Das Formel-1-Wochenende in Silverstone wird zu einer Sonderlackierungs-Parade. Nach McLaren und Williams hat am Mittwoch auch Cadillac eine Spezial-Bemalung für das Wochenende beim Großbritannien-GP enthüllt. Während die beiden britischen Teams mit ihrer Lackierung ihrem Heimrennen Tribut zollen, steht bei Cadillac natürlich ein anderer Aspekt im Vordergrund.

Die US-Automarke feiert den amerikanischen Unabhängigkeitstag, der am 4. Juli begangen wird, also am Qualifying- und Sprint-Samstag des Wochenendes in Silverstone. Passend dazu hat der MAC-26 seine auf Noblesse bedachte weiße Lackierung abgestreift und sich ganz in die Farben der US-amerikanischen Nationalflagge gehüllt.

Cadillac geht mit den US-Farben All-In

Bereits die Frontflügel-Plates sind von hinten nach vorne in Blau, Weiß und Rot gehalten, wobei das vorderste blaue Plate auch noch mit 50 Sternen verziert ist. Ähnlich geht es dahinter weiter. Die weiße Nase geht vor dem Cockpit fließend über ein Sternemuster in Blau über, ehe sie ab der Höhe des Cockpits wieder die gegenläufige Verwandlung durchmacht.

Die Motorabdeckung ist zunächst weiß, danach hebt sich ein weiß-rotes Streifenmuster von ihr ab, das bis zum Heck intensiver wird und auch den hinteren Seitenkasten ziert. Der Heckflügel ist vorne und an der Seite in sattem Rot gehalten. Auf der Rückseite war der Heckflügel ohnehin immer patriotisch gehalten. Mit einem USA-Schriftzug auf weißem Hintergrund mittig zwischen Rot und Blau. Das 'Dach' der Seitenkästen und die seitliche Lackierung entlang der Nase bleiben Schwarz.

Hier alle Bilder der Cadillac-Sonderlackierung:

Es bleibt nicht nur beim Auto. Auch die Teamkleidung, die Fahrerhelme und die Garagenverzierung werden ein entsprechendes Design erhalten, welches das Team als "zeitlose Inszenierung" bezeichnet, die "einen zusammenhängenden, einheitlichen visuellen Ausdruck des 250-jährigen Jahrestages [der Unabhängigkeit] Amerikas vermittelt."

Teameigentümer und CEO Dan Towriss kommentierte die Sonderlackierung mit den Worten: "Das Wochenende um den 4. Juli ist für uns eine Gelegenheit, unseren anhaltenden Stolz darauf zu zeigen, die Vereinigten Staaten auf der globalen Bühne der Formel 1 zu vertreten. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um den Sport neuen Zielgruppen näherzubringen und unsere Leidenschaft mit ihnen zu teilen."

Cadillac nach Österreich-Desaster im Formel-1-Keller

Cadillac reist nach Silverstone mit dem wohl schwierigsten Rennen ihrer noch jungen Geschichte als Formel-1-Team im Hinterkopf. Bei der Hitzeschlacht in Österreich schafften Sergio Perez und Valtteri Bottas in Summe gerade einmal sechs Runden, ehe sich an den Fahrzeugen beider Fahrer ein Bremsfeuer entwickelte, das sie zum Aufgeben zwang. Und das alles, nachdem bereits in den Trainings Defekte am laufenden Band auftraten.

Teamchef Graeme Lowdon versprach vor Silverstone: "Wir haben hart gearbeitet, um die Probleme zu beheben." Dabei hilft wohl auch, dass auf der Rennstrecke in England die Bremsen kaum zum Einsatz kommen und die prognostizierten Temperaturen am kommenden Wochenende ohnehin um einige Grad niedriger sein sollen als noch am Red Bull Ring.

Lowdon nahm aber auch viel Positives aus Spielberg mit, wo man mit einem groß angelegten Upgrade-Paket aufgeschlagen war. "Wir haben gesehen, dass die Upgrades, die wir nach Spielberg gebracht hatten, positiv waren und unser Ziel in Silverstone ist es, dass wir ein sauberes Wochenende sicherstellen, an dem wir unser Leistungspotenzial maximieren."

Cadillac steht in seiner Premierensaison in der Formel 1 noch ohne einen Punkt da und hat einen 13. Rang als beste Platzierung zu Buche stehen. Aus eigener Kraft sind die Zähler auch nach dem Österreich-Upgrade wohl nach wie vor klar außer Reichweite. Immerhin schaffte es die US-Mannschaft aber in letzter Zeit konstant eine bessere Pace zu zeigen als der noch updatelose Aston Martin.

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