Das deutsche Moto3-Team Intact GP schreibt die Schlagzeilen im Katar-GP. Einerseits zeigt David Almansa eine der dominantesten Vorstellungen des Jahres und gewinnt souverän, andererseits kollidiert David Munoz gleich zwei Mal mit Kontrahenten und kassiert in Summe drei Longlap-Strafen. Dennoch steht am Ende für ihn Rang acht zu Buche. Maximo Quiles landet hinter Adrian Fernandez nur auf Platz drei, womit der Pole-Fluch in Katar auch 2026 weitergeht. Seit 2015 hat der Moto3-Polesitter auf dem Losail International Circuit nicht mehr gewonnen.

Da Quiles seit Indonesien schon als Champion feststeht, hat dieses Ergebnis aber natürlich keine negativen Auswirkungen. In der Weltmeisterschaft führt er nun noch 139 Punkte vor Almansa, der im Kampf um die Vizemeisterschaft nun alle Trümpfe in der eigenen Hand hat. Alvaro Carpe, im Katar-GP nur Fünfter, liegt 37 Punkte zurück und Brian Uriarte, der nach Kollision mit Munoz zu Sturz gekommen war und deshalb nur 14. wurde, fehlen 46 Punkte. Trost für Uriarte: Er steht nun als Moto3-Rookie des Jahres 2026 fest.

Moto3 in Katar: Der Rennfilm

Die Startaufstellung: 1. Quiles, 2. Almansa, 3. Uriarte, 4. Carpe, 5. Munoz, 6. Fernandez, 7. Danish, 8. Ogden, 9. Salmela, 10. Perrone, 11. Esteban, 12. Yamanaka, 13. Kelso, 14. Pratama, 15. O'Gorman, 16. O'Shea, 17. Mitani, 18. Morelli, 19. Pini, 20. Rios, 21. Singhapong, 22. Rammerstorfer, 23. Moodley, 24. Cruces, 25. Mononyane, DNS Bertelle

Strafen: Adrian Cruces bummelte am Freitagnachmittag im Training auf der Ideallinie und wurde von den MotoGP-Stewards deshalb mit einer Longlap-Penalty belegt, die es im Katar-GP abzusitzen gilt. Außerdem missachtete Veda Pratama einige Stunden zuvor im FP1 Gelbe Flaggen. Er wurde in der Startaufstellung dafür um sechs Positionen strafversetzt.

Start: David Almansa erwischt den besten Launch und übernimmt die Führung vor Brian Uriarte. Polesitter Maximo Quiles kommt nur auf Platz drei aus den ersten drei Kurven heraus. Dahinter dann Adrian Fernandez, David Munoz, Alvaro Carpe und Rico Salmela.

Runde 1/16: Quiles kommt auch nach dem ersten Sektor nicht auf Touren und fällt noch hinter Fernandez, Munoz, Carpe und Salmela zurück. Der Polesitter zur Halbzeit der ersten Runde damit plötzlich nur noch Siebter. Zumindest Salmela und Carpe kann er sich zum Ende des Umlaufs aber noch zurückholen.

Runde 2/16: Fernandez nutzt den Windschatten, um auf Start-Ziel an Uriarte vorbeizugehen. Munoz will in Kurve eins ebenfalls am Ajo-Piloten vorbei und sticht in eine Lücke, die nicht da war. Uriarte geht zu Boden. Er kann das Rennen nochmal aufnehmen, fährt jetzt aber abgeschlagen hinterher. Die Stewards untersuchen sofort und verpassen Munoz eine Longlap-Penalty.

Almansa nutzt die Gelegenheit und checkt vorne bereits etwas aus. Er hat neun Zehntel Vorsprung auf die Verfolger um Fernandez, Munoz, Quiles, Carpe und Salmela. Dann ist eine weitere Lücke von 1,5 Sekunden zum restlichen Feld aufgegangen.

Runde 3/16: Quiles erkennt, dass Almansa davon zieht und kämpft sich wieder auf Platz zwei nach vorne. 1,2 Sekunden muss er bereits aufholen, wenn er das Rennen hier noch gewinnen will. Munoz biegt unterdessen in die Longlap ab und sortiert sich im Mittelfeld auf Platz elf wieder ein.

Adrian Cruces kommt in Kurve 14 zu Sturz.

Runde 4/16: Quiles, Fernandez und Carpe können den Rückstand auf Almansa wieder auf acht Zehntelsekunden reduzieren. Salmela kann das Tempo nicht länger mitgehen und fällt ab.

Runde 5/16: Joel Esteban wird in Kurve neun per Highsider abgeworfen.

Runde 6/16: Nächster Sturz, jetzt hat es Eddie O'Shea in Turn 14 erwischt. Ein Kontakt mit Munoz war ausschlaggebend. Der Intact-Pilot wird daher erneut bestraft, bekommt diesmal eine doppelte Longlap-Penalty.

Runde 8/16: An der Spitze hält sich Almansa aktuell konstant rund eine Sekunde vor Quiles und Fernandez. Das Duo kommt also nicht mehr näher heran. Carpe hat den Anschluss verloren, hinkt schon fast anderthalb Sekunden zurück.

Munoz absolviert die zweite Longlap des Tages und fällt von Rang sieben auf neun zurück.

Runde 9/16: Munoz biegt zum dritten und hoffentlich letzten Mal in die Longlap-Penalty ab. Jetzt steht noch Platz 14 für ihn zu Buche.

Runde 10/16: Almansa gewinnt mehr und mehr die Kontrolle. Er hat seinen Vorsprung gegenüber Quiles und Fernandez auf 1,8 Sekunden vergrößert. Damit kann er sich hier wohl nur noch selbst schlagen.

Runde 12/16: Carpe bricht ein. Er liegt inzwischen nicht nur vier Sekunden hinter Quiles und Fernandez, sondern auch hinter Pratama. Der Honda-Team-Asia-Pilot hat ihn ein- und überholt. Auch Joel Kelso drückt schon gewaltig.

Runde 14/16: Quiles verbremst sich in Kurve sechs und übergibt Platz zwei damit unfreiwillig an Fernandez.

Letzte Runde: Almansa geht mit drei Sekunden Vorsprung auf Fernandez und Quiles auf die letzten fünf Kilometer. Im Kampf um Platz vier geht es zwischen Kelso, Carpe, Pratama und Hakim Danish noch heiß zur Sache.

Zieleinlauf: Es passiert nichts mehr, Almansa gewinnt den Katar-GP! Fernandez wird Zweiter, Quiles komplettiert das Podium. Dahinter hat sich Pratama letztlich Rang vier vor Carpe, Kelso und Danish gesichert. Munoz kommt nach drei Longlap-Strafen noch als Achter ins Ziel, dann Ryusei Yamanaka und Scott Ogden auf den Rängen neun und zehn.

Knapp verpasst hat die Top-10 als Elfter Guido Pini. Salmela, anfangs noch in der Führungsgruppe dabei, schafft lediglich Platz zwölf. Die letzten Punkte gehen im Moto3-Rennen von Katar dann noch an Zen Mitani (13.), den gestürzten Uriarte (14.) und Marco Morelli (15.). Leo Rammerstorfer auf P20 geht leer aus.