reifen einsetzen müssen." Ein besonderer Faktor sei dieses Jahr aber auch das Wetter, das für die Verhältnisse ungewöhnlich warm sei, aber "man kann hier nie genau sagen, wie das Wetter wird, ganz besonders, da das Rennen dieses Jahr einen Monat früher stattfindet als sonst." Bei den Tests in Spanien habe man aber gesehen, dass man durchaus konkurrenzfähig sei.
Dieselben Ziele - Podiumsplätze - und die selben Bedenken wie ihre japanischen Kollegen haben auch die Verantwortlichen bei Michelin. Nick Shorrock erklärt, dass die Traditionsstrecke sowohl die Reifen als auch die Autos sehr beansprucht. "Der Streckenbelag ist ziemlich porös und deshalb auch hart für die Reifen, deshalb tendieren wir zu den härtesten Mischungen des ganzen Jahres." In Silverstone und auch in Barcelona hat man bei den Franzosen die verschiedensten Mischungen gestestet um bestens gerüstet zu sein. "Wie immer in Silverstone spielt aber auch das Wetter eine Rolle und es kann leicht passieren, dass wir auch beweisen müssen, wie gut unsere neuesten Regenreifen sind," gab sich Shorrock zuversichtlich.

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