Die zweite Hälfte der MotoGP-Saison 2026 beginnt mit erfreulichen Neuigkeiten für KTM. Der defektgeplagte Hersteller aus Österreich darf seine Motoren nun doch öffnen. Das wurde am Freitagmittag am Rande des Großbritannien-GPs bekannt.

"Wir können bestätigen, dass wir die erforderliche Genehmigung erhalten haben, um die Korrekturmaßnahmen im Zusammenhang mit dem von uns bearbeiteten technischen Problem umzusetzen. Wir beabsichtigen, diese Maßnahmen so bald wie möglich umzusetzen", verkündete KTM in einem Statement.

Im Idealfall hätte der Konstrukteur aus Mattighofen das eigentlich schon während der gerade zu Ende gegangenen Sommerpause getan, durfte aber nicht. Für eine Öffnung der Motoren und die Implementation von Ersartzteilen ist laut MotoGP-Reglement nämlich die Zustimmung aller anderen Hersteller nötig. Wie Motorsportchef Pit Beirer verriet, gab bei Meetings am Sachsenring aber erstmal nur Aprilia Grünes Licht, weshalb bis zu diesem Wochenende in Silverstone noch keine Defektprävention geleistet werden konnte.

KTM in Aragon mit Defektlösung - aber auch weniger Motorleistung?

Nach weiteren Treffen haben sich augenscheinlich jetzt auch Ducati, Yamaha und Honda umstimmen lassen. Warum, ist bislang nicht bekannt. Klar ist nur: KTM wird bestenfalls schon in Aragon (28. bis 30. August) mit überarbeiteten Motoren an den Start gehen können, womit die Defektanfälligkeit der Vergangenheit angehören sollte. "Ich glaube, dass sie eine Lösung gefunden haben. Es sollte von nun an also alles gut sein", meinte Tech3-CEO Günther Steiner am Freitag optimistisch. Laut Paddockgerüchten soll mit der Problemlösung aber auch eine Reduktion an Motorleistung einhergehen, womit Pedro Acosta und Co. künftig etwas langsamer auf den Geraden unterwegs wären. Ob dem tatsächlich so ist, werden wir bestenfalls schon im Motorland herausfinden.

Vielleicht wird dann auch Maverick Vinales wieder auf der RC16 sitzen. Warum der Spanier an diesem Wochenende genau fehlt, verrät euch Markus in unserem neusten Video:

KTM ohne Maverick Vinales: Der Grund für den MotoGP-Rückzug (08:07 Min.)