Isack Hadjar lieferte im Formel-1-Rennen in Spa-Francorchamps eine Glanzleistung ab. Weil er vor dem Wochenende in Belgien seine komplette Antriebseinheit wechselte und damit über dem erlaubten Limit lag, bekam er eine Gridstrafe von sage und schreibe dreißig Plätzen. Nur Fernando Alonso, der ebenfalls eine Strafversetzung von zwanzig Plätzen bekam, bewahrte den Franzosen vor dem letzten Startplatz. Hadjar arbeitete sich im Rennen jedoch von Platz 21 nach vorne und belegte durch Safety-Car-Glück, starke Pace und Top-Strategie am Ende den sechsten Platz. Mehr hätte sich der Franzose von diesem Wochenende nicht erhoffen können.

"Es war das beste Resultat, das wir heute erreichen konnten", freute sich Hadjar nach dem Grand Prix von Belgien. "Es gibt nicht viel zu sagen, außer dass es eine perfekte Ausführung war und ich sehr glücklich bin."

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Das Safety-Car zu Beginn des Rennens kam für Hadjar wie gerufen, auch wenn er zu Anfang nicht genau verstand, wieso ihn sein Team so bald an die Box holte. "Ich war ein bisschen verwirrt durch die ganzen Boxenstopps", gibt er zu. "Erst nach ein paar Runden habe ich eigentlich verstanden, warum wir das gemacht haben."

Den Franzosen so früh im Rennen mit halbem Pit-Delta gleich zweimal an die Box zu holen, war eine strategische Meisterleistung. Dadurch hatte er nach drei Runden bereits zwei verschiedene Reifensätze aufgezogen, seinen Pflichtboxenstopp absolviert und noch dazu nur wenig Zeit liegen lassen. "Wir hatten von Beginn an einen klaren Plan für Spa und haben ihn genauso umgesetzt", erklärt Hadjar. "Die Strategie war perfekt und die Pace war stark. Das Safety-Car hat uns die Möglichkeit gegeben, früh zu stoppen, was uns Optionen für später im Rennen eröffnet hat. Es hat einfach alles perfekt zusammengespielt."

Seine Optionen hat er zu Mitte des Rennens noch einmal genutzt. In Runde 20 wurde das virtuelle Safety-Car ausgerufen, um Teile von der Strecke zu entfernen. Hadjar kam ein drittes Mal an die Box und zog neue harte Reifen auf, um noch mehr Rundenzeit rausholen zu können und sich gegen Lando Norris abzusichern. Zu diesem Zeitpunkt lag er bereits auf Platz sieben. "Das Ziel war es, in die Punkte zu fahren, und wir haben mit Platz sechs noch ein paar obendrauf gepackt, um den Nachmittag in Spa abzurunden", erzählt ein zufriedener Hadjar.

Trotz starker Pace: Hadjar frustriert über verpasste Chance

Auch Teamchef Laurent Mekies zeigte sich nach dem Grand Prix sehr glücklich mit der starken Leistung seines Piloten. "Wir haben heute eine etwas untypische Strategie gewählt, aber sie hat Isack die Möglichkeit gegeben, sich gegen Lando abzusichern", so Mekies. "Es war sein bisher bestes Rennen bei uns. Von Platz 21 auf Position sechs vorzufahren ist keine einfache Aufgabe. Es wirkt, als würde er sich in jedem Rennen noch ein Stück weiter verbessern."

Die Tatsache, dass er im Rennen eine starke Pace zeigen konnte, verstärkte im Nachhinein den Frust über die Strafversetzung. "Hätten wir den Motorwechsel hier nicht gehabt, hätten wir uns weiter vorne qualifiziert und dann um ein Podium kämpfen können", ist sich der Red-Bull-Pilot sicher, der sein eigenes Qualifying opferte, um Max Verstappen Schützenhilfe zu geben. Mekies bestätigte seine Annahme.

"Er hatte heute eine richtig starke Pace, dafür dass wir der Meinung sind, dass uns diese energieraubenden Strecken wie Spa nicht gerade liegen. Das hätte für einen Platz auf dem Podium reichen können", ist er sich sicher. Im Gegensatz zu seinem Piloten findet er jedoch ausschließlich positive Seiten an Hadjars Rennwochenende. "Er wird von Mal zu Mal immer schneller. Wir sind also mehr als glücklich mit seinem Fortschritt."

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