Für Leo Rammerstorfer war das letzte Rennen der Moto3 vor der Sommerpause eine Achterbahnfahrt. Auf dem Sachsenring zeigte der Österreicher im Training mit dem Vorstoß in die Top-10 einen deutlichen Aufwärtstrend. Im Rennen verpasste er die Punkte nach einem unglücklichen Verlauf dennoch knapp.
"Wir haben eigentlich wieder einen soliden Schritt im Setup gefunden. Wir haben viel verändert und es war dann richtig gut", so der 21-Jährige, der die Fortschritte im zweiten Training am Samstagmorgen auch im Klassement mit Platz sieben eindrucksvoll unterstrich. Eine halbe Sekunde fehlte ihm auf WM-Leader Maximo Quiles.
Im Qualifying konnte er den Trend dann aber noch nicht bestätigen: "Das größte Problem ist zur Zeit nur der Switch zwischen weichen und harten Reifen, weil das Motorrad dadurch ganz anders wird. Wenn ich sehr viel Grip habe, funktioniert es irgendwie nicht. Es schaukelt sich auf und rutscht hinten weg. Mit dem harten Reifen fühle ich mich auf jeden Fall wohler."
Moto3-Kollision kostet Leo Rammerstorfer Chance auf besseres Resultat
Am Sonntag sah er die Zielflagge im Rennen über 23 Runden am Ende als 16. Auf ein Punkteresultat fehlten nur 0,086 Sekunden. "Ich habe mir gedacht, ich mache in der letzten Runde die Attacke, im Wasserfall. Da war ich etwas stärker, aber dann bin ich etwas zu dicht aufgefahren und musste leider vom Gas. Das war ein Fehler von mir", erklärt Rammerstorfer gegenüber Motorsport-Magazin.com sein Duell mit Guido Pini.
Entschieden wurde sein Rennen allerdings schon in der zweiten Runde, als vor ihm Marcos Uriarte, Valentin Perrone, Nicola Carraro und Joel Kelso zu Boden gingen. "Ich war außen und die sind innen rein, ich musste dann außen herumfahren, weil ihre Motorräder alle rausgerutscht sind. Dadurch habe ich meine Gruppe verloren. Das war extrem bitter", sagt er. Tatsächlich klaffte nach der Szene gleich eine Lücke von zwei Sekunden zum Vordermann.
Leo Rammerstorfer zieht positives Fazit der ersten Saisonhälfte
Nach elf von 22 Rennen hat Moto3-Neuling Leo Rammerstorfer vier WM-Punkte auf dem Konto. Auf dem Papier ist er nicht ganz zufrieden, die Lernkurve stimmt ihn hingegen optimistisch. "Mein Ziel für die zweite Saisonhälfte ist, diese Leistungen, wie ich sie in Brasilien oder hier am Samstagmorgen gezeigt habe, öfter abzurufen. Ich muss es schaffen, im Rennen in einer Gruppe mitzufahren", so sein Plan. "Es waren schon ein paar Sessions dabei, wo ich eigentlich sehr zufrieden war."
Die MotoGP geht vom 7. bis 9. August in Silverstone weiter. Für Rammerstorfer steht bis dahin nicht nur Urlaub, sondern auch intensive Vorbereitung auf dem Programm: "Es wird erstmal gut sein, etwas Zeit zu haben, um zu reflektieren, was man besser machen kann und woran wir arbeiten müssen. Ich werde die zweite Hälfte der Sommerpause dann nach Spanien fahren und richtig fleißig trainieren."
Wichtig wird die Sommerpause auch für Marc Marquez, denn der MotoGP-Superstar sieht sich nur unter einer Bedingung mit realistischen Chancen auf die Titelverteidigung. Was er damit meint? Das erfahrt ihr in diesem Artikel:


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