Endlich hat George Russell wieder ein Formel-1-Rennen gewonnen. Mit einer kontrollierten Performance setzt er sich in Österreich gegen einen überraschend starken Max Verstappen durch. Von Ferrari war in einem Rennen zum Vergessen in Spielberg nichts zu sehen, sogar die Top-5 waren ein Kampf.
Sieger und Podium: Russell gewann den Start und war ab da fast durchgehend in Führung. Verstappen und Kimi Antonelli versuchten ihn mit etwas anderen Strategien hintenraus noch aus der Reserve zu locken und ließen sich auch nie abschütteln, doch für einen Sieg reichte es nicht. Verstappen rettete sich in der letzten Runde knapp noch vor Antonelli.
Das restliche Ergebnis: Verstappen hatte sich davor früher im Rennen schon einen sehenswerten Zweikampf mit Lewis Hamilton geliefert. Für Ferrari ging es aber durchwegs in die falsche Richtung. Nicht nur Verstappen ging vorbei, überhaupt wurden sie über die Distanz durchgereicht und schafften das Rennen nicht einmal wie alle anderen mit zwei Stopps. Oscar Piastri krallte sich so P4 vor Hamilton.
Isack Hadjar und Lando Norris landeten noch vor Charles Leclerc, der im Nirgendwo ins Ziel kam. Liam Lawson und Arvid Lindblad komplettierten die Punkteränge mit einer perfekte Teamleistung für die Racing Bulls. Audi wurde deutlich geschlagen, wie Alpine und Haas spielten sie im Kampf um die Punkte keine Rolle.
Die Highlights vom Formel-1-Rennen in Österreich
- Russell feiert ersten Sieg seit Australien
- Geupdateter Red Bull glänzt mit toller Pace gegen Mercedes
- Kurzes, aber sehenswertes Duell Hamilton vs. Verstappen
- Ferrari im Renn-Trimm desolat
- Racing Bulls klare Mittelfeld-Spitze
- Miserabler Cadillac - beide Fahrer vor Runde 5 raus
Formel 1 - WM-Stand 2026: Russell geht an Hamilton vorbei
Die WM-Tabelle: Die Ferrari-Pleite bedeutet, dass Russell mit 40 Punkten Rückstand auf Antonelli wieder auf den zweiten WM-Rang klettert. Hamilton fehlen nun schon 46 Punkte. Piastri springt an Norris und Leclerc vorbei auf Rang vier. Mercedes' Vorsprung in der Konstrukteurs-WM wächst auf 98 Punkte.
Formel 1 2026: Gesamtwertung Fahrer und Teams
Hamilton und Verstappen mischen Österreich-Start auf
Der Start: Russell behauptete seine Führung, während es hinter ihm rund ging. Erst einmal zwischen den Ferraris. Charles Leclercs Versuch einer Attacke außen in Kurve 3 öffnete die Tür für Hamilton, der sich in einem engen Zweikampf den zweiten Platz krallte. Antonelli erlebte schwierige erste Kilometer. In Kurve 1, Kurve 3 und nochmal in Kurve 1 rutschte er von der Strecke, letzteres im Zweikampf mit Leclerc.
Dadurch musste er rausnehmen, was Max Verstappen die Tür öffnete. Hin zu Kurve 3 schnappte sich Verstappen auf der zweiten Runde sowohl Leclerc als auch Antonelli und damit den dritten Platz. Die Ferraris konnten aber nicht lange ein hohes Tempo gehen. In Runde 7 knackte Antonelli endlich Leclerc in der vorletzten Kurve und übernahm Platz 4.
Frühes hartes Duell zwischen Hamilton und Verstappen: Und Hamilton wurde davor von Verstappen eingeholt. Das resultierte in Runde 11 in einem kurzen, aber heftigen Duell zwischen den beiden alten Rivalen, bei denen sich beide kurz von der Strecke drückten. Ferrari zog eine Runde später die Reißleine und rief beide Fahrer schon früh zum Stopp, während der Rest unbeeindruckt davon einmal weiterfuhr.
Verstappen ringt Hamilton nach Boxenstopp nieder - dann VSC
Erst in Runde 18 stoppte Verstappen, in Runde 19 folgte Russell. Der Mercedes blieb klar vorne, während Hamilton die Pace einfach nicht gehen konnte. In Runde 22 war Verstappen wieder da, wieder wurde es ein kurzer aber harter Kampf, diesmal mit einem Ausgang zugunsten von Verstappen. In Kurve 5 drückte er sich brutal innen rein und eroberte endlich den zweiten Platz.
Hamilton stoppt bei frühem VSC schon wieder: Antonelli war in der Zwischenzeit draußengeblieben, konnte aber keine guten Zeiten fahren. Nach Runde 24 wurde er reingerufen. Just zu dem Moment rollte Carlos Sainz im Williams mit Elektrik-Defekt auf der Zielgeraden aus, was ein Virtuelles Safety Car nötig machte.
Für Antonelli gerade zu spät, er profitierte kaum und kam hinter Leclerc wieder auf die Strecke. Ferrari wechselte bei Hamilton auf eine aggressive Strategie und nutzte das VSC, um ihm Soft aufzustecken. Keiner der anderen Spitzenfahrer nutzte das VSC, womit Russell nun vor Verstappen, Leclerc, Antonelli, Piastri und Hadjar führte. Hamilton war mit dem Extra-Stopp auf P7 zurückgefallen, aber immer noch dran an der Gruppe.
Russell, Verstappen & Antonelli kämpfen um den Sieg
Hamiltons Soft-Spurt bleibt erfolglos: Die Ferrari-Taktik ging nicht auf. Trotz der Soft kam Hamilton kaum vorwärts, brauchte bis Runde 30 um an Hadjar vorbeizukommen, musste dann Temperatur-Management betreiben, und blieb dann schließlich hinter Piastri stecken. Der McLaren hatte davor schon Leclerc überholt. Die Ferrari-Pace war einfach nicht gut genug. Nach den zweiten Boxenstopps dieses Trio zwischen den Runden 37 und 42 lag Piastri immer noch vor Leclerc und Hamilton.

Mercedes und Verstappen belauern sich strategisch: An der Spitze zeichnete sich mit dem Zerfall des Ferrari-Rennens ein Dreikampf zwischen Russell, Verstappen und Antonelli ab. Verstappen zeigte im Mittelstint mit Top-Zeiten auf und fuhr die Lücke zu Russell auf unter eineinhalb Sekunden zu. Das zwang Russell in Runde 43 als erstes zum Stopp.
Verstappen und Antonelli zogen ihre Stints in die Länge, bis zu den Runden 49 respektive 51, um sich gegenüber Russel einen Reifenvorteil zu verschaffen. Unmittelbar bedeutete das 20 Runden vor Schluss dann aber für Russell einen Puffer von 9 Sekunden auf Verstappen, und von 14 Sekunden auf Antonelli.
Russell bleibt bis ins Ziel cool: Die Aufholjagd von Verstappen und Antonelli war also zu erwarten, doch sie kam nur mühsam in Gang. Russell verlor mit einem kleinen Verbremser in Kurve eins einmal eine Sekunde, sonst aber betrieb er gekonntes Reifen-Management und brachte 1,6 Sekunden vor Verstappen über die Linie. Antonelli schloss immerhin auch noch bis unter eine Sekunde zum Red Bull
Ferrari nirgends, Racing Bulls dominieren F1-Mittelfeld
Ferrari in Österreich völlig zahnlos: Ferraris Tag wurde indessen hintenraus nicht besser. Hamilton überholte dank besserer Reifen in Runde 42 Leclerc und übernahm so P5, aber nach vorn in Richtung Piastri auf P4 ging nichts. Der früher gestoppte Leclerc brach hintenraus richtig ein. In Runde 56 wurde er von Hadjar, dann in Runde 59 von Norris bis auf P8 durchgereicht. Dann kapitulierte er mit einem dritten Stopp endgültig.
Racing Bulls dominieren Mittelfeld in Österreich: Die letzten beiden Punkteplätze wurden von einer im Mittelfeld dominanten Vorstellung von den Racing Bulls abgestaubt. Liam Lawson und Arvid Lindblad waren im Formationsflug den Rivalen davongefahren. Gabriel Bortoleto kam mit Respektabstand auf P11 ins Ziel. Nico Hülkenberg bezwang per Zweistopp-Strategie den dreistoppenden Pierre Gasly.
Eine üble Pleiten-Vorstellung lieferte am Ende des Feldes noch Cadillac ab. Valtteri Bottas stellte nach zwei Runden mit brennenden Bremsen ab. Nach vier Runden folgte Sergio Perez mit Rauch im Cockpit. Auch Lance Stroll gab vorzeitig auf. Fernando Alonso wurde mit Strafe für einen Tempolimit-Verstoß mit drei Runden Rückstand desolater Letzter.



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