Sieg im Ungarn-GP, Sieg im Tschechien-GP - Marc Marquez sammelte in den vergangenen Wochen wieder fleißig MotoGP-Erfolge, die ihn zurück in den Titelkampf katapultierten. Von 102 Punkten Rückstand gegenüber Marco Bezzecchi verkürzte er in nur zwei Rennwochenenden auf 60 Punkte. Doch in Assen scheint sich das Blatt wieder zu wenden, denn Marquez hat bei der Dutch TT bislang nichts mit den Spitzenpositionen zu tun.
Rang sieben als Stammplatz für Marc Marquez
Den Sprint am Samstag beendete Marquez auf Rang sieben, wurde nachträglich aber aufgrund eines Track-Limit-Vergehens von Francesco Bagnaia als Sechster gewertet. "Ich war gestern in diesem Bereich. (Marquez beendete das FP1 auf Platz zehn und das Training auf P6) Heute Morgen haben wir versucht, einen Schritt nach vorne zu machen, aber im Qualifying bin ich wieder Siebter geworden. Und jetzt bin ich wieder als Siebter ins Ziel gekommen", verdeutlicht Marquez, wo er in der Hackordnung der MotoGP an diesem Wochenende steht. Deshalb konnte der Vorjahressieger mit diesem Ergebnis auch gut leben: "Ich bin zufrieden."
Zwei Faktoren sind dafür verantwortlich, dass Marquez an diesem Wochenende nicht um Spitzenpositionen kämpft. Zum einen ist es eine Art Selbstschutz, die es in der Vergangenheit so vom ultimativen Vollgaspiloten der MotoGP wohl nicht gegeben hätte: "Auf dieser Strecke brauchst du das richtige Gefühl. Mein Gefühl sagt mir, dass ich nicht mehr pushen kann. In einigen Bereichen verliere ich zu viel Zeit, vor allem aber fühle mich nicht wohl und bin zu inkonstant. Mir ist schon im Vorjahr etwas klar geworden und wir haben es auch bei den Stürzen an diesem Wochenende gesehen: Der Kies hier tut richtig weh. Da muss man vorsichtig sein."
Aprilia überlegen: Marc Marquez nicht überrascht
Neben Marquez' Sorgen bezüglich einer weiteren Verletzung lässt ihn auch das in Assen extrem starke Aprilia-Lager alt aussehen. Doch das ist für ihn ebenfalls keine Überraschung. "Man muss immer die gesamte Saison mit 22 Strecken sehen, aber wir wissen, dass Aprilia auf Strecken wie Assen mit vielen schnellen Kurven stärker ist als wir", so der Ducati-Pilot. Als Ausrede wollte er das mit Verweis auf seine Markenkollegen aber nicht gelten lassen: "Diggia und Pecco leisten super Arbeit. Sie fahren hier sehr gut." Große Ansprüche, am Sonntag mit seinen Kameraden mitzuhalten, hat Marquez nicht. "Ich werde wieder versuchen auf Platz sieben oder acht zu landen."

Marquez ist bemüht um eine richtige Einordnung der vergangenen Wochen. "Die Tatsache, dass ich überhaupt im Titelkampf bin, ist schon ein Geschenk für mich. Schließlich habe ich nicht den Unterschied gemacht, sondern die anderen Fahrer einfach Fehler", erklärt er. "Die Realität ist aber, dass ich nur auf manchen Strecken gut klarkomme. Es gibt aber andere Strecken, die ich überstehen muss. Im Vorjahr hat das oft sehr gut geklappt, aber in diesem Jahr bedeutet 'überstehen', dass ich vielleicht nur auf Rang acht, zehn oder sogar noch weiter hinten lande."
Pedro Acosta freut sich unterdessen aktuell schon, wenn er es überhaupt ins Ziel schafft. Die neuesten Entwicklungen in der KTM-Defektserie könnt ihr hier lesen:



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