+++ Der Bericht zum Rennen in Zandvoort +++

Danke und auf Wiedersehen, Zandvoort

Uns kommen jetzt doch fast die Tränen. Okay, vielleicht nicht so dramatisch. Aber Abschiede sind halt schwer. Wir verabschieden uns jetzt nämlich nicht nur von euch, sondern auch vom Circuit Zandvoort. Sechs wunderbare Rennen hat uns die Dünenachterbahn geliefert, seit sie 2021 wieder im Formel-1-Kalender war. Wir nehmen viel Sand und unvergessliche Bilder von überhöhten Kurven, auf Dünen festsitzenden Fahrern und vor allem orange gekleideten, leidenschaftlichen Armeen von Fans mit, die "Tu Tu TuTu, Max Verstappen" singen. Die Momente, die wir hier erlebt haben, werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Danke, Zandvoort. Es war uns eine Ehre. Hoffentlich dürfen wir dich bald wieder begrüßen. In diesem Sinne an euch und an diese kleine Strecke an der Nordseeküste: Tot ziens! Auf Wiedersehen!

Monza wartet! So geht es in der Formel 1 weiter

Das war es mit dem Formel-1-Sonntag in Zandvoort. Wie geht es jetzt weiter mit der Formel 1? Nächste Woche ist kein Rennwochenende, aber in der Woche darauf. Und es wartet ein absoluter Klassiker auf uns: der Italien GP. Monza, der Temple of Speed, die Heimat von Ferrari und der Tifosi, ruft. Wir wissen jetzt schon, dass Kimi Antonelli vor Heimpublikum sicher nicht von der Pole Position starten wird. Er wird einen neue Antriebseinheit bekommen und damit sein Kontingent von vier Stück für eine Saison überschreiten. Das heißt: zehn Plätze nach hinten. Was wir auch schon wissen, ist, dass das Autodromo in Sachen Energie-Management eine ziemlich traurige Angelegenheit wird. Die wenigen Kurven und die vielen Geraden werden nach viel Superclipping verlangen. Trotzdem ist es der Temple of Speed, das Herz Ferraris und die Stimmung in Italien wird unglaublich sein. Wir freuen uns jedenfalls schon einmal darauf.

Nächstes Jahr wieder Formel 1? Das sagt Tsunoda

Tsunoda konnte sich im eng umkämpften Mittelfeld gut behaupten. Ob es sich mit seiner heutigen Fahrt ein Formel-1-Cockpit für 2027 gesichert hat? "Ich hoffe", so der Japaner, der in Abu Dhabi 2025 sein letztes Rennen fuhr. "Ich habe alles gegeben mit dem einen Rennen, das ich habe. Es wäre sicher besser gewesen, wenn ich Punkte geholt hätte, aber schon gegen das starke Mittelfeld zu kämpfen... Eine Platzierung in der nähe der Punkte, das nehme ich so mit." Die Racing Bulls haben ihre Fahrer für 2027 noch nicht bestätigt. Tsunoda erfüllt derweilen Reserve-Tätigkeiten für die beiden Bullen-Teams. Laut Medienberichten soll sich sein Team derzeit um einen Test in der IndyCar bemühen und in Gesprächen mit dem Team Meyer Shank Racing für ein potenzielles Cockpit in der US-Serie im nächsten Jahr.

Tsunoda verpasst Punkte bei F1-Comeback: Trotzdem sehr lustig!

Yuki Tsunoda machte das Beste aus seinem Formel-1-Comeback in Zandvoort. Ein grandioses Überholmanöver gegen Pierre Gasly blieb unbelohnt, mit P11 verpasst er die Punkte um fast fünf Sekunden. "Ich habe getan, was ich konnte", kommentierte Tsunoda, der nur einen Tag am Simulator und nur ein Training Zeit hatte, um sich auf seinen Einsatz vorzubereiten. "Ich habe das Rennen genossen. Es ist schade, dass ich die Punkte verpasst habe, aber es war richtig lustig. Viele Überholmanöver, das ist etwas, das ich vermisst habe. Das wird definitiv eine der besten Erinnerungen für 2026."

Lawson: Mit so einem Auto willst du weiter vorne sein

In jedem anderen Rennen wäre Liam Lawson mit Platz sieben überglücklich, doch als Hadjar-Ersatz bei Red Bull kann er nicht ganz zufrieden sein. "Es war ein einsames Rennen für mich", so der eigentliche Racing-Bulls-Pilot. "Ich hatte Probleme, mit der Spitzengruppe mitzuhalten. Wir wussten, dass wir hinter ihnen sind, aber dass es so hart wird, hatte ich nicht erwartet." Mit seiner Qualifying-Performance ist er durchaus glücklich, schließlich fehlte ihm nur eine Zehntel auf die Zeit von Max Verstappen. "Es ist ein gutes Resultat, aber wenn du in so einem Auto bist, willst du dich natürlich weiter vorne platzieren", fasst Lawson zusammen. Dennoch kann er aus seinem Einsatz beim A-Team einiges für seine Verpflichtung beim B-Team mitnehmen.

Hülkenberg beschreibt Beinahe-Crash mit Bortoleto

Was mit guten Punkten endete, hätte schon in der ersten Runde vorbei sein können. Dass Hülkenberg nicht mit Gabriel Bortoleto kollidierte, war einer großen Portion Glück und Rennfahrer-Instinkt zu verdanken. "Du bist an dem Punkt nur ein Passagier", beschreibt der Deutsche. "Du versucht, so spät wie möglich zu reagieren und aus Instinkt eine Seite zu wählen. Ich musste abwarten, ob er sich nach oben oder nach unten dreht. Auf einer nassen Strecke ist das nochmal schwieriger. Zum Glück haben konnten wir uns aus dem Weg gehen."

Super Punkte für Hülkenberg!

Nach dem Schreckmoment am Start, bei dem er beinahe seinen drehenden Teamkollegen abgeschossen hätte, darf sich Nico Hülkenberg über ganze vier Punkte freuen. "Das ist super wichtig für mich, für das Team und für die Weltmeisterschaft", meint er über sein zweites Punkteergebnis der Saison und in Folge. "Es bestätigt, dass wir in die richtige Richtung gehen, dass wir gute Arbeit leisten." Auch persönlich sei es ein gutes Gefühl, denn Hülkenberg hatte bis zum Rennen nicht das beste Wochenende, milde ausgedrückt. "Es ist super, am Ende mit etwas Handfestem abzureisen und die Tage mit einem guten Gefühl zu beenden."

Hamilton wünscht sich Mercedes-Herangehensweise

Bei dem ganzen Sauhaufen, der der Ferrari-Kommandostand heute war, überkommt Hamilton die Nostalgie. "Ich sehe mir die Mercedes an und sie regeln das so schnell", schaut der Ferrari-Pilot neidisch zu seinem ehemaligen Rennstall. Als Antonelli mit frischeren Reifen und besserer Pace hinter Russell auftauchte, wurde nicht viel gesprochen. Obwohl sich die beiden in einem WM-Kampf befinden, ließ Russell den 19-Jährigen auf Anweisung vorbei. Bei Ferrari ganz anders: "Das ist hier einfach nicht das Gleiche. Wir lehnen uns zurück und verlieren Sekunden", kritisiert Hamilton die Scuderia. "Darüber müssen wir noch sprechen."

Hamilton: Habe Zeit hinter Charles verloren

Hamilton kam nur 0,849 Sekunden hinter George Russell auf P3 über die Ziellinie. Für ihn ist klar, wieso er nicht am Podium stand: "Die Zeit habe ich hinter Charles verloren. Das hieß, ich musste eine größere Distanz aufholen, um George am Ende noch zu kriegen." Den Mercedes einzuholen, war auch ohne den langsamen Teamkollegen eine Herausforderung. "Wir verlieren im Vergleich zu ihnen hier ungefähr vier Zehntel auf der Geraden", schätzt Hamilton. Er kam Russell zwei Runden vor Schluss wirklich nahe, doch das kurze VSC wegen den Trümmerteilen auf der Strecke verhinderte ein Überholmanöver. "Ich weiß nicht, ob ich ihn wirklich bekommen hätte, dieser Mercedes ist einfach so schnell", sinniert der siebenfache Weltmeister.

Hamiltons beste Funksprüche in Zandvoort

Kommen wir nun zu Lewis Hamiltons Seite der Geschichte. Bevor wir uns seine Stellungnahme nach dem Rennen ansehen, müssen wir zuerst seine ganzen Funksprüche aufrollen. Da hat er in seiner Mieser nämlich einige sehr gute abgesetzt. Nachdem Leclerc endlich vor ihm in die Box abbog, meinte er nur angepisst und sarkastisch: "Großartiger Weg, Zeit zu verschwenden. Gut gemacht, Jungs!" Als er dann auf den alten Hard-Reifen von Norris und Antonelli überholt wurde, fragte er mit den Worten "Benutzt ihr mich als ein Versuchskaninchen oder was zum... Was ist los?" nach einem Reifenwechsel. Die Antwort passte ihm auch nicht. Santi: "Wir würden einen neuen Medium nehmen." Hamilton: "Der hat an Charles nicht gut ausgesehen. Ist der langsamer?" Santi: "Wir sind uns nicht sicher." Ein sehr genervter Hamilton: "Aber ihr habt doch die ganzen Daten, also findet es heraus... bitte."

Hätte Leclerc in Zandvoort Positionen getauscht?

Leclercs mysteriöser Boxenstopp, kurz nachdem sich Hamilton lautstark eine Teamorder wünschte, wirkt verdächtig nach einer umständlichen Art, Positionen zu tauschen, ohne Gemüter zu erhitzen. Laut Hamiltons Zieleinfahts-Funkspruch hat er das Podium dennoch wegen Leclerc verpasst. "Es war ein bisschen unglücklich mit Russell", versuchte es Renningenieur Carlo Santi zu umschreiben. Hamilton antwortet direkt: "Wir hatten kein Pech. Ich habe Zeit verloren und das hat uns P3 gekostet." Wäre der Positionstausch aber für Leclerc in Ordnung gewesen, nachdem er ja ohnehin gegen den frühen zweiten Boxenstopp war? "Ich muss mir die Situation noch einmal anschauen, aber ich wäre happy gewesen, länger zu fahren", will sich Leclerc nicht festlegen.

Leclerc versteht Ferrari-Strategie nicht

Bevor sich Leclerc in den Nachbesprechungen mit dem Teamorder-Drama beschäftigen möchte, macht ihn eine andere Entscheidung stutzig: Er verstand nicht, warum er zum ersten Boxenstopp reingeholt wurde. Mit Antonelli und Norris vor ihm weg, hätte er freie Fahrt und die Rennführung innegehabt. "Das sind die Entscheidungen, über die wir noch sprechen müssen", meinte er nach dem Zandvoort-Rennen. Was ihn noch mehr verblüffte: der zweite Stopp. Er war erst 20 Runden zuvor zum Boxenstopp gekommen. "Was meinst du: Box Box? Wir haben doch gerade erst nach Russell geboxt?" fragte er Ryan Bozzi am Funk. "Wir haben gepusht, um George zum Stopp zu bewegen. Dann kam Lewis und zwei Runden später wurde ich reingeholt. Für mich wäre es wichtig gewesen, ein Reifen-Delta zu Mercedes aufzubauen, um am Ende stärker zurückzukommen. Das haben wir nicht gemacht", hinterfragt er die Ferrari-Strategie.

Leclerc zu Teamorder: Manchmal wird Lewis frustriert sein

Wieder war es Ferrari, die in den Niederlanden das Drama lieferten. Diesmal musste Charles Leclerc nicht von einem Hügel aus das Rennen verfolgen, sondern war in ein Teamorder-Drama verwickelt. Seine Erklärung der Situation: "Ich war auf meine Pace und mein Rennen fokussiert. Ich hatte einen guten ersten Stint. Dann musste ich früh stoppen, um die Jungs vor mir zu undercutten. Das ist ein bisschen das Spiel im Team. Manchmal musst du dich selbst einem Risiko aussetzen. Ja, Lewis war im zweiten Stint stärker, aber so ist das eben. Manchmal werde ich frustriert sein, manchmal wird Lewis frustriert sein."

ALONSOINTS! Erste Punkte für erneuerten Aston Martin

Heute Abend wird es wohl Party in der Garage von Aston Martin geben. Fernando Alonso kam auf Platz neun ins Ziel und holte die ersten Punkte für den rundum erneuerten AMR26. "Ich bin sehr glücklich, glücklich für das Team. Sie haben alle Entscheidungen heute goldrichtig getroffen. Die Strategie war die richtige, der Startreifen waren die richtigen", lobt er sein Team. Alonso machte als einziger Fahrer nur einen Stopp, hatte den Soft-Reifen für 31 Runden und den Hard-Reifen für 37 Runden oben. Damit schob er sich ohne große Manöver in die Top-10 vor. "Wir dachten bei den VSCs darüber nach, reinzukommen, haben uns aber dagegen entschieden", erklärt Alonso. Es ist 2026 sein zweites Punkteergebnis, aber das erste, das nicht mit enorm viel Glück kam. Der in Ungarn rundum erneuerte AMR26 mit dem in Zandvoort gekommenen neuen Honda-Motor scheint zu funktionieren.

Warum war Antonelli plötzlich so langsam?

Kimi Antonelli sprach davon, dass er ab dem zweiten Stint das Gefühl im Auto verlor. Im Rennen funkte er, dass er "aerodynamischen Verschleiß" hätte. Was meinte er damit? "Überhaupt keine Ahnung", gab Toto Wolff zu. "Wir haben (beim Boxenstopp) nichts verändert. Das ist uns schleierhaft." Auch Antonelli betont in der Pressekonferenz nach dem Rennen immer wieder, dass das Team erst in die Analyse gehen muss, um das Problem zu identifizieren. "Es war stressig heute", seufzt Wolff. "Das Auto war schnell genug für den Sieg. Auf dem Hard-Reifen ist die Pace bei beiden rückwärtsgegangen, bei Kimi schlimmer. Deswegen müssen wir mit P2 und P3 zufrieden sein. Wir haben Punkte gegen Ferrari gutgemacht."

Mercedes nur noch zweit- oder drittschnellstes Auto?

Mercedes? Unterlegen? Ja, das war der Wortlaut von Toto Wolff. Der Klassenprimus konnte seiner Ansicht nach im Rennen weder die Pace des McLaren noch des Ferraris halten. Auch Antonelli stimmt zu: "Wir sind sicher nicht mehr das schnellste Auto im Feld. Wahrscheinlich das zweit- oder drittschnellste, zumindest im heutigen Rennen." Das könnte wohl damit zu tun haben, dass die Silberpfeile nur wenig große Updates bringen. McLaren brachte in Ungarn und Zandvoort ein riesiges Paket, dass sie eindeutig weit nach vorne brachte. "Wir kurbeln alles an, damit das schneller läuft", versicherte Wolff. "Es ist ein Entwicklungswettbewerb. Wir müssen noch ein paar Rennen warten." Vor dem Wochenende visierte er die Südostasien-Rennen um Singapur herum als Termin für die neuen Teile an.

Wolff verteidigt Teamorder: George hat das stark gemacht

Ferrari sollte sich bei Mercedes abschauen, wie Teamorder wirklich geht. Kein Boxen, um den Positionstauch per Anweisung zu vermeiden. Einfach anweisen und durchziehen. "Wir haben darüber in der Früh gesprochen", schildert Teamchef Toto Wolff. "Wenn wir miteinander kämpfen, verlieren wir nur Punkte. Kimi hatte einen freien Stopp gehabt, George nicht. Ansonsten hätten wir an beide Ferraris verloren." Dass Russell bis ins Ziel mit einem langsameren Mercedes den dritten Platz halten konnte, obwohl im ein siebenfacher Weltmeister im Heck hing, beeindruckte den Österreich: "Ich bin sehr happy. Wie George sich mit einem total unterlegenen Auto gewehrt hat. Das war wirklich stark."

Ferrari-Teamchef äußert sich zu Teamorder-Drama

Der Funkverkehr bei Ferrari stand im Zentrum der Dramen beim Niederlande GP. Jetzt äußert sich Ferrari-Teamchef Fred Vasseur: "Zu diesem Zeitpunkt dachten wir, wir könnten das Rennen zu Ende fahren", verteidigte er das lange Warten für Hamiltons finalen Wechsel, weswegen sich Hamilton als Versuchskaninchen fühlte. "Dann kam das VSC. Norris war schneller als wir. Klar hat er (Hamilton) Zeit hinter Charles verloren. Aber der kam dann an die Box. Es ist immer einfach, hinterher alles so zu erklären. In dem Moment war es, denke ich, die richtige Entscheidung." Wenigstens war die Ferrari-Pace gut.

Verstappen nach Heim-Crash enttäuscht

"Lasst uns das letzte Rennen unvergesslich machen", sagte Max Verstappen noch vor dem Rennstart. Doch sein letzter Heim-GP ist für den Niederländer zum Vergessen. In der ersten Runde rutschte er in der letzten Kurve auf der weißen Linie aus und crashte heftig in die Wand. "Es war dort noch ein bisschen nass. Dann dachte ich, ich war an einer Stelle, die schon etwas trockener war. Aber ich habe immer noch keinen Grip gehabt. Das war schon ein heftiger Einschlag, aber es war alles in Ordnung", gab Verstappen zumindest gesundheitlich Entwarnung. Emotional schmerzt der Ausfall schon. "Ich bin natürlich enttäuscht", gibt er zu. Doch die Leistung seines RB22 hätte ohnehin nicht zu großen Erfolgen geführt: "Wir waren schon das ganze Wochenende zu langsam." Mehr zu seinem Crash könnt ihr hier lesen:

WM-Verteidigung für Norris wieder realistisch?

Lando Norris konnte seinen Rückstand auf Kimi Antonelli in der WM-Wertung in den letzten zwei Rennen von 101 Punkten auf 83 Punkte verringern. Ist eine Titelverteidigung dank des großen McLaren-Updates wieder in den Karten? "Es hört sich langweilig an, aber ich muss es Rennen für Rennen angehen", will Norris nichts verschreien. "Ich kann nicht so weit vorausdenken. Wir hatten zwei großartige Wochenenden, aber jetzt müssen wir uns wieder sammeln und so viel wie möglich lernen. Es gibt Dinge, die wir besser machen müssen, wenn wir um eine WM kämpfen. Ich bin zufrieden mit dem Team, aber die Resultate kommen schwerer, als ich es gerne hätte. Es gibt noch viele Rennen, viele Möglichkeiten. Wir müssen jetzt die Füße stillhalten und weiterarbeiten."

Russell: Kimi hat es verdient, vor mir zu sein

Im Rennen versuchte George Russell noch, eine Teamorder für seinen Vorteil rauszuschlagen. In Parc Ferme hat er dann kein Problem damit, dass er Antonelli vorbeilassen musste. "Kimi wäre so oder so vor mir gewesen", gibt er zu. "Er hat es verdient, vor mir über die Ziellinie zu gehen. Natürlich willst du für jede Position kämpfen, aber mit seiner Pace auf den neuen Reifen hätte er mich ohnehin überholt. Es war die richtige Entscheidung." Dazu hat er sich mit einem schlechten Start selbst hinter seinen WM-Rivalen befördert. "Kimi und Lando waren am Start unglaublich schnell und Lando war am Ende auch unfassbar. Ich konnte mit meinen alten Reifen kaum mithalten. Ich bin froh, hier zu sein. Es hätte auch anders ausgehen können." Es ist sein erstes Podium seit Silverstone. "Es war ein starkes Wochenende. Ich nehme das Positive mit", meint er abschließend.

Antonelli: George war ein toller Teamplayer

Eigentlich kann Kimi Antonelli mit seinem Ergebnis zufrieden sein: Er kam vor seinen zwei WM-Rivalen über die Ziellinie. Doch er hätte alle Chancen auf den Sieg gehabt. Wären da nur nicht die späteren Stints gewesen: "Es war ein intensives Rennen. Nach dem zweiten Stint habe ich einfach das Gefühl mit dem Auto verloren. Am Ende hat mich dann Lando überholt. Ab da wusste ich, dass ich keine Chance mehr habe." Dass er noch Platz zwei holte, ist seinem Teamkollegen zu verdanken, der ihn auf Anweisung vorbeiließ. "George was ein toller Teamplayer. Ich bin froh, dass er noch auf Platz drei gekommen ist." Ob Russell gerne hört, dass Antonelli schon vor der Teamorder wusste, dass das nichts mehr wird mit dem Sieg?

Fahrer-Vorting Zandvoort: Wer war der beste Fahrer?

Lando Norris hat das Formel-1-Rennen in Zandvoort 2026 gewonnen - aber war ein anderer Fahrer in den Niederlanden besser? Jetzt alle F1-Piloten für das Fahrer-Ranking bewerten!

Norris rühmt sich für Überholmanöver

Lando Norris klopft sich selbst nach dem Rennen kräftig auf die Schulter. Sein Überholmanöver gegen Kimi Antonelli hat den Sieg gebracht, nachdem er beim Restart gepatzt hat. "Ich habe es mir selbst schwer gemacht. Wir haben gut gekämpft, es ist eines meiner besseren Rennen. Das Manöver war super. Ich wusste, dass meine Chance mit jeder Runde hinter Kimi geringer wurden. Dann habe ich gesehen, dass sich Lewis (Hamilton) verteidigt. Ich wusste, dass das meine Chance ist. Ich wusste, ich musste beim Bremsen mutig sein. Das hat mir das Rennen gewonnen. Es war gut gemacht von mir. Ich hatte eine Chance und habe die genutzt."

Antonelli: Strategie war viel zu riskant

Antonelli ist ebenso froh, dass er den zweiten Platz holen konnte, aber anders als Norris hat er keine lobenden Worte für seine Strategie-Abteilung übrig. "Das war zu riskant", kommentiert er am Funk. "Es war ein bisschen zu riskant für uns beide (ihn und Russell)." Er kann seine Führung in der WM zumindest ausbauen.

Norris: Strategie hat mir den Sieg gegeben

Norris ist nach seinem 13. Karriere-Sieg mehr als zufrieden. "Wunderbar", freut er sich am Funk. Seine ersten Worte gelten dem Team: "Sehr gut gemacht. Gute Strategie, die hat mir den Sieg gegeben. Danke Leute." Es ist sein zweiter Saisonsieg, nachdem er bereits das letzte Rennen vor der Sommerpause in Ungarn gewann. "Lasst uns weiter pushen. Es ist nicht leicht. Danke für die harte Arbeit. Lasst uns weiter Upgrades bringen, lasst uns weiter Performance finden. Der Kampf ist noch nicht vorbei", macht er seiner WM-Verteidigung Mut.

ENDE: NORRIS GEWINNT IN ZANDVOORT

LANDO NORRIS GEWINNT DEN LETZTEN NIEDERLANDE GP! Die Statistik bestätigt sich, der Pole-Setter holt den Sieg. Doch das ist nur die Oberfläche eines sehr chaotischen Rennens. Antonelli kommt dank des Platztauschs auf P2 und vor seinem Teamkollegen über die Ziellinie. Russell wird bis zur Ziellinie von Hamilton gejagt, kann sich aber noch aufs Podium retten.

Niederlande GP

Rennen, Runde: 71 / 72, Leicht bewölkt

Lando NorrisMcLaren1
Kimi AntonelliMercedes-AMG   +11.542
George RussellMercedes-AMG   +15.913
Lewis HamiltonFerrari   +16.754
Charles LeclercFerrari   +17.265
Oscar PiastriMcLaren   +32.336
Liam LawsonRed Bull   +79.917
Nico HülkenbergAudi F1 Team   +1 L8
Fernando AlonsoAston Martin F1 Team   +1 L9
Pierre GaslyAlpine   +1 L10
Yuki TsunodaRacing Bulls   +1 L11
Arvid LindbladRacing Bulls   +1 L12
Gabriel BortoletoAudi F1 Team   +1 L13
Franco ColapintoAlpine   +2 L14
Sergio PérezCadillac F1 Team   +2 L15
Carlos Sainz jr.Williams   +2 L16
Alexander AlbonWilliams17
Valtteri BottasCadillac F1 Team18
Esteban OconTGR Haas F1 Team19
Lance StrollAston Martin F1 Team20
Oliver BearmanTGR Haas F1 Team21
Max VerstappenRed Bull22
Positionen Niederlande GP
1Lando Norris
McLaren

3 Stopps
2Kimi Antonelli
Mercedes-AMG
  +11.54
4 Stopps
3George Russell
Mercedes-AMG
  +15.91
3 Stopps
4Lewis Hamilton
Ferrari
  +16.75
3 Stopps
5Charles Leclerc
Ferrari
  +17.26
4 Stopps
6Oscar Piastri
McLaren
  +32.33
4 Stopps
7Liam Lawson
Red Bull
  +79.91
3 Stopps
8Nico Hülkenberg
Audi F1 Team
  +1 L
3 Stopps
9Fernando Alonso
Aston Martin F1 Team
  +1 L
2 Stopps
10Pierre Gasly
Alpine
  +1 L
3 Stopps
11Yuki Tsunoda
Racing Bulls
  +1 L
3 Stopps
12Arvid Lindblad
Racing Bulls
  +1 L
3 Stopps
13Gabriel Bortoleto
Audi F1 Team
  +1 L
4 Stopps
14Franco Colapinto
Alpine
  +2 L
4 Stopps
15Sergio Pérez
Cadillac F1 Team
  +2 L
3 Stopps
16Carlos Sainz jr.
Williams
  +2 L
3 Stopps
17Alexander Albon
Williams

3 Stopps
18Valtteri Bottas
Cadillac F1 Team

3 Stopps
19Esteban Ocon
TGR Haas F1 Team

3 Stopps
20Lance Stroll
Aston Martin F1 Team

3 Stopps
21Oliver Bearman
TGR Haas F1 Team

1 Stopp
22Max Verstappen
Red Bull

0 Stopps

17:16 UhrBis dahin, eine schöne Woche und auf Wiedersehen liebe Formel-1-Fans!

17:15 UhrWir melden uns pünktlich am Freitag zum ersten Training zurück und hoffen, dass ihr auch wieder dabei seid.

17:15 UhrBei uns geht es von 4. - 6. September wieder mit dem Grand Prix von Italien in Monza weiter.

17:15 UhrUnd mit der Siegerehrung geht das Wochenende in Zandvoort zu Ende. Zuerst werden aber noch die Post-Race-Interviews von Jolyon Palmer geführt.

17:13 UhrJetzt geht's für die Fahrer noch zur Waage. Hamilton ist sichtlich sauer - er hätte heute das Podium erreichen können.

17:12 UhrDas nenn ich doch mal einen spannenden Abschieds-Grand-Prix. Ein gebührendes letztes Rennen für Zandvoort, das an Spannung echt einiges zu bieten hatte.

17:11 UhrUnd das war der Grand Prix der Niederlande!

17:10 UhrDamit konnte ein Aston Martin zum ersten Mal in diesem Jahr aus eigener Kraft in die Punkteränge fahren.

17:10 UhrDie letzten drei Punkteränge gehen an Hülkenberg, Alonso (!) und Gasly.

17:10 UhrPiastri wird Sechster. Lawson bringt trotz Strafe seinen siebten Platz über die Ziellinie.

17:09 UhrFerrari geht mit den Plätzen vier und fünf durch Hamilton und Leclerc also leer aus, macht aber trotzdem gute Punkte.

17:09 UhrAntonelli wird Zweiter, Russell erkämpft sich seinen dritten Platz.

17:08 UhrLando Norris hat währenddessen die Ziellinie überquert und gewinnt den letzten Großen Preis der Niederlande!

17:08 UhrLeclerc fährt fast Hamilton rein!

17:07 UhrSainz bekommt für die Aktion mit Albon noch eine Zeitstrafe. Er ist aber ohnehin Letzter.

R 70 / 72: Kurzes VSC wegen Trümmer

Eine kurze VSC-Phase stört das Finale des Niederlande GP. Die beiden Williams-Piloten haben sich in Kurve eins berührt. Albon wollte Sainz überholen, der hat sich mächtig verbremst und sie sind zusammen in den Auslaufbereich gefahren. Dabei verlor Albon einige Teile, die daraufhin auf der Strecke lagen. Marshals mussten das wegräumen, aber das VSC ist schnell wieder weg. Albon musste beenden, genauso wie Bottas und Stroll, die in den vorherigen Runden bereits abstellen musste.

R 69 / 72: 10 Sekunden für Colapinto und Lawson

Franco Colapinto wird für sein zweites Gelb-Vergehen am heutigen Tag mit einer 10-Sekunden-Flagge bestraft. Das dürfte ihn ans Ende des Felds zurückwerfen. Liam Lawson ereilt das gleiche Schicksal. Das dürfte ihn aber nur eine Position zurückwerfen.

R 66 / 72: Platztausch bei Mercedes

So hat sich das Russell gar nicht vorgestellt. Antonelli hat auf ihn aufgeholt und jetzt bekommt Russell am Funk gesagt, dass er ihn vorbeilassen soll. Antonelli hat die frischeren Reifen und ist auch um einiges schneller. Doch Russell passt das gar nicht: "Kämpft er um den Sieg? Oder plant er, Norris zu jagen?", will er wissen. Darauf bekommt er aber keine Antwort. Er lässt seinen WM-Rivalen trotzdem vorbei und sofort ist Lewis Hamilton hinter ihm. Antonelli bleibt aber nicht dran, um ihm einen Vorteil mit dem Overtake-Mode zu geben. Er zieht gleich davon.

R 62 / 72: Gelb-Vergehen für Colapinto und Lawson

Colapinto mag die Farbe Gelb wohl nicht. Er hat sich seine zweite Notierung für ein Vergehen unter Gelb geholt. Er bekam dafür schon zu Beginn des Rennens eine Durchfahrtsstrafe. Er dürfte sich falsch Verhalten haben, als er am stehenden Haas von Esteban Ocon vorbeifuhr. Auch Lawson wurde deshalb notiert.

R 59 / 72: VSC-Ende - Antonelli nutzt Boxenstopp-Chance, Norris besorgt

Auch Antonelli nutzt die Chance für einen billigen Boxenstopp und holt sich einen gebrauchten Soft-Reifen ab. Er ist jetzt auf P3, hinter seinem Teamkollegen. Lando Norris sorgt sich am Funk, ob McLaren hier eine Chance verschenkt, indem sie nicht reinkommen. Das Team meint, sie untersuchen den Fall, doch da wird das VSC schon aufgehoben. Die Entscheidung wurde ihnen genommen. Es sind noch 14 Runden zu fahren. Derzeit führt Norris mit sieben Sekunden vor Russell, der ist vier Sekunden vor Antonelli. Der WM-Leader wird von Hamilton mit zwei Sekunden Abstand gejagt.

R 56 / 72: VSC - Ocon steht in Kurve 3

Gerade waren wir so konzentriert auf den Kampf um die Spitze, steht plötzlich der Haas von Esteban Ocon im Ausgang von Kurve drei. Ein Virtuelles Safety Car wird ausgerufen und neutralisiert das Rennen. Diese Chance nutzt Ferrari für ein zweifachen Reifenwechsel. Hamilton, der sich davor am Funk schon aufregte, ob Ferrari ihn als Meerschweinchen benutzt und wann sie ihn endlich reinholen, bekommt gebrauchte Softs, so auch Leclerc. Warum der reinkommt, wissen wir nicht genau.

R 55 / 72: Norris übernimmt Führung!

Ein epischer Kampf für die Führung! Norris kommt endlich nah genug dran und setzt sich um die volle Drehung der ersten Kurve außen an Antonelli vorbei und reiht sich direkt hinter Hamilton ein. Den Rekordweltmeister hat er wenige Kurven später und übernimmt die Führungsposition.

R 53 / 72: Fährt Hamilton durch?

McLaren glaubt, dass Lewis Hamilton versuchen wird, bis zum Ende zu fahren. Er hat bereits 27 Runden drauf. Direkt hinter ihm kommen Antonelli und Norris sehr knapp an ihn ran. Antonelli kann sich noch mit der extra Energie des Overtake-Modus vor Norris halten.

R 48 / 72: Norris wieder an der Box

Rennführer Lando Norris kommt wieder an die Box und holt sich einen frischen Hard-Reifen. Er kommt dadurch natürlich wieder hinter Antonelli raus, doch setzt sofort zu einer Aufholjagd an. Er ist über eine Sekunde schneller als Antonelli und schließt die Lücke von fünf Sekunden in Rekordzeit auf. Antonelli läuft mittlerweile schon auf Hamilton auf, hat aber Probleme mit dem Heck und muss sich hart gegen Norris verteidigen.

R 44 / 72: Teamorder-Drama bei Ferrari

Wir lassen uns jetzt schon einmal den Begriff "Tomato Rules" schützen. Bei Ferrari gibt es wieder einmal ein Drama um Teamorders. Lewis Hamilton lief auf seinen Teamkollegen auf. Mit frischeren Hard-Reifen war Hamilton schneller und verkündete das auch am Funk. Daraufhin bekommt Leclerc die Anweisung, die Autos zu tauschen. "Was meinst du mit 'Tausch die Autos'? Dann kommt Russell uns nahe!" regt sich der auf. Hamilton verliert dahinter seine Nerven: "Wir verlieren nur Zeit!" So wütend hört man einen sonst so gefassten Hamilton selten. Um die Szene aufzulösen, wird Leclerc zum Boxenstopp geholt. "Toller Weg, um Zeit zu verlieren, Leute. Toll gemacht", kommt der sehr sarkastische Funkspruch von Hamilton.

R 41 / 72: Mercedes boxt doppelt

Mercedes holt beide Fahrer zum zweiten Boxenstopp. Der Abstand zwischen Antonelli und Russell ist groß genug, damit keiner der beiden aufgehalten wird. Beide bekommen neue Hard-Reifen aufgezogen. Antonelli kommt auf P4 wieder auf die Strecke, Russell auf P6. McLaren reagiert nicht sofort.

R 38 / 72: Piastri verwarnt

Oscar Piastri wurde für "driving erratically", also unberechenbares Fahrverhalten mit einer schwarz-weißen Flagge verwarnt. Er soll sich bei der Verteidigung gegen Hamilton erratisch verhalten haben. Die Stewards hatten den Vorfall notiert, werden ihn aber nicht weiter untersuchen. Eine weitere Verwarnung für dieses Vergehen würde eine Strafe bedeuten.

R 37 / 72: Antonelli hängt Norris im Verkehr ab

An der Spitze müssen sich Norris und Antonelli nun durch die Hinterbänkler durchkämpfen. Norris war unter einer Sekunde hinter dem Mercedes, doch verlor den Anschluss etwas. Er verlor seinen McLaren fast in Kurve 14, an der gleichen Stelle wie Max Verstappen. Dann stand ihm Alex Albon vor Kurve drei etwas blöd im Weg. Der amtierende Weltmeister konnte nun wieder etwas aufholen, er ist aber etwas über eine Sekunde hinter Antonelli. Der nächste zu Überrundende vor ihnen ist Gasly.

R 35 / 72: Ferrari vorbei an Piastri

Endlich war Charles Leclerc nah genug dran. Schon mehrere Runden fuhr er im Heck von Oscar Piastri, in Runde 34 roch er seine Chance. Durch Kurve eins und zwei waren sie nebeneinander, im Eingang zu Kurve 3 war Leclerc dann vorne. Piastri versuchte es innen, doch kam nicht vorbei. Der Ferrari ist einfach zu schnell. Das wurde ihm spätestens klar, als Hamilton an genau der gleichen Stelle eine Runde später bei ihm anklopfte und ihn schon vor Kurve drei hinter sich ließ.

R 31 / 72: Tsunoda auf Punktekurs

Jetzt ist auch Tsunoda am Williams vorbei und auf P10. Sollte er diese Position verteidigen, könnte er bei seinem Formel-1-Comeback Punkte holen. Für Hülkenberg heißt der nächste Gegner Alonso. Der Aston Martin fährt mit einem langen Soft-Stint von mittlerweile 29 Runden auf Platz 8. Hülkenberg ist aber fast zwei Sekunden schneller, es wird also nicht lange dauern.

R 29 / 72: Hülkenberg endlich vorbei an Gasly

Hinter der Top-Gruppe ist der Kampf um die letzten Punkteplätze richtig heiß. Schon länger duellieren sich Pierre Gasly und Arvid Lindblad um P11, in der Schikane verbremst sich Gasly dann richtig, was die Tür für Nico Hülkenberg öffnet. Er kann sich auch schnell bei Lindblad vorbei arbeiten. Er steckt eine halbe Runde hinter Carlos Sainz fest, kann sich aber in Kurve eins an ihm vorbeischieben. Damit ist er mit P9 auf Punktekurs. Lindblad hält nun Gasly auf und treibt ihn in die Fänge von Tsunoda, der mit einem mutigen Manöver in der Highspeed-Kurve 7 an ihm vorbeikommt. Die Racing Bulls tauschen daraufhin intern die Positionen.

R 25 / 72: Hamilton jetzt auch an der Box

Obwohl er vor einer Runde noch gesagt hat, dass sich seine 25 Runden alten Soft-Reifen gut anfühlen, wurde Lewis Hamilton von seinem Team wohl darauf hingewiesen, dass er rund 1,5 Sekunden langsamer war als Antonelli und Norris hinter ihm. Er holt sich an der Box einen frischen Hard-Reifen ab. Und wow, ein Boxenstopp unter drei Sekunden. Dass wir das heute noch sehen.

R 22 / 72: Rennspitze kommt zum Reifenwechsel

Jetzt kommt die Rennspitze zum Wechsel: Antonelli und Norris biegen direkt hintereinander in die Boxengasse ab. Jetzt ist es ein Kampf der Boxen-Crews, die heute alle irgendwie nicht so in Top-Form sind. Die Mercedes- und McLaren-Mannschaften sind gleichauf und Antonelli kommt wieder an der Spitze auf die Strecke. Beide haben Hards aufgezogen. Lewis Hamilton führt das Rennen jetzt zwar an, aber er muss noch wechseln. Den Boxenstopp bei Leclerc hat Ferrari zusammen mit Antonelli und Norris bereits absolviert. Der Monegasse hat den Medium drauf.

R 19 / 72: McLaren verpatzt Piastri-Stopp

Als Reaktion auf Russells Stopp holt McLaren jetzt Piastri an die Box. Warum sie ihn von noch relativ frischen Hard-Reifen auf neue Hards wechseln, wenn sie durchfahren hätten können, ist fraglich. Wir können es auch nicht so ganz verstehen. Dazu verpatzt die Crew auch noch den Boxenstopp, Piastri steht über fünf Sekunden. Er kommt über eine Sekunde hinter Russell raus, der in der Zwischenzeit möglichst kompliziert am Audi von Hülkenberg vorbeiging.

R 18 / 72: Russell kommt zum Reifenwechsel

George Russell ist der erste Top-Pilot an der Box. Er tauscht seine Medium-Reifen gegen neue Hards aus. Er kommt dabei hinter Nico Hülkenberg auf Platz neun heraus.

R 14 / 72: Antonelli baut Vorsprung aus

Lando Norris Gamble mit dem Soft-Reifen beim Restart ging nicht auf. Kimi Antonelli entflieht ihm gerade. Der Abstand beträgt schon fast zwei Sekunden. Norris funkt auch, dass er gar keine Pace hat. Antonelli legt währenddessen schnellste Runde nach schnellster Runde auf. Der funkt darüber, dass sein Mercedes "ungewöhnlich" gut ausbalanciert ist. Diese privilegierten Probleme. Zumindest eine Reifen-Entscheidung bei McLaren scheint zu funktionieren: Piastri kann auf P3 mit dem Hard-Reifen sehr ähnliche Rundenzeiten wie die vorderen Zwei fahren.

Verwirrung bei Boxengassenausfahrt

Vor dem Restart hat eine Szene in der Boxengasse für Verwirrung gesorgt. Als die Fahrer für die Formationsrunde nach der roten Flagge aus der Boxengasse fuhr, schaltete die Ampel aus irgendeinem Grund auf Rot. Zu diesem Zeitpunkt darf kein Auto mehr aus der Boxengasse fahren. Einige Autos, von damals Oliver Bearman abwärts haben das aber trotzdem getan. Jetzt wurden der ausgefallene Haas-Pilot und Gabriel Bortoleto dafür notiert. Da es sich aber dabei nicht um einen Fehler der Fahrer sondern um ein Fehler mit der Ampel handeln sollte, sollte es hier nach einer Untersuchung keine Strafen geben.

Durchfahrtsstrafen für Lindblad und Colapinto

Arvid Lindblad und Franco Colapinto wurden für ihre Gelb-Vergehen abgestraft - und das ganz schön hart. Beide bekommen eine Drive-Through-Penalty, also eine Durchfahrtsstrafe. Diese müssen sie sofort absitzen und eine Runde durch die Boxengasse drehen. Größter Profiteur ist Yuki Tsunoda. Er ist mit P9 bei seinem Formel-1-Comeback in den Punkterängen.

RESTART: Antonelli übernimmt Führung

Schlechter Restart für Lando Norris! Er geht weit in Kurve eins, was die Tür für Kimi Antonelli öffnet. Der WM-Leader übernimmt die Führung des Rennens! Norris hängt aber weiter im Heck des Mercedes. Dahinter scheint sein Teamkollege Probleme mit dem Energie-Deployment zu haben. Er hat weniger Energie und muss sich Oscar Piastri geschlagen geben. Hinter ihm lauern jetzt die Ferraris.

Extra-Formationsrunde: Bearman steht

Doch kein Start: Oliver Bearman steht auf der Gegengeraden zwischen Kurve 10 und 11. Er steht dort und kommt nicht mehr weg. Er hat ein Problem mit dem Power-Steering. Zum Glück steht er direkt bei einer Sicherheitslücke und kann schnell weggeschoben werden. Das Feld macht sich währenddessen auf in eine zweite Formationsrunde.

Wer hat seine Reifen geändert?

Gleich starten wir wieder in das Rennen und unter der roten Flagge durften die Reifen gewechselt werden. Erinnerung: Im Rennen müssen mindestens zwei Reifenmischungen verwendet werden. Der Rennanführer hat diese Chance genutzt: Norris fährt mit Soft los. Mercedes hat die Medium-Reifen draufgelassen. Leclerc hat einen neuen Soft drauf und Oscar Piastri hat zur allgemeinen Verwunderung einen Hard-Reifen aufgezogen. Er wird vermutlich damit durchfahren wollen. Lindblad hat neue Mediums oben, gleich wie Colapinto, der für ein Vergehen unter Gelb untersucht wird. Auch Albon auf P13 hat sich für Hards entschieden.

Hülkenberg mit großem Schreckmoment

Den vielleicht größten Schreckmoment seines Jahres hatte Nico Hülkenberg. Bortoleto drehte sich direkt vor ihm. Durch den Rauch, den die bremsenden Reifen verursachten, fuhr Hülkenberg praktisch ins Nichts. Zentimeter trennten ihn schließlich davon, seinen Teamkollegen abzuschießen. "Das war verrückt mit Gabi. Ich wäre beinahe mit ihm gecrasht", kommentierte Hülkenberg viel zu ruhig für uns. Wir hätten uns, ehrlich gesagt, in die Hose gemacht.

Rennen wird fortgeführt

Das Rennen wird um 15:33 Uhr fortgesetzt. Das hat die Rennleitung soeben verkündet. Die Schäden an der Bande, wo Verstappen gecrasht wird, wurden repariert und das Feld macht sich bereits zum Weiterfahren.

Albon schwärzt Ocon an

Direkt nach Verstappens Crash wurde die gelbe Flagge geschwenkt. Alex Albon verlangsamte beim Unfall vorbei nach Vorschrift, wurde nach der Ziellinie aber von Esteban Ocon überholt. "Entschuldigung, aber was Esteban gemacht hat, ist verrückt. Er überholt in der Mitte des Crashs!", schwärzt der Williams-Pilot seinen Konkurrenten sofort an. Die Stewards haben sich den Fall angesehen und werden ihn nicht weiter untersuchen. Arvid Lindblad soll sich aber etwas zu Schulden kommen lassen haben. Er ist wegen eines Vergehens unter Gelb in Untersuchung.

Lawson sorgt sich um Verstappen

Liam Lawson hatte einen Platz in der ersten Reihe für Verstappens Crash. Er kann dem RB22 seines Teamkollegen ausweichen und erkundigt sich gleich am Funk, ob alles in Ordung ist: "Ist er okay? Das war ein verdammt riesiger Crash. Geht es ihm gut?" Sein Renningenieur beruhigt ihn und sagt, dass Verstappen aus eigener Kraft aus dem Auto aussteigt. Auch Pierre Gasly, der direkt hinter Lawson fuhr, konnte Verstappen, der zu diesem Zeitpunkt über die Strecke schlitterte, mit schneller Reaktion ausweichen.

Bortoleto dreht sich ebenfalls

Fast hätte es noch einen zweiten Crash in der letzten Kurve. Gabriel Bortoleto drehte sich ebenfalls auf der noch feuchten Stelle. Er hatte aber nicht so viel Speed drauf wie Verstappen und konnte sich von der Wand fernhalten. Er legte dafür einen 360-Grad-Dreher hin.

Startchaos in Zandvoort

Der Start war generell ein Chaos. Hamilton kam nicht so gut weg, sein Teamkollege hinter ihm dafür umso besser. Leclerc schoss zwischen Piastri und Hamilton hindurch und kollidierte sogar etwas mit Hamilton, während es George Russell auf P2 fast in die Wand schmiss. Er rutschte auf der nassen Strecke beinahe aus. Das löste eine Kettenreaktion nach hinten aus, bei der Oscar Piastri ausweichen musste und fast selbst mit der Wand oder Leclerc kollidierte.

Verstappen entschuldigt sich für Fehler

"Ja, das war es. Ah, Scheiße! Entschuldigung", ist Verstappens Reaktion auf seinen Crash. Es ist ein bitteres Ende für das letzte Heimrennen des ansonsten so talentierten Regenfahrers. Er wurde bereits im Start auf das Gras neben der Strecke gedrückt, um dem Heck von Lewis Hamilton zu entgehen. Dann musste er sich in Kurve drei auch noch gegen seinen Teamkollegen behaupten.

R 3 / 72 - ROT: Verstappen crasht!

Großer Crash von Max Verstappen! Der Lokalmatador kommt in der letzten Kurve auf die rutschige weiße Linie und verliert die Kontrolle über seinen RB22. Er kollidiert hart mit der einen Wand, wird über die Strecke geschmissen und kommt dort komplett zerstört zum Stehen. Verstappen geht es gut. Die Rennleitung unterbricht das Rennen mit einer roten Flagge.

START: Norris behält Führung, knapper Red-Bull-Fight

Lichter aus und los geht's! Lando Norris kommt gut weg, George Russell gar nicht. Er verliert einen Platz gegen Kimi Antonelli. Zwischen den beiden Red Bulls wird es dafür sehr eng durch die ersten Kurven, doch es kommt nicht zum Kontakt.

Formationsrunde hinter Safety Car

Das Formel-1-Feld startet in die Formationsrunde. Die absolvieren die Fahrer hinter dem Safety Car. Warum? Wissen wir selbst nicht genau. Die Strecke ist praktisch trocken, es gibt ein paar feuchte Stellen. Vor allem die letzte Kurve sieht noch nass aus. Aber ein stehender Start ist bestätigt.

Reifenwahl in Zandvoort

Jetzt haben wir auch die Bestätigung: Keiner ist auf Intermediate-Reifen unterwegs, alle haben Slick-Reifen aufgezogen. Die erste vier Fahrer starten auf frischen Mediums, dahinter regieren die Softs. Hamilton und Verstappen haben einen frischen Soft, Leclerc, Lawson, Bortoleto und Lindblad einen angebrauchten. Danach gibt es eine Mischung aus Soft und Medium, mit mehr roten Reifen. Die beiden Cadillacs starten auf Hards.

Zandvoort: Strecke trocknet auf

Und da ist sie, die Sonne. Die Strecke trocknet bereits ordentlich auf und die Konditionen sind gut für Slick-Reifen. Das bestätigte auch der stellvertretende Mercedes-Teamchef Bradley Lord. Es ist also davon auszugehen, dass wir keine Intermediate-Reifen zu sehen bekommen, zumindest nicht am Start. Oder will McLaren den Kanada GP wiederholen? Temperaturmäßig bewegen wir uns bei 30,2 Grad auf der Strecke und 17,7 Grad in der Luft. Wind ist derzeit gerade nur leicht, aber das wird sich öfter noch ändern.

Klebearbeiten bei Lawson

Liam Lawsons Ausflug durch den Kies hat Folgen: Die Mechaniker sind fleißig an seinem RB22 am Schaffen, um die Schäden am Unterboden zu kleben. Es ist also zu erwarten, dass er einen Verlust von Performance haben wird.
Schaden am Unterboden von Liam Lawsons Red Bull
Die Schäden an Lawsons Unterboden, Foto: Motorsport-Magazin.com

Norris erwartet nassen Start

Die heißeste Frage kurz vor dem Start: Welcher Reifen ist der beste? Es hat aufgehört zu regnen und die Strecke trocknet wieder ein bisschen. Pole-Setter Norris schätzt die Lage kurz vor der Hymne so ein: "Es ist nicht so schlimm, wie es aussieht. Aber es hat viel geregnet, seit wir (mit den Sichtungsrunden) gestoppt haben. Wir erwarten einen nassen Start." Auch Teamkollege Oscar Piastri ist ähnlicher Meinung: "Dass es jetzt in den nächsten 15 Minuten auftrocknet, wäre beeindruckend. Aber wir werden sehen. Für mich ist es eine Chance, also ich freue mich drauf.

Perez startet aus Boxengasse

Das Wetter ändert sich gerade minütlich. Was wir jetzt schon sicher sagen können, ist, dass Sergio Perez das Rennen aus der Boxengasse starten wird. An seinem Cadillac wurden Änderung am Aufhängungs-Setup getätigt. Das ist gegen Parc-Ferme-Vorgaben. Davon profitiert aber keiner, denn Perez wäre so oder so von P22 gestartet.

Lawson räubert durch Kies

Okay, es ist wirklich rutschig. Liam Lawson kommt auf der Sichtungsrunde in der vorletzten Kurve auf den Intermediate-Reifen von der Strecke ab und muss durch den Kies fahren. Die dort zusammengeklebten (damit sie nicht vom Wind nicht verweht werden) Steinchen sind auch kein guter Untergrund für Formel-1-Autos - dort haben sich bereits Kimi Antonelli und Carlos Sainz nachhaltige Schäden geholt. Da wird bei Red Bull jetzt fleißig gearbeitet werden.

Heikle Entscheidung über Startreifen

Gerade bei diesen ungewissen Konditionen kann der Startreifen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Es kommt viel darauf an, ob es nun weiter regnet oder ob es in der halben Stunde vor dem Start noch auftrocknet. Es regnet auf jeden Fall immer noch ziemlich und die Piloten sind auf Regenreifen draußen. Max Verstappen hat sogar Full-Wets aufgezogen. So extrem sind die Bedingungen nicht, er wird nur nicht die Intermediate-Reifen anbrauchen wollen. Der Gischt nach ist die Strecke durchaus nass. Es wirkt zu rutschig für Slick-Reifen.

Regen in Zandvoort!

Kann es sein? Ist es wirklich so? Wir können unseren Augen kaum glauben, aber es regnet in Zandvoort! Tatsächlich kommt es richtig kräftig runter. Die Fahrer sind bei ihren Sichtungsrunden gerade auf Intermediate-Reifen draußen. Die Zelte auf der Startaufstellung sind bereits aufgestellt. Sollten wir jetzt wirklich endlich, nach so viel Diskussion und Spekulation und amateurhafter Meteorologie, einen nassen Start bekommen? Es sieht derzeit danach aus. Aber das Wetter kann bekanntlich schnell umschlagen. Wir vertrauen dem Ganzen noch nicht wirklich.

Wie werden sich Tsunoda und Lawson schlagen?

Interessant dürfte der heute GP zumindest für die Teams des Red-Bull-Kosmos werden. Nicht unbedingt in Sachen Auto-Leistung, sondern was die Fahrer angeht. Isack Hadjar muss das Zandvoort-Wochenende wegen einer Handverletzung aussitzen und wird beim A-Team durch Racing-Bulls- und Ex-RBR-Pilot Liam Lawson ersetzt. Der machte bisher eine gute Leistung und war nie weit von Max Verstappens Rundenzeiten entfernt. Seinen Platz beim B-Team übernimmt Reserve Yuki Tsunoda, der ebenfalls eine gute Form abgibt. Vor allem wenn man bedenkt, dass er noch nie in einem echten 2026er Boliden saß und wegen des Sprint-Formats nur eine Trainingssession hatte. Mehr zu Lawsons Leistung im Qualifying könnt ihr im unten verlinken Artikel lesen:

Sprint macht keine Hoffnung auf Rennen

In Zandvoort wurde an diesem Wochenende zum ersten Mal ein Sprint veranstaltet. Der machte auch klar, warum in Zandvoort bisher noch kein Sprint ausgetragen wurde. In 24 Runden gab es zwei relevante Überholmanöver. Puh. Das machte den Formel-1-Fahrern keine Hoffnung auf ein spannendes Rennen. Doch ganz so trüb dürfte es für den Grand Prix nicht aussehen: Im Sprint starteten fast alle auf der gleichen Reifenmischung. Das dürfte im Rennen mit unterschiedlichen Boxenstopp-Strategien anders sein. Außerdem regt die überholfeindliche Strecke zu Kreativität an. Letztes Jahr ging Charles Leclerc in einem unfassbaren Manöver in der Schikane an George Russell vorbei. Es bleibt also abzuwarten, wie spannend es wird.

Wer ist der Favorit in Zandvoort?

Jetzt stellt sich natürlich noch die Frage: Wer gewinnt den finalen Niederlande GP? Das haben wir uns auch gefragt. Als Pole-Setter sieht Lando Norris auf dem überholfeindlichen Kurs nach dem sichersten Tipp aus. Doch Norris hat historisch ein Problem mit Starts. Dazu kommt, dass McLaren nach dem Sprint an ihrer Rennpace hadert. Was für und gegen den nächsten Norris-Sieg spricht, haben wir im Favoritencheck analysiert.

Zandvoort-Rennen live im TV und Stream

Das letzte Rennen in Zandvoort darf man als Formel-1-Fans natürlich auf gar keinen Fall verpassen. Bei uns im Liveticker bekommt ihr alle wichtigen News geliefert. Wer aber noch die visuelle Komponente braucht, kann sich das Rennen live im TV oder Stream anschauen. Wir haben alle Möglichkeiten für euch im Überblick:

Formel 1: Der finale Niederlande GP

Hallo und herzlich Willkommen in unserem Rennticker! Wir begrüßen alle, die neu dabei sind, herzlichst und freuen uns über diejenigen, die von unserem Liveticker vor dem Formel-1-Rennen dazugekommen sind. Falls die Neuzugänge noch einmal alle nötigen Infos von den Vorbereitungen auf den letzten Niederlande GP nachlesen wollen - wie zum Beispiel den emotionalen Abschiedsbrief von Jan Lammers oder was die Fahrer während der Fahrerparade zu ihren Chancen gesagt haben -, könnt ihr das hier: