Maximilian Paul hat sich erstmals seit seinem schweren Unfall beim DTM-Samstagsrennen auf dem Norisring zu Wort gemeldet. Der GRT-Lamborghini-Pilot befindet sich laut eigenen Angaben "für die nächsten Tage" im Krankenhaus und möchte im Anschluss den Reha-Prozess einleiten. Wann Paul ins Rennauto zurückkehren kann, ist noch nicht bekannt.

"Der Unfall war für mich ein großer Rückschlag", wurde der 26-Jährige am Dienstag in einer Pressemitteilung seines Teams zitiert. "Mein Dank gilt allen Ersthelfern und den Ärzten, die mich so hervorragend betreut haben. Nun gilt es, den Blick nach vorne zu richten. Ich ziehe mich bis auf Weiteres zurück, um mich um meinen Körper und meine Gesundheit zu kümmern, und werde bald wieder voll angreifen. Die nächsten Tage bin ich noch im Krankenhaus, anschließend geht es für mich in die Reha."

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GRT-Teamchef Grasser: "Max wird diese schwere Zeit meistern"

Paul erlitt nach Informationen von Motorsport-Magazin.com einen Unterschenkel- sowie Lendenwirbelbruch und wurde bereits operiert. "Wir alle vom TGI Team by GRT wünschen Max, dass er schnell wieder fit wird und bald zu uns zurückkehrt", so Teamchef Gottfried Grasser, den der Unfall seines Schützlings sichtlich mitgenommen hat. "Wir wissen, dass er ein Kämpfer ist und diese schwere Zeit meistern wird."

Welcher Fahrer den verletzten Paul beim nächsten DTM-Rennwochenende in Oschersleben Ende Juli an der Seite von Mirko Bortolotti ersetzen wird, will GRT zu gegebener Zeit bekanntgeben.

Bortolotti besuchte Paul nach Unfall im Krankenhaus

Paul abschließend in seinem Statement: "Ich weiß die Unterstützung meiner Familie, meines Teams, meiner Freunde und aller, die aktuell an mich denken, sehr zu schätzen und werde mich in der kommenden Zeit bewusst auf diesen Support und meine Heilung fokussieren. Ich danke euch allen von Herzen für die vielen netten Worte und Genesungswünsche. Sie geben mir Kraft und stärken mich auf meinem Weg zurück."

Aufmunternde Worte erhielt der gebürtige Dresdner auch von seinem Teamkollegen und Ex-DTM-Champion Bortolotti. "Der Samstag war wegen des Unfalls von Max ein schwieriger Tag für uns alle", so der Lambo-Star. "Nach dem Rennen bin ich ins Krankenhaus gefahren, um ihn und Kelvin zu besuchen. Ich war froh, dass Kelvin sofort entlassen wurde. Max ist ein Kämpfer, und ich bin erleichtert, dass seine Genesung in eine positive Richtung verläuft. Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung und habe keinen Zweifel daran, dass er stärker denn je zurückkommen wird."

GRT-Analyse zum Crash: "Wir haben eine Ölspur als Ursache ausgemacht"

Teamchef Grasser war wie schon am Wochenende der Ansicht, dass eine Ölspur auf der Strecke den Unfall 20 Minuten vor dem Rennende ausgelöst habe. Paul verlor die Kontrolle über seinen Temerario auf ungewöhnliche Weise bei der Anfahrt auf die Grundig-Kehre, schlug zunächst rechts in die Mauer ein und rutschte anschließend mit rund 170 km/h in den BMW von Kelvin van der Linde.

Dörr-McLaren-Pilot Timo Glock hatte tatsächlich Öl verloren, wie während der anschließenden Rot-Phase in der Startaufstellung zu sehen war, doch das Dörr-Team widersprach dieser Annahme bereits am Sonntag energisch. "Was man uns unterstellt, ist völlig sinnlos. Wir haben 0,7 Liter Öl als Spray-Nebel verloren", wehrte sich Dörr-DTM-Leiter Volker Strycek gegen derartige Thesen.

Maximilian Paul in der DTM
Die DTM-Gemeinde wünscht Maximilian Paul gute Besserung, Foto: IMAGO/HochZwei

GRT-Chef Grasser in der Pressemitteilung am Dienstag dazu: "Es war für uns leider ein dunkles Wochenende. Der Unfall von Max hat uns alle sehr mitgenommen. Wir haben eine Ölspur als Ursache ausgemacht, nachdem schon das gesamte Rennen über ein anderes Fahrzeug die Flüssigkeit verloren hatte. Er hat dann beim Anbremsen darauf die Kontrolle verloren. Zu einem anderen Schluss konnten wir in unserer Analyse nicht kommen, denn am Fahrzeug war nach einer eingehenden Untersuchung kein technischer Grund festzustellen."

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