Was macht Max Verstappen im Jahr 2027? Darauf haben die Fans der Formel 1 immer noch keine konkrete Antwort. Bei den Gerüchten um einen möglichen Wechsel zu McLaren handelt es sich vielfach um Hirngespinste der Medien, aber eine andere Option besteht durchaus: Der Niederländer könnte aus Frust über das neue Reglement einfach aufhören und sich anderen Motorsport-Kategorien wie seinem Auftritt bei den 24 Stunden am Nürburgring widmen. Der Boss der Königklasse macht sich deswegen aber keine Sorgen.
Chefkritiker Max Verstappen: Stefano Domenicali verweist auf Regelanpassungen für nächste Jahre
Max Verstappen ist mit Sicherheit der schärfste Kritiker der neuen Formel 1. Nachdem zuletzt auf den Kult-Strecken von Silverstone und Spa die besten Highspeedkurven durch das Unwort Energiemanagement ruiniert wurden, sah sich der vierfache Weltmeister nur erneut bestätigt. Seit Saisonbeginn lässt er kein gutes Haar an der Hybrid-Formel. Und selbst wenn Verstappen sich noch einigermaßen zurückhält, dann ist Galgenhumor das Mittel der Wahl. Das alles hinterlässt nicht wirklich den Eindruck, dass der Ausnahmefahrer noch große Lust auf die Königsklasse verspürt. Obwohl sein Vertrag bei Red Bull noch bis 2028 läuft.

Mit dieser unsicheren Lage beim derzeit wohl besten Fahrer wurde natürlich auch F1-Boss Stefano Domenicali konfrontiert. Der Sport könnte eines seiner wichtigsten Aushängeschilder verlieren. Angesichts der bereits beschlossenen Anpassungen beim Motor für die nächsten Jahre meinte der Italiener aber: "Die Fahrer, die bereits die Veränderungen für nächstes Jahr im Simulator gefahren sind, sagen mir, dass es in die richtige Richtung geht. Auch mit Max haben wir das besprochen. Wir sollten nicht vergessen, dass ein Gremium gibt, um solche Regellungen zu ändern, wobei Teams, Hersteller, die FIA und wir uns einigen müssen. Ihr wisst sehr gut, dass wir dabei noch aggressiver vorgehen wollten, aber die Teams das nicht akzeptiert haben."
Domenicali sicher: Verstappen bleibt, aber niemand ist größer als die Formel 1
Entgegen des öffentlichen Eindrucks eines unzufriedenen Max Verstappens versichert Domenicali: "Ich glaube, dass Max glücklich sein wird. Er ist ein unglaublicher Fahrer. Ich habe es schon so oft gesagt, dass ich fast zu alt werde, es weiter zu wiederholen. Max ist in einer Situation...er liebt die Formel 1 und seine Zukunft. Es ist die Zukunft, die wir zusammen mit ihm und durch die Regeländerungen besprochen haben. Ich habe eine fantastische Beziehung zu ihm."

Letztlich ließ aber auch der Boss durchblicken, dass ein Abschied des vierfachen Weltmeisters nicht ausgeschlossen ist: "Natürlich wird er seine Zukunft so entscheiden, wie er es möchte. Im Sport blicken wir nach vorne." Letztlich sei dies für die Königklasse aber auch nicht existenzbedrohend: "Ich habe meine Meinung schon gesagt: Ich denke, dass Max bei uns bleiben wird. Und ich hoffe es auch sehr. Aber der Sport ist groß und viel größer als ein Einzelner. Das gilt für uns alle", stellte Domenicali klar.
Umgekehrt würde es aber auch kein großes Problem für Max Verstappen darstellen. Ihm dürften in der Motorsport-Welt alle Türen offenstehen. Red Bull hingegen stünde vor der unmöglichen Aufgabe, den Unersetzbaren ersetzen zu müssen...
Mit seiner Meinung steht Domenicali übrigens nicht allein da. Auch unser F1-Experte Christian Danner glaubt nicht an einen Abschied von Max Verstappen:



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