Die roten Autos sah Nick Heidfeld während des Frankreich GP nur selten, dafür sah er aber einmal blau: Nämlich als ihm die Streckenposten wiederholt ebensolche Flaggen zeigten. "Als Pedro im Rückspiegel auftauchte, dachte ich: Das ist Pedro de la Rosa und habe die Flaggen erstmal ignoriert", erinnert sich Nick in seinem motorsport-magazin.com-Tagebuch. "Sie wurden dann auch runtergenommen, kamen aber wieder."

"So dachte ich, ich muss mich irren und hinter mir ist doch Kimi, der überrunden will. Ich bin schon mal bestraft worden, weil ich in so einer Situation falsch reagiert habe." Also ließ er den vermeintlichen Finnen im McLaren vorbei, nur um festzustellen: Es war doch de la Rosa! "Auch wenn ich Pedro sicher so oder so nicht lange hätte halten können hoffe ich, dass dieser Fehler von denen, die ihn gemacht haben, auch nicht einfach so abgetan wird."

Ansonsten verlief sein Rennen "recht problemlos". "Ich hatte auch Glück, dass ich fast nie im Verkehr aufgehalten wurde." Eben abgesehen von jener Situation, in der er den Verkehr nicht hätte passieren lassen dürfen.

"Ich habe einen Punkt geholt, und mehr war heute nicht drin", fasste er zusammen. "Mein Auto war gut. Mein Start war ausnahmsweise nicht hervorragend, sondern nur durchschnittlich. Ich habe keinen Platz gewonnen, aber auch keinen verloren. In der ersten Runde bin ich in der Haarnadelkurve außen an David Coulthard vorbeigefahren. Wie wichtig diese Überholmanöver auf den ersten Metern sind, hat man auch schon in den vergangenen Rennen gesehen. Im Ziel war David nur gut drei Sekunden hinter mir."