Mitte Oktober – so lautet die verschobene Frist für die Entscheidung über das Saisonfinale der Formel 1-Saison 2026. Ursprünglich war im Juli Mitte September angepeilt worden. Die Lage in Nahost bleibt wegen des Iran-Kriegs weiter angespannt – es kommt immer wieder zu Angriffen. Medienberichten zufolge hat erst heute Morgen die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition gegen die Huthi-Miliz im Jemen nach eigenen Angaben fünf Drohnen abgefangen, die auf das Königreich zuflogen.
Dennoch versucht FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem die Formel-1-Welt im Vorfeld des US-Grand-Prix zu beruhigen: "Wir müssen die Situation mit gesundem Menschenverstand angehen. Was in den Medien steht, ist etwas ganz anderes als das, was wir vor Ort tatsächlich erleben. Wir lesen die Nachrichten und sehen fern, aber in Wirklichkeit leben wir diese Situation überhaupt nicht."
Im Gegensatz zu den Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien Anfang des Jahres wurden der Katar GP und Abu Dhabi GP offiziell nie abgesagt, entsprechend braucht es auch keine offizielle Bestätigung der Rennen. Dennoch wurde im Hintergrund an einem Plan B gearbeitet: Wenn beide Rennen nicht stattfinden können, soll zumindest das Saisonfinale am 6. Dezember in Imola anstelle von Abu Dhabi ausgetragen werden. Ben Sulayem hält die Tür dafür offen und verriet, dass Vorkehrungen getroffen wurden, falls Reisebeschränkungen oder -hinweise einzelner Regierungen wichtige FIA-Mitarbeiter an der Reise nach Katar oder Abu Dhabi hindern sollten.
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F1-Saisonfinale: Keine Sicherheitsbedenken, aber auch keine Garantie
Akute Sicherheitsbedenken sieht er derzeit nicht, die Region sei sicher genug. "Meine Kinder sind dort [in den Vereinigten Arabischen Emiraten; Anm. der Red.]. Glauben Sie, ich würde sie dort lassen, wenn es gefährlich wäre?" Auf die Frage, ob er damit einverstanden sei, dass FIA-Mitarbeiter zu den Veranstaltungen reisen, antwortete der FIA-Präsident: "Ich glaube nicht, dass die FIA-Mitarbeiter in meinen Augen wichtiger sind als ich selbst und meine Familie. Aber wenn ich dort bin, heißt das, dass ich die Lage für sicher halte."
Eine Garantie für einen reibungslosen Ablauf wollte er nicht geben: "Heißt das, dass nichts passieren wird? Das kann ich nicht vorhersagen. Ich kann Ihnen nur sagen, dass es heute keine Probleme gibt und dass die beiden Rennen gefahren werden", so der FIA-Präsident. Sprich: The show must go on. Hinter dem Festhalten am Kalender stehen handfeste Interessen. Abu Dhabi zählt zu den finanziell stärksten Partnern der Formel 1, auch Katar investiert massiv in die Rennserie – unter anderem erwarb der Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) eine Minderheitsbeteiligung an Audi (Sauber Holding AG).
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