Die neue Auto-Generation der Formel 1 stellt einige Piloten vor Probleme. George Russell oder Charles Leclerc bis Silverstone waren prominente Beispiele. Doch wie anders sind die neuen Boliden im Vergleich zu vorigen Generationen wirklich?

Gabriel Bortoleto sieht keine großen Unterschiede, im Gegenteil: "Ich glaube nicht, dass ich meine Fahrweise großartig verändert habe. Ich mag den Begriff 'Fahrstil' nicht, weil ich nicht glaube, dass ein F1-Fahrer so etwas sagen sollte, denn wir sollten in der Lage sein, uns anzupassen."

Bortoleto: Formel-1-Fahrer müssen sich ständig an Autos anpassen

Ein positives Beispiel ist dagegen Kimi Antonelli. Der Italiener hinkte 2025 im Vergleich zu George Russell hinterher und flog teils wegen seiner Fahrtechnik heftig ab. 2026 hat Antonelli Russell dagegen oft im Griff. Ein ähnlich positives Beispiel ist Gabriel Bortoleto.

"Ich denke, wir müssen uns ständig anpassen, oder? So ist die Formel 1. Auch wenn ich sagen würde, dass die Grundlage meines letzten Jahres in meiner Fahrweise immer noch vorhanden ist, muss man sich natürlich hier und da ein wenig anpassen", beschreibt Gabriel Bortoleto.

Im Vergleich zu 2025 steht der Brasilianer im direkten Duell mit Teamkollege Nico Hülkenberg deutlich besser da. An einem besser zum Fahrstil passenden Audi soll das aber nicht liegen. "Ich glaube nicht, dass ich mich stark verändert habe, aber ich habe neue Dinge gelernt, neue Techniken, und die setze ich beim Fahren auf der Strecke um", so Bortoleto.

Allerdings sieht er diese neuen Techniken nicht als zusätzlichen Schweregrad im Vergleich zur alten Auto-Generation, im Gegenteil. "Wir sollten uns an jede Art von Auto anpassen können und daran, wo man fahren muss."

"Deshalb machen wir das, was wir machen, und deshalb sind wir die 22 Fahrer auf der Welt, die Formel 1 fahren", sagt Bortoleto. "Seit letztem Jahr habe ich meine Fahrweise nicht großartig verändert, aber natürlich nimmt man hier und da ein paar Feinabstimmungen vor."

Bortoleto erklärt Fahrstil-Veränderungen wegen neuer F1-Autos

Die Fahrstil-Änderungen ergeben sich zum einen aus der nun fehlenden Ground-Effekt-Technik, mit der die Autos einen Großteil des Abtriebs durch den Unterboden generierten - und dem nun deutlich größeren Elektro-Anteil. "Man muss zum Beispiel am Kurveneingang mehr Gas geben und muss sich am Kurvenausgang weniger Gedanken machen, weil dort keine Energie freigesetzt wird", sagt Bortoleto.

"Oder man muss beim Einfahren tatsächlich etwas vorsichtiger sein, weil eine lange Gerade folgt und viel Energie freigesetzt wird. Da muss man sich anpassen. Letztes Jahr war das immer gleichbleibend."

Andere Änderungen am Fahrstil musste Bortoleto mit dem Audi dagegen nicht vornehmen. "Es wird oft darüber gesprochen, dass manche Fahrer die Kurveneinfahrten richtig hart angehen. Ich glaube nicht, dass das bei uns der Fall ist. Ich bin eher jemand, der es mag, wenn das Heck ziemlich stark ausbricht, aber ich mag es nicht, die Vorderachse zu überlasten, und ich glaube nicht, dass unser Auto dadurch schneller wird."

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