Entwarnung bei Jules Gounon: Der Winward-Mercedes-Pilot ist nach seinem Unfall beim DTM-Sonntagsrennen am Sachsenring einer schwereren Handverletzung entgangen. Wie der Franzose an diesem Dienstag via Instagram mitteilte, habe er keinen Bruch erlitten.
"Nur ein paar Knochenprellungen und kleinere Blessuren", schrieb Gounon nach seiner unverschuldeten Kollision mit Nicki Thiim (Comtoyou-Aston-Martin), die beide Autos ins vorzeitige Aus beförderte. Der 31-Jährige reiste am Sonntagabend selbstständig nach Prag, wo seine Freundin einen Triathlon bestritt, von dort aus ging es weiter in Gounons Heimat Andorra.
Jules Gounon nach Unfall bald wieder einsatzbereit
Hier unterzog sich Gounon weiteren Untersuchungen sowie Röntgen- und MRT-Aufnahmen, wo sich kein Bruch an der linken Hand feststellen ließ. Einen ersten Check hatte er am Sonntag im Medical Center an der Rennstrecke vorgenommen und die Freigabe erhalten, eigenständig weiterreisen zu können. Gounon erhielt eine Schiene, um die verletzte Hand zu stabilisieren.
"In den nächsten Tagen soll ich es ruhig angehen lassen und meinem Handgelenk eine Pause gönnen... Was mir nicht leichtfallen wird", schrieb Gounon. Der Motorsport-Tausendsassa, der mit DTM, GT World Challenge, WEC und Co. auf mehreren Hochzeiten tanzt und an die 30 Rennen pro Jahr bestreitet, hat jetzt ohnehin mal - das hat Seltenheitswert - ein Wochenende frei.
Gounon: Worst-Case-Unfall am Sachsenring
Seinem nächsten Einsatz beim WEC-Rennen in Fuji mit Alpine vom 25. bis 27. September dürfte nach der Diagnose nichts im Wege stehen. Gounon hatte beim Crash das Pech, dass er den auf einer Ölspur heranrutschenden Thiim nicht sehen und deshalb nicht rechtzeitig die Hände vom Lenkrad nehmen konnte. "Das ist der Worst Case", meinte Gounon zu Motorsport-Magazin.com.
Seinem dänischen Unfall-Gegner machte er allerdings keinen Vorwurf und die Sportkommissare sparten sich wegen der äußeren Umstände eine nachträgliche Strafe für Thiim. Für Gounon war es dennoch ein bitteres Ende, nachdem er am Samstag endlich zum ersten Mal in dieser Saison aufs Podium gefahren war. "Das Wochenende passt zu meiner Saison", meinte er resigniert.

Bei Gounon, einem anerkannten Weltklasse-Rennfahrer, ist der Knoten im zweiten DTM-Jahr noch immer nicht vollständig geplatzt. Während sein Winward-Teamkollege Maro Engel um die Meisterschaft kämpft und den zweiten Gesamtplatz hinter Thomas Preining (Manthey-Porsche) belegt, ist Monsieur Gounon nur Tabellen-Neunter. 75 Punkte trennen die beiden AMG-Werksfahrer.



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