"Mit einem solchen Erfolgserlebnis im Rücken will das Hochgefühl gar nicht mehr aufhören" sagte Michael Schumacher am Sonntagabend bevor er in den Flieger nach Hause kletterte. "Und ich bin mir sicher, den Jungs geht es genauso. Ich bin verdammt stolz auf diese Truppe: wie die an sich gearbeitet hat, wie die die Performance aus dem vergangenen Jahr weggesteckt und verarbeitet hat, wie die nicht locker gelassen hat, das ist schon grandios. Dass wir hier beim fünften Saisonrennen das beste Paket haben präsentieren können, nachdem wir in der vergangenen Saison weit abgeschlagen waren, das macht diesem Team so schnell keiner nach," schreibt Schumacher auf seiner Homepage.

Die unermüdliche Arbeit und akribische Fehlersuche haben sich ausgezahlt, was Schumacher besonders freut. "Wir haben uns Schritt für Schritt nach vorne gerobbt, haben jede Kleinigkeit überprüft und verbessert, haben Neuerungen entworfen und so das Auto in jedem Bereich kontinuierlich verbessert. Und diese vielen Details, diese ganzen Kleinigkeiten zusammen genommen, haben gestern den Ausschlag für unsere Performance gegeben", so der 37-jährige weiter. "Das war genau das, was wir uns vorgenommen hatten. Ich denke, man kann mit Fug und Recht behaupten, das unsere Entwicklungsarbeit der letzten Wochen nicht nur die schnellste, sondern auch die beste war. Das ist natürlich extrem befriedigend - und zugleich extrem motivierend. Man sieht ja, was man damit erreichen kann." Andererseits wüsste man aber auch bei Ferrari ganz genau, dass das Blatt sich ebenso schnell wieder wenden könne. "Schließlich haben wir das gerade selbst demonstriert. Daher ist unsere Devise nun ganz klar: Wir werden bestimmt nicht locker lassen."

Imola war also auf keinen Fall eine Eintagsfliege, wie viele vermutet hatten, und Schumacher ist sicher, dass es auch in Barcelona am kommenden Wochenende erfolgreich weitergeht. "Wir haben viel dazugelernt in den vergangenen Wochen, unser Auto hat sehr viel Potenzial und wir verstehen mittlerweile viel davon, wie wir es abrufen können. Daher glaube ich sicher daran, weiterhin in der WM-Entscheidung eine große Rolle spielen zu können." Sicher wird es nicht auf allen Strecken optimal laufen, weiß der siebenmalige Weltmeister und die Konkurrenz schläft schließlich auch nicht. "Die Formel 1 ist Wettkampf auf höchstem Niveau. Aber ich bin ein Wettkampftyp, mir macht all das hier unglaublichen Spaß. Ich freue mich jetzt schon auf das Rennen in Barcelona. Ich freue mich auf den nächsten Kampf."