Eigentlich befindet sich die MotoGP seit vergangenem Sonntagabend in der Sommerpause. Zumindest für zwei Piloten stand am Dienstag aber noch ein letzter Pflichttermin an, ehe es in den wohlverdienten Urlaub gehen kann. Beim 'Moto d'Italia – Culture Beyond the Track' in Farnesina wurde ihnen nämlich die besondere Ehre zu Teil, vom italienischen Außenminister für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit zum "Botschafter für Sportdiplomatie" ernannt zu werden.
Marco Bezzecchi und weitere MotoGP-Stars werden Sportbotschafter in Italien
Einer dieser beiden MotoGP-Piloten ist Marco Bezzecchi. Der 27-Jährige aus Rimini konnte aufgrund seines Schlüsselbeinbruchs vom vergangenen Wochenende nicht persönlich anwesend sein, wurde aber per Videoanruf zugeschaltet. "Ich bin sehr stolz darauf, zum Botschafter für Sportdiplomatie ernannt worden zu sein und ich möchte Minister Antonio Tajani dafür danken, dass er mir diese Aufgabe anvertraut hat. Es ist eine einzigartige Verantwortung und ich werde mein Bestes geben, um ihr gerecht zu werden", ließ er per Pressemitteilung Aprilias wissen.


Mit Francesco Bagnaia wurde auch Bezzecchis künftiger Teamkollege zum italienischen Botschafter für Sportdiplomatie erklärt und in Valentino Rossi, Max Biaggi und Giacomo Agostini wurde diese Ehre noch drei weiteren MotoGP-Legenden zu teil. Während Bagnaia, Biaggi und Agostini alle persönlich vor Ort waren, wurde Rossi ebenso wie 'Bezz' per Videoanruf zugeschaltet. Aprilia-Racing-CEO Massimo Rivola, Ducati-CEO Claudio Domenicali und MGP-Group-CEO Carmelo Ezpeleta waren ebenfalls präsent.
Brisante Ehre: Marco Bezzecchi wird Sportdiplomat - nur drei Wochen nach den Brünn-Ereignissen
Während alle Ehrungen aufgrund ihrer erbrachten Leistungen für den italienischen Motorradrennsport sicherlich gerechtfertigt sind, so lässt sich im Falle Bezzecchis aber eine gewisse Ironie nicht leugnen. Erst vor drei Wochen war er schließlich mehr als nur negativ aufgefallen, als er in Brünn infolge seines Sturzes im Sprint einen Marshal geschlagen hatte. Die MotoGP-Stewards belegten ihn daraufhin mit einer Rennsperre für den Sonntag, weil sie darin eine "Handlung, die den Interessen der Veranstaltung oder des Sports schadet" gesehen hatten. In der italienischen Regierung wird dieser Zwischenfall aber offenbar nicht ganz so schlimm gesehen.
Was meint ihr: Hat Marco Bezzecchi die Rolle als Botschafter für Sportdiplomatie in Italien verdient? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren!



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