11 Punkte nach 7 Rennen, ein Hinterbänkler-Auto und unzufriedene Piloten. Williams ist weit vom ursprünglich erklärten Ziel, die Lücke zu den Top-Teams zu schließen, entfernt. Im Vergleich zur Saison 2025 machte das Team einen deutlichen Rückschritt. Damals hatte das Team 41 Punkte. Mit dem Beginn der Silly Season beginnen nun auch Fahrer-Diskussionen.
Das Problem: Keiner der Fahrer scheint an Williams gebunden - und weder Carlos Sainz noch Alexander Albon wollen sich zum Team bekennen. "Ich werde nichts dazu sagen", so Albon auf Nachfrage.
Carlos Sainz: Natürlich wird es Gespräche geben
Auch Carlos Sainz hält seine Zukunft offen. "Ich möchte mich bis zur Sommerpause etwas von dem Thema fernhalten", sagt Carlos Sainz, allerdings stellt er auch klar: "Natürlich wird es Gespräche und Informationen geben, die im Fahrerlager ausgetauscht werden."
Sainz kam 2025 mit der Absicht eines konkurrenzfähigen Autos 2026 zu Williams. Zunächst schien das Projekt planmäßig zu verlaufen. Schon 2025 machte Williams einen Schritt und wurde fünfter in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Doch 2026 machte Williams statt dem nächsten Schritt einen Rückschritt.
"Die Hoffnung war, dass wir den Rückstand verkürzen, aber zumindest mehr oder weniger die Performance halten würden, die wir Ende letzten Jahres hatten."
Das klappte allerdings nicht. In den letzten drei Rennen 2025 holte Williams mehr als doppelt so viele Punkte (26), wie es in den ersten sieben 2026 gesammelt hat (11). "Wenn überhaupt, hat sich der Abstand seitdem vergrößert."
Trotzdem: "Ich möchte dem Team helfen und dafür sorgen, dass alles so schnell wie möglich vorankommt, denn mein idealer Plan und meine Prioritäten sind, zu bleiben und langfristig hier weiterzumachen", so Carlos Sainz.
Sainz: Dinge hinter den Kulissen müssen sich verändern
Doch was muss passieren damit Williams wieder auf den richtigen Weg kommt – und, daran angeschlossen, Carlos Sainz bleibt? Namentlich ist das nicht die Performance, sondern Abläufe und Lösungen hinter den Kulissen.
"Wir sitzen zusammen, um herauszufinden, wo es angefangen hat, schiefzulaufen. Wir haben das analysiert und sind zu einem Ergebnis gekommen. Aber es geht auch darum, wie es weitergeht. Wie schnell werden sich diese Veränderungen auszahlen? Und wie entschlossen gehen wir bei der Erholung von diesem Rückschlag vor?", so Sainz.
Sollte der Spanier nicht mit diesen Ansätzen zufrieden sein hätte er in der Sommerpause mutmaßlich noch einige andere Optionen. Fernando Alonso kokettiert etwa mit einem F1-Abschied. Sainz hat Albon dieses Jahr im Griff. Im Qualifying-Duell steht es 5 zu 1. Außerdem ist der Spanier nach wie vor mehrfacher GP-Sieger.
Alexander Albon lässt sich nicht in die Karten schauen
Teamkollege Alex Albon lässt sich nicht in die Karten schauen. "Ich werde da nichts zu sagen." Auch wie lange sein Vertrag bei Williams noch läuft, verrät er nicht. "Ich werde das für mich behalten."
Im Gegensatz zu Sainz kennt Albon die Situation bereits aus den Jahren vor 2025. Ich war schon einmal in dieser Situation. Das Wichtigste für uns als Team ist einfach, uns auf uns selbst zu konzentrieren“, sagt Albon.
Punkte Williams 2022 - 2025
| Jahr | Punkte Williams |
|---|---|
| 2022 | 8 |
| 2023 | 28 |
| 2024 | 17 |
| 2025 | 137 |
| 2026 (bis jetzt) | 11 |
Erste Fortschritte am Auto sieht er bereits. "Ich werde keine Zahlen nennen, aber wir haben vom ersten Rennen bis heute eine ordentliche Menge Gewicht verloren. Im Laufe des Jahres werden noch mehr", so Albon. Im grünen Bereich liegt der FW48 allerdings noch nicht. "Aber es wird bald so weit sein." Ob Albon diese Fortschritte reichen, wird sich wohl allerdings erst im Verlauf der Saison zeigen.
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