Mit einer Glanzvorstellung im letzten Stint auf den harten Reifen sicherte sich Lando Norris den Rennsieg in Zandvoort. Lange Zeit schnupperte der McLaren-Pilot an der Führung von Kimi Antonelli, konnte dem WM-Leader bis zum letzten Drittel des Rennens aber nicht gefährlich werden. Erst als Antonelli auf den harten Reifen Probleme bekam, konnte Norris Zeit gutmachen und in der Tarzan-Kurve an ihm vorbeigehen.

Das virtuelle Safety-Car, ausgelöst von Esteban Ocon in Runde 54, kam für Antonelli wie gerufen. Er fuhr an die Box und holte sich neue weiche Reifen, kam aber hinter seinem Teamkollegen George Russell wieder raus. Mercedes löste das sich anbahnende Duell zwischen den beiden Piloten mit einer Teamorder und schickte den Italiener an Russell vorbei. Damit sicherte er sich den zweiten Platz im Rennen.

Nicht ganz so reibungslos fuhr George Russell seinen dritten Platz ins Ziel. Zum Zeitpunkt der Teamorder hatte der Mercedes-Pilot schon stark beanspruchte Reifen und musste sich damit in den letzten sieben Runden noch gegen beide Ferrari-Piloten hinter ihm verteidigen. Russell konnte sich aber die überholfeindliche Strecke in Zandvoort zunutze machen und Hamilton und Leclerc hinter sich halten.

Lewis Hamilton stieg sichtlich sauer aus seinem Cockpit aus. Der Ferrari-Pilot brachte zwar den vierten Platz ins Ziel, hatte aber das Gefühl, von seinem Team im Kampf um das Podium im Stich gelassen worden zu sein. Bereits in Runde 44 verlor er auf seinen neuen harten Reifen massiv Zeit , weil er hinter seinem Teamkollegen feststeckte. Ferrari orderte Leclerc zwar an die Box, um Hamilton freie Fahrt zu geben, der Monegasse widersetzte sich jedoch der Anweisung und kam erst eine Runde später an die Box. Hamilton verlor dadurch seine Chance auf das Podium. Charles Leclerc beendete das Rennen knapp hinter Hamilton auf Platz fünf.

Oscar Piastri fuhr mit knapp fünfzehn Sekunden Rückstand über die Ziellinie. Der Australier hatte, wie Norris im Sprint, mit seiner Rennpace zu kämpfen und kam dreimal zum Boxenstopp - wenn man den Stopp unter roter Flagge nicht mitzählt. Durch seine lange Standzeit und die fehlende Leistung war sein Rennen schon nach dem ersten Stopp so gut wie gelaufen.

Liam Lawson konnte heute erhobenen Hauptes aus Zandvoort abreisen. Im RB22 fuhr der Neuseeländer auf den siebten Platz und konnte diesen auch trotz einer 10-Sekunden-Strafe noch behalten. Hinter ihm beendete Nico Hülkenberg das Rennen auf Platz acht. Der Audi-Pilot erlebte bereits in der ersten Runde eine Schrecksekunde, nachdem er fast seinen sich drehenden Teamkollegen gerammt hätte.

Platz neun geht an einen sichtlich zufriedenen Fernando Alonso im Aston Martin. Zum ersten Mal in dieser Saison schaffte er es aus eigener Kraft in die Punkteränge und lieferte ein starkes Rennen ab. Sowohl die Pace als auch die Strategie stimmten heute zusammen, wodurch er sich und dem Team nach dem zehnten Platz in Monaco zwei weitere Punkte sichern konnte. Pierre Gasly holte sich den zehnten Platz und damit den letzten WM-Zähler in diesem Rennen.

Wer hat das F1-Rennen in Zandvoort gewonnen? Das Ergebnis:

PlatzFahrerTeamRückstand
1Lando NorrisMcLaren
2Kimi AntonelliMercedes+11.536
3George RussellMercedes+15.906
4Lewis HamiltonFerrari+16.755
5Charles Leclerc Ferrari+17.258
6Oscar PiastriMcLaren+32.332
7Liam LawsonRed Bull+79.915
8Nico HülkenbergAudi+112.592 (1L)
9Fernando AlonsoAston Martin+124.936 (1L)
10Pierre Gasly Alpine+126.183 (1L)
11Yuki Tsunoda Racing Bulls+130.865 (1L)
12Arvid LindbladRacing Bulls+142.223 (1L)
13Gabriel BortoletoAudi+142.778 (1L)
14Franco ColapintoAlpine+174.329 (2L)
15Sergio PerezCadillac+212.377 (2L)
16Carlos Sainz Williams+224.066 (2L)
17Alex AlbonWilliamsDNF
18Valtteri BottasCadillac DNF
19Esteban OconHaasDNF
20Lance Stroll Aston MartinDNF
21Oliver BearmanHaasDNF
22Max Verstappen Red BullDNF

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Lokalmatador Max Verstappen hätte sich für das letzte Rennen in seiner Heimat sicher einen besseren Ausgang erhofft. Nach einem guten Start sah für den Niederländer auch eigentlich noch alles gut aus - bis dann die letzte Kurve kam. Da es eine halbe Stunde vor dem Start regnete, war die Strecke an dieser Stelle noch leicht nass, wodurch Verstappen sein Heck verlor und zuerst in die linke Mauer einschlug, bevor er quer über die Strecke in die Boxenmauer krachte. Er blieb dabei unverletzt, sein Auto musste jedoch abtransportiert werden, was zur roten Flagge und zur Rennunterbrechung führte.

Gabriel Bortoleto tat es ihm fast gleich, konnte sein Auto aber noch abfangen. Dabei hatte der Audi-Pilot großes Glück, denn direkt hinter ihm kam sein Teamkollege Nico Hülkenberg angeflogen, der gottseidank in letzter Minute noch ausweichen konnte. Ansonsten wäre er dem Brasilianer direkt in die Seite gekracht.

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