Den MotoGP-Fans fällt es seit einigen Wochen auf. Marc Marquez fährt im WM-Kampf stark auf und gewinnt regelmäßig Rennen, doch seinem Auftreten können diese Erfolge oft kaum entnommen werden. Besonders am Samstag nach Qualifying und Sprint hält er sich auch bei guter Leistung emotional auffällig zurück. Was auf ersten Blick den Eindruck erwecken könnte, der Ducati-Pilot habe den Spaß am Sport verloren, ist in Realität pure Absicht. Unser MotoGP-Experte kann das nachvollziehen, denn die Belastungen für den Superstar sind enorm. Körper und Psyche gehen dabei Hand in Hand.
Tom Lüthi: Verletzungen und Zahn der Zeit nagen an Marc Marquez
"Es klingt hart, aber Marc Marquez wird auch nicht jünger. Er ist topfit und bereit. Er ist mental auf Top-Niveau, aber er wird nicht jünger", stellt Tom Lüthi in der neuesten Ausgabe des Interwetten MotoGP-Magazins fest. Hier gibt es sie in voller Länge:
Als Grundlage für einen zumeist grimmigen und emotionslosen Marc Marquez sieht der Schweizer die körperlichen Gegebenheiten an: "Mit seiner Verletzungsgeschichte braucht er einfach mehr Zeit, wie vielleicht noch vor fünf Jahren, um sich zu erholen und wieder den Akku auf 100 Prozent aufzuladen. Das bedeutet natürlich einen gewissen Stress und Druck. Und das weiß Marc Marquez ganz genau. Er muss viel Zeit investieren, um auf diesem Niveau mithalten zu können."
Körperliche Belastung in der MotoGP wirkt auch mental: Emotionale Abkühlung notwendig
Und diese Belastung wirkt sich dann auch auf den Kopf aus. "Wenn der Körper am Limit ist, dann wird auch das mentale strapaziert. Dann ist es schwierig, sich weiter zu fokussieren. Man muss auch dafür Zeit investieren und sich zurückziehen können", erklärt Lüthi. Dementsprechend fährt Marc Marquez auch im Gehirn alle möglichen Belastungen weitestgehend herunter. Emotionale Achterbahnfahrten während eines Wochenendes würden nicht helfen. "Da musst du dich auch abkühlen, um dann wieder voll angreifen zu können. Das spielt bei Marc Marquez mit", hat unser Experte daher Verständnis für die Zurückhaltung des Superstars.

Auch bei der Belastung durch PR-Aktivitäten will Marc Marquez lieber Kräfte sparen. Zum Kart-Event in Motegi schickte er daher lieber ein Double. Das gefällt Liberty Media gar nicht. Jetzt drohen sogar Strafen bei Fernbleiben. Alle Infos in unserem neuesten Video:



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