Im 2. Training der DTM auf dem Nürburgring hat Porsche mit einer Last-Minute-Attacke für eine Doppelführung am Freitag gesorgt. Nachdem es lange Zeit nach einer BMW-Bestzeit aussah, stachen Thomas Preining und Ricardo Feller die Bayern kurz vor Schluss aus. Dahinter schafften es mit Aston Martin, Ford, McLaren, Lamborghini und Mercedes sechs weitere Hersteller in die Top-10. Überraschend schaffte es einzig Ferrari nicht unter die ersten Zehn.
Das FP2 über 45 Minuten war zum Start um 16:00 Uhr erneut eine Hitzeschlacht. Das Thermometer war im Verlauf des Tages auf 34 Grad Celsius geklettert, der Asphalt wurde mit Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke gemessen. Mit 1:25.517 Minuten unterbot Thomas Preining die Bestzeit von Matteo Cairoli im FP1 um stramme sechs Zehntelsekunden. Manthey-Teamkollege Ricardo Feller musste sich mit einem Rückstand von zweieinhalb Zehnteln klar geschlagen geben.
BMW führt Verfolgerfeld bei der DTM auf dem Nürburgring an
Auf den Plätzen drei und vier folgte einmal mehr im Formationsflug das Duo von Schubert-BMW, diesmal mit Kelvin van der Linde vor Marco Wittmann. Die beiden BMW-Fahrer trennten zwei Zehntelsekunden. Auf Platz fünf folgte Nicki Thiim im Aston Martin, der im FP1 noch den elften Platz belegt hatte.
Einen noch krasseren Aufwärtstrend zeigte McLaren mit Ben Dörr auf Platz sieben. Der Deutsche war in der ersten Session nicht über P18 hinausgekommen und sortierte sich diesmal als Siebter hinter Finn Wiebelhaus im HRT-Ford ein. Auf Platz acht folgte Marco Mapelli im bestplatzierten Lamborghini von Abt Sportsline. Für den Italiener hatte es zwischenzeitlich Schwierigkeiten gegeben. Nach rund 20 Minuten war er in der Boxeneinfahrt ausgerollt. Die Rennleitung regelte die Sache mit einer Full Course Yellow.
Die Top-10 komplettierten Arjun Maini im zweiten Ford Mustang GT3 sowie mit Lucas Auer ein Fahrer aus dem Hause Mercedes-AMG. Die erste Hälfte des Klassements lag auf der 3,629 Kilometer langen Sprint-Variante des Nürburgrings innerhalb von sieben Zehntelsekunden. Bis zu Platz 16 trennte das Feld eine Sekunde.
DTM-Leader Maro Engel mit schwerem Stand im 2. Training auf dem Nürburgring
Der Pace-Setter vom Vormittag musste sich diesmal mit Platz zwölf begnügen. Mit einer Rundenzeit von 1:26.338 Minuten blieb Matteo Cairoli sogar zwei Zehntel hinter seiner FP1-Bestzeit zurück. Der Meisterschaftsführende Maro Engel musste sich mit Platz 14 begnügen, war damit aber immer noch zweitbester Mercedes-Fahrer unmittelbar vor Jules Gounon. GRT-Ersatzfahrer Christian Engelhart kam in der zweiten Sitzung deutlich besser zurecht und fand auf Platz 16 den Anschluss. Die Vertretung von Maximilian Paul hatte am Vormittag noch den letzten Platz belegt.


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