Die MotoGP darf in Aragon nicht nur Johann Zarco (LCR) zurück im Paddock begrüßen, sondern auch Fermin Aldeguer. Die Nummer 54 gibt an diesem Wochenende - fast auf den Tag genau zwei Monate nach dem folgenschweren Sturz im Training zur Dutch TT - ebenfalls das Comeback in der Königsklasse. Die Vorzeichen sind dabei alles andere als ideal, die Erwartungshaltung aber dennoch eine große.

Fermin Aldeguer nach Brustwirbelfraktur in Aragon noch nicht vollständig fit

"Es geht mir gut, aber ich bin körperlich gewiss nicht bei 100 Prozent", verkündete Aldeguer am Donnerstag in seiner Medienrunde im Motorland. Die Erklärung dafür liegt auf der Hand: "Ich bin seit zwei Monaten kein Rennen mehr gefahren. Ich konnte erst vor drei Wochen wieder damit anfangen, ins Fitnessstudio zu gehen und Fahrrad zu fahren. Wieder auf dem Motorrad sitzen konnte ich erst letzte Woche."

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Eine Fraktur des mittleren Brustwirbels T7 hatte den Gresini-Piloten nicht nur an der Teilnahme am Deutschland- und Großbritannien-GP gehindert, sondern auch für längere Zeit komplett ruhiggestellt. Zunächst war gar kein Training möglich, rund um den Monatsbeginn dann der vorsichtige Einstieg ins Kraft- und Ausdauertraining. Die angesprochene Rückkehr auf die Rennstrecke dann erst am vorletzten Dienstag: Am Circuito de Cartagena ganz in der Nähe seiner Heimatsorts El Palmar drehte Aldeguer einige Runden an Bord einer Honda CBR600RR sowie einer Ducati Panigale V2 S. "Der Gesamteindruck war nicht schlecht", meint er rückblickend, "aber ein MotoGP-Bike ist natürlich nochmal etwas anderes."

Des Weiteren berichtete Aldeguer, dass es ihm noch an Kraft fehle, speziell beim Umlegen des Motorrads. Der Ansatz für das Rennwochenende in Aragon sei daher erstmal, "ruhig anzufangen und dem Plan zu folgen, auf möglichst entspannte Art und Weise bis zum Sonntag durchzukommen." Bloß nicht zu früh zu viel Energie verbraten also. Damit es mit dem Start im Grand Prix aber auch tatsächlich klappt, muss Aldeguer am Freitagmittag noch einen weiteren Medizincheck durch die MotoGP-Ärzte bestehen. Diese erteilten ihm - wie beispielsweise auch Zarco - am Donnerstag erstmal nur für das 1. Freie Training (Start 10:45 Uhr MEZ, Anm.) Grünes Licht.

Beim MotoGP-Comeback: Fermin Aldeguer will vorne mitmischen

Ernsthafte Zweifel, den zweiten Medical-Check zu bestehen, scheint es beim 21-Jährigen aber nicht zu geben. Stattdessen ließ Aldeguer zum Abschluss sogar mit einer beachtlichen Erwartungshaltung aufhorchen. "Aragon kann eine gute Möglichkeit für mich sein", gab er an und setzte sich ambitionierte Ziele: "Ich will um die Spitzenplätze kämpfen. Auf diesen Positionen waren wir vor der Verletzung und da müssen wir wieder anknüpfen."

Was meint ihr: Kann Fermin Aldeguer die Elite tatsächlich schon bei seinem Comeback in Aragon wieder aufmischen? Sagt es uns in den Kommentaren!

Fehlen wird im Motorland unterdessen Ai Ogura. Der Japaner verletzte sich im privaten Motocross-Training und wurde am Donnerstag bereits erfolgreich operiert. Ihm droht auch der Ausfall in Misano. Alle Infos zur aktuellen Lage um den Trackhouse-Piloten gibt's in diesem Artikel: