Nur wenige hundert Meter Luftlinie von der Rennstrecke in Silverstone entfernt, steht die kleine, aber feine F1-Fabrik des MF1 Racing Teams. Früher herrschte hier Eddie Jordan; heute ist es das Reich von Alex Shnaider und Colin Kolles - jedenfalls noch. Die Gerüchte über einen Verkauf schweben noch immer über dem unscheinbaren Fabrikgebäude.
"Ich freue mich auf den Großbritannien GP", sagt Teamboss Colin Kolles vor dem Heimrennen seiner Truppe. "Wir haben neue aerodynamische Entwicklungen und kommen damit hoffentlich den Spitzenleuten näher."
Tiago Monteiro trauert derweil noch immer der verpassten Gelegenheit von Monaco nach. "Wir hatten dort eine gute Chance", so der Portugiese, "unsere Pace war das gesamte Wochenende über gut und deshalb bin ich motivierter denn je hier unsere ersten Punkte zu holen."
Demnach sieht Technikdirektor James Key sein Team durch die "konkurrenzfähige Leistung" aus dem Fürstentum gestärkt in das Silverstone-Wochenende gehen. "Dies ist eine komplett andere Strecke, aber wir möchten unsere Fortschritte fortsetzen und die Lücke zur Konkurrenz weiter schließen." Dies könne hier jedoch "etwas schwieriger" als in den winkligen Straßenzügen von Monaco werden. Dort konnte man bekanntlich die aerodynamischen Schwächen des Autos besser überspielen.
"Wir müssen nach der doppelten Zielankunft von Monaco noch ein bisschen härter daran arbeiten das letzte Bisschen Speed aus dem M16 herauszuholen", fordert Johnny Herbert. "Unser technisches Paket wird immer besser. Jetzt müssen wir alle an einem Strang ziehen, um den nächsten Schritt zu machen."



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