Ai Ogura war in der bisherigen Saison die Zuverlässigkeit in Person. Beim MotoGP-Rennen in Silverstone hat der Japaner nun erstmals Federn lassen. Sein Sturz war aber nicht das einzige Problem.
Gebrauchter Sonntag für Ai Ogura in Silverstone: Erster Rennsturz der Saison
Einzig im Grand Prix von Austin war der Trackhouse-Pilot bisher samstags oder sonntags ausgefallen. Damals verhinderte ein Defekt das erste Podium. Mittlerweile ist Ogura dort Stammgast. Auch im Sprint in Großbritannien nahm er als Zweiter wieder bei der Siegesfeier teil. Davon war er einen Tag später aber weit entfernt.

"Es war ein wenig mehr Schräglage mit dem gleichen Bremsdruck [als in der Runde zuvor, Anm. d. Red.]", erklärte Ogura gewohnt wortkarg seinen ersten Rennsturz des Jahres. Am Tag des Triumphs von Teamkollege Raul Fernandez hatte der 25-Jährige von Anfang an nichts mit der Spitze zu tun. Am Start konnte er sein Ride-Height-Device erst in Kurve 3 deaktivieren und fiel bereits einige Plätze zurück. Mehr dazu hier:
Deutlich langsamer als Aprilia-Kollegen: Ai Ogura ohne Chance auf MotoGP-Podium
Normalerweise kennen wir Ogura aber als Mann der zweiten Rennhälfte, doch die Aufholjagd blieb diesmal aus. Auf die Frage, ob er ohne seinen Sturz noch auf das Podium gefahren wäre, gibt er eine ehrliche Antwort: "Es wäre sehr schwierig gewesen, das noch zu erreichen. Nach meinem Sturz sah ich mir das Rennen an. Alex [Marquez] hatte sehr gute Pace und holte Bezz [Marco Bezzecchi, Anm. d. Red.] ein. Ihre Pace war sehr gut. Es wäre also höchstens noch Platz fünf möglich gewesen."

Seine Aprilia-Markenkollegen auf den Plätzen eins bis drei waren diesmal einfach deutlich schneller. Das erkannte er bereits am Vormittag: "Dieses Mal war Raul sehr stark. Als ich seine Daten nach dem Warm Up sah, wusste ich, dass es sein Tag werden würde. Mein Ziel war eher Platz drei oder vier, aber auch dafür war ich nicht gut genug."
Ai Ogura trotz verpasster Chance unbesorgt: Wird immer Aufs und Abs geben
Sturz und fehlende Pace: Dennoch macht der erste schwache Sonntag der Saison Ai Ogura keine allzu großen Sorgen. Im Vergleich zu den anderen Aprilia-Piloten seien leichte Formschwankungen weiter zu erwarten: "Wir sind alle sehr eng beieinander. An einem Wochenende sind zwei von uns sehr stark und am nächsten sind es dann die anderen beiden. Es wird Aufs und Abs geben, aber die sind recht klein." Diesmal schlug sein Ab aber punktemäßig stark aus. 9 Zähler nahm Ogura rein vom Samstag mit. Die Bilanz seiner Kollegen in Großbritannien: Martin 32, Fernandez 25 und Bezzecchi 23. Eine ausgelassene Chance an einem von Aprilia dominiertem Wochenende.
Nicht nur Ai Ogura erlebte in Silverstone eine Enttäuschung, sondern auch Marc Marquez und Ducati. Mehr dazu in unserem neuesten Video:



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