Seit Monaten war es ein offenes Geheimnis, nun ist es endlich auch offiziell: Marc Marquez bestreitet auch die MotoGP-Saisons 2027 und 2028 in Rot! Der amtierende Weltmeister hat seinen Ende 2026 auslaufenden Vertrag mit Ducati um zwei weitere Jahre verlängert, wird seinem aktuellen Arbeitgeber also auch in den ersten beiden Saisons der neuen MotoGP-Ära mit 850ccm-Motoren und Pirelli-Reifen treu bleiben.
Marc Marquez hat noch nicht genug: Rote MotoGP-Zukunft das Ziel
"Ich bin ein Roter!", lässt sich Marquez in der Pressemitteilung Ducatis zitierten. "Ich freue mich sehr über diesen neuen Vertrag mit dem Ducati Lenovo Team und darüber, weiterhin Teil dieser Familie zu sein. Als ich mich entschied, zu Ducati zu wechseln, war ich überzeugt, dass dies das wettbewerbsfähigste Projekt war. Sie haben an mich geglaubt und wir haben eine Beziehung aufgebaut, die auf Vertrauen und harter Arbeit basiert. Mit dieser Vertragsverlängerung haben sie dieses Engagement erneut bekräftigt, meine Zeitpläne respektiert und mir die Sicherheit gegeben, die ich brauchte, um die richtige Entscheidung zu treffen. In unserem ersten gemeinsamen Jahr haben wir um den Titel gekämpft und ihn gewonnen: ein unbezahlbares Ergebnis. Das bestätigt, dass der Weg, den wir eingeschlagen hatten, der richtige war. Ich fahre weiter Rennen, weil ich diesen Sport liebe und noch ehrgeizigere Ziele erreichen möchte. Ich bin überzeugt, dass dies der richtige Ort dafür ist. Solange ich hier bin, werde ich alles geben, um die Zukunft rot zu färben."
Die Vertragsverlängerung an sich ist keine große Überraschung. Schon bei der Teampräsentation Mitte Januar in Madonna di Campiglio hatte die Ducati-Führungsebene rund um CEO Claudio Domenicali, General Manager Gigi Dall'Igna und Teammanager Davide Tardozzi mit Blick auf den Fahrermarkt einstimmig eine klare Devise ausgegeben. Oberstes Ziel müsse es sein, Marc Marquez zu halten.
Marc Marquez: Lukrativer neuer Ducati-Vertrag
Es dauerte aber, ehe der Deal unter Dach und Fach gebracht werden konnte. Nach seiner Schulterverletzung im Herbst 2025 plagten Marquez Selbstzweifel, ob er wieder zu ausreichender Fitness zurückkehren könnte. Er liebäugelte deshalb mit einem Vertrag für nur ein Jahr - die Saison 2027. Ducati wünschte sich aber verständlicherweise eine der in der modernen MotoGP üblichen Vereinbarungen für zwei Jahre. Nach positiven Wintertestfahrten erfüllte Marquez diesen Wunsch. Es ist davon auszugehen, dass diese Vertragsverlängerung auch eine kräftige Gehaltserhöhung für den spanischen Superstar, der aktuell für vergleichsweise wenig Geld bei Ducati fährt, bedeutet.

Marquez' Ducati-Verbleib ist erst die zweite wichtige und auch offiziell verkündete Entscheidung im Fahrermarkt für 2027. Den Anfang machten Marco Bezzecchi und Aprilia bereits Anfang Februar. Auch sie gehen gemeinsam in zwei weitere Saisons 2027 und 2028. Viele weitere Entscheidungen sind bereits gefallen, ihre offizielle Verkündung ließ ob der zähen Verhandlungen zwischen den fünf Herstellern und der MotoGP-Group (ehemals Dorna, Anm.) über den neuen Rahmenvertrag für die Regelperiode von 2027 bis 2031 aber auf sich warten. Erst in Brünn wurde das neue 'Concorde-Agreement' am letzten Freitag endlich verkündet. Es ist davon auszugehen, dass die Verkündung der Marquez-Verlängerung nun den Auftakt zu einer wahren Flut an Transfernews in den kommenden Tagen auslösen wird. Eine Übersicht, welcher Fahrer wohin wechseln wird, findet ihr hier:
Nach zwei Jahren an der Seite von Francesco Bagnaia wird Marquez in den kommenden beiden Saisons einen neuen Teamkollegen bei Ducati erhalten. Die Italiener haben sich gegen eine Vertragsverlängerung mit ihrem einstigen Goldjungen entschieden und für 2027 und 2028 stattdessen Pedro Acosta von KTM losgeeist. Die offizielle Bestätigung dieses Deals dürfte bald erfolgen. Gleiches gilt für Bagnaias Wechsel zu Aprilia.
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