+++ Der Bericht zum Spanien GP +++
Das war das Formel-1-Debüt des Madring!
Das war es mit dem Spanien-GP auf dem Madring. Eine tolle Qualifying-Strecke, eine schlechte Rennstrecke. Hoffen wir, dass sich die Veranstalter die Kritiker der Fahrer zu Herzen nehmen und umsetzen, denn der Madring ist bis mindestens 2035 fix im Kalender verankert. Wir verabschieden uns jetzt aus der spanischen Hauptstadt. Danke fürs Mitlesen, es war uns wie immer ein Volksfest. Haltet heute und in den nächsten Tagen noch Ausschau auf unserer Website, da sind einige richtig gute Artikel in Arbeit, die euch sicher interessieren werden. Falls ihr nichts verpassen möchtet, folgt uns auf YouTube, unseren Social-Media-Kanälen sowie auf unserem WhatsApp-Channel. Die Formel 1 macht jetzt eine Woche Pause, bevor es in Baku mit dem Aserbaidschan-GP in den ersten Herbst-Triple-Header geht. Ja, richtig gelesen. Nach dem Dreierpack Baku-Sepang-Singapur haben wir ein freies Wochenende, bevor es mit Austin-Mexiko-Brasilien weitergeht. Bis dahin wünschen wir euch einen schönen Abend, eine schöne Zeit und viel Spaß beim Lesen unserer Artikel! Bis zum nächsten Mal!
Madring verbessern? Fahrer haben Vorschläge
Also neben einer Schnarchnummer war der Spanien-GP auch eine schmerzhafte Angelegenheit für die Fahrer. Dass wir jetzt praktisch ein zweites Monaco auf dem Kalender haben, ist aber gar nicht gut. Das sehen die F1-Fahrer auch so. Sie haben schon Vorschläge, wie man die Strecke verbessern könnte: keine angewinkelten Bremszonen, damit man in Kurven hineinstechen kann, zum Beispiel. "Weg mit Kurve 18 und 19", fordert Lando Norris. "Man sollte da mehr Gerade in eine Haarnadeln hinein machen. Ich weiß nicht, wie jemand das jetzige Design anschaut und sagt: Super!" Das ist aber nicht so einfach, denn diese beiden Kurven existieren, weil sie am Veranstaltungsgebäude IFEMA, auf dessen Gelände sich die Strecke befindet, vorbeiführen. Das Gebäude kann man nicht einfach wegreißen.
Russell und Bortoleto klagen: Madring macht Kopfschmerzen
Das war also das erste Rennen auf dem Madring. Fazit: Naja. Nico Hülkenbergs Vergleich mit "Monaco aber konstant 300 km/h" ist ziemlich passend, denn zwischenzeitlich war das Rennen zum Einschlafen. Und nicht nur das: Die Fahrer klagten nach dem Rennen auch über Kopfschmerzen. "Wenn du 60 Runden über diese Kerbs krachst, dann fängt dein Kopf an, wehzutun", beschreibt Russell. Gabriel Bortoleto hebt dabei vor allem die Schikane von Kurven 5 und 6 hervor, bei denen die ideale Rennlinie direkt über die Kerbs führt. Dort heben die Autos teilweise komplett vom Boden ab. "Wenn du dort 50-mal drüber springst, bekommst du Kopfschmerzen. Es ist also nicht das leichteste Rennen für unsere Körper", so der Audi-Pilot.
Leclerc: Ferrari hat kein Problem im Rennen, aber...
Leclerc ist zufrieden mit seinem vierten Platz und generell mit der Performance seines SF-26 im Rennen. Für ihn ist die Krux woanders: "Wir verlieren die Ergebnisse nicht am Sonntag, sondern am Samstag. Dort fehlt uns die Performance im Vergleich zu den anderen", kritisiert er die Qualfying-Leistung von Ferrari. Ganz eitel Wonne ist der Sonntag aber auch nicht: "Im Rennen sind wir stark, aber auch zu schwach, um zu überholen."
Leclerc: Würde alles genau so wieder machen
Ferrari ist bekannt für ihre oft fragwürdigen Strategien, doch für Charles Leclerc hat die Taktikabteilung in Spanien alles richtig gemacht. "Wenn ich das Rennen noch einmal fahren müsste, würde ich wieder genau das Gleiche tun. Wäre ich auf Soft gestartet und dann auf Hard gegangen, wäre ich auch P4 geworden. Mit Hard-Soft haben wir auf ein Safety Car gehofft, das aber nie kam. Es ist schade, aber wir haben auf Glück am Schluss gehofft und hatten es einfach nicht."
Mercedes-Strategie: Was hätte man mit Russell machen können?
Beim Spanien-GP trat Russell eigentlich auf der Stelle. Sein einziger Platzgewinn war, weil Lewis Hamilton vor ihm ausfiel. Im Rennen hinterfragte er die Strategie (Start auf Hard, Wechsel auf Medium unter VSC in Runde 14, dann wieder Hard in Runde 28), doch nach dem Rennen sah er, dass Mercedes die Hände gebunden waren. "Vielleicht hätte ich beim VSC wie Leclerc draußen bleiben können, aber ich wäre dann trotzdem hinter ihm gelandet. Vielleicht hätte ich nicht wieder auf den Hard-Reifen wechseln sollen, aber am Ende hätte es mich immer wieder auf die gleiche Position gebracht. Du kannst hier nicht überholen, das ist schade", so Russell.
Russell hat WM-Traum endgültig aufgegeben
Monza scheint George Russell gebrochen zu haben. In Madrid kam er nach dem ersten Training nicht einmal mehr in die Nähe von Antonelli und mit P5 hat er wieder Punkte auf seinen WM-Rivalen einbüßen müssen. "Ich muss einfach weiter pushen", wiederholt er das Mantra, das er den Medien schon seit Wochen vorsagt. Nach dem Spanien GP hat er seinen Traum vom WM-Titel komplett abgeschrieben: "Ich muss mich auf meine Performance konzentrieren und weiter versuchen, dem Team zu helfen. Wir sind gut dran, die Konstrukteurs-WM zu gewinnen, und realistisch betrachtet habe ich keine Chance mehr auf die Fahrer-WM. Deshalb kann ich mich auf ein Rennen nach dem anderen konzentrieren."
Antonelli wird extra für VSC langsamer
Zu sagen, dass Kimi Antonelli den Sieg heute geschenkt bekam, wäre nicht richtig. Er hat seine Reifen hevorragend gemanagt und ist das Rennen trocken und sauber heruntergefahren. Trotzdem hat der Zeitpunkt des VSCs einen erheblichen Beitrag zu seinem Sieg geleistet und ihn möglich gemacht. Die Chance, unter Gelb an die Box zu kommen, hat er sich schlauerweise selbst gegeben: "Für mich was das Timing gerade noch so gut, weil Bono (sein Renningenieur) hat mir beim Anfang des letzten Sektors gesagt, dass es vielleicht ein virtuelles Saferty Car geben könnte", erzählt der WM-Leader. "Deshalb bin ich absichtlich ein bisschen langsamer geworden, um zu sehen, ob ich das VSC abpassen kann, bevor ich an der Boxengasseneinfahrt vorbei bin. Das hat sehr gut für mich geklappt." Antonelli ist überzeugt, dass er sich den Sieg so erschlichen hat und Norris den Pokal mehr verdient hätte.
Colapinto: Von Zero in Monza to Hero in Madrid
So schnell kann sich die Formel-1-Welt in einer Woche ändern. Nachdem er wegen eines Fehlers, der ihm vielleicht ein Podium aber zumindest ordentlich Punkte kostete, in Monza vor den TV-Kameras mit den Tränen kämpfte, fährt Franco Colapinto in Madrid wieder in die Punkte. Mit Platz sieben hilft er Alpine, in der WM auf die Racing Bulls aufzuholen. "Ich bin sehr glücklich mit dem Resultat", meint ein sichtlich erleichterter Colapinto nach dem Rennen. "Das Team hat gute Arbeit geleistet, wir haben alles maximiert, ich bin sehr stolz und freue mich, was die Zukunft bringt." Der in Zandvoort rundum erneuerte A526 hat das Team im Mittelfeld wieder nach vorne katapultiert. "Ich fühle mich wieder gut im Auto, ich lerne und verbessere mich. Ich glaube, dass wir diesen Schwung in die nächsten Rennen und den Rest der Saison mitnehmen können."
Audi-Updates in Aussicht: Besserung in Baku?
Hülkenberg freut sich jetzt schon das nächste Rennen, den Aserbaidschan-GP. Dort hat Audi nämlich endlich wieder einmal ein Update im Gepäck. "Wir haben seit einer Weile keine neuen Teile mehr gebracht, deswegen ist es etwas schwierig, dort wo wir jetzt in der Hackordnung sind", meint Hülkenberg. "Wir brauchen etwas mehr, um konkurrenzfähig zu bleiben und am besten sogar etwas voranzukommen. Wir werden sehen, was kommt." Audi kämpft in der Konstrukteurs-WM mit Haas um Platz 7. Alpine auf P6 ist mit 68 zu Audis 17 Punkten schon enteilt.
HÜLKENPOINTS! Audi-Crew bekommt Lob
Nico Hülkenberg konnte sich am Ende nicht gegen Arvid Lindblad durchsetzen, aber dank Pierre Gaslys sehr spätem Stopp kam er trotzdem noch in die Top-10. "Es war ziemlich statisch", lautet das Fazit des Deutschen, der auf dem Soft-Reifen ins Rennen ging. "Das VSC war genau in unserem Fenster. Beim Boxenstopp haben wir dann ein Auto überholt, Ocon. Das war sehr wichtig, weil er dann wirklich langsam war und wir davonziehen konnten. Also gute Arbeit an die Crew." Von dort an wurde es zach für ihn. Überholen war im Mittelfeld, wo jeder ungefähr die gleiche Pace fährt, unmöglich. "Besonders die Racing Bulls und die Alpine, die sind vielleicht ein bisschen schneller. Aber es ging nur darum, die Reifen zu managen und es bis ans Ende zu schaffen", so Hülkenberg.
Schmerzhaftes Rennen für Piastri
Der eine verliert den Sieg, der andere verliert schon in Runde eins: Heute ging wirklich nichts für die Papaya-Mannschaft. Oscar Piastri kam im Startgetümmel mit George Russells Hinterreifen in Kontakt und machte sich so seinen Frontflügel kaputt. Diesen Schaden trug er das ganze Rennen über mit: "Es war ziemlich schmerzhaft, von Runde eins weg schon. Es war nicht viel, dass ich tun hätte können. Der Zeitpunkt des VSCs war nicht ideal." Piastri fuhr mit dem harten Reifen weg, das frühe Safety Car war für seine Strategie viel zu früh für einen Boxenstopp. Deshalb blieb er draußen, weshalb sein Flügel auch nicht repariert werden konnte. "Es war nicht gut, dass ich den Schaden das ganze Rennen lang mitgeschleppt habe. Es war ein schwieriger Nachmittag", summierte Piastri und hofft, dass er nun zumindest das Auto etwas besser kennengelernt hat.
Hamilton nach DNF: Auto war gut genug für Sieg
Auf der einen Seite der Ferrari-Garage hängen die Mundwinkel tief nach unten. Lewis Hamilton fiel zum ersten Mal in dieser Formel-1-Saison frühzeitig aus. Nach nur sechs Runden muss er wegen Bremsproblemen abstellen. "Das Pedal hat nicht mehr funktioniert", hält er seine Erklärung kurz. Dem Team macht er keinen Vorwurf für die Probleme und trauert der verflossenen Chance hinterher: "Das Team hat einen großartigen Job gemacht. Ich bin traurig für sie, weil wir die Punkte heute nicht maximieren konnten. Das Auto heute wäre gut genug für den Sieg gewesen. Leider hat das nicht geklappt."
Verstappen und Norris überzeugt: Zwischen uns gab es keinen Kampf
Nach einem Durchhänger zur Rennmitte nahm die Spannung gegen Ende wieder zu, als Norris auf Verstappen aufholte. Mehrere Runden hing er im Overtake-Fenster des RB22, doch zum wirklichen Angriff kam es nie. Deshalb sind beide nach dem Rennen überzeugt, dass es kein wirklicher Kampf war. "Das war kein Duell, weil es keine Chance zum Überholen gibt", sich Verstappen sicher und versteckt seine Kritik am Madring gar nicht. Norris stimmt zu: "Das war kein Kampf." Zumindest konnten wir uns alle für ein paar Runden einreden, dass es einer war, um die Sache wieder spannend zu machen.
Hätte Verstappen die Position an Hamilton zurückgeben sollen?
Die Schlüsselszene beim Start war, als Red Bull Max Verstappen dazu anwies, Lewis Hamilton, der zu diesem Zeitpunkt zwei Plätze hinter Verstappen war, vorbeizulassen, weil das Team Angst hatte, eine Strafe zu bekommen. Das kostete Verstappen ordentlich Zeit, weil Hamilton dann auch ein Bremsproblem bekam und langsam wurde. Hätte er das also nicht machen sollen? "Wenn ich es nicht gemacht hätte, hätten wir eine Strafe bekommen. Ich hatte keine Chance", verteidigt Verstappen die Entscheidung des Teams. Ob es richtig war, weiß er selbst nicht. Er schiebt die Verantwortung von sich weg: "Keine Ahnung, was muss ich da machen? Wenn die sagen, dass ich das machen soll, dann muss ich das machen."
So denkt der Mercedes-Teamchef über Antonellis WM-Chancen
Trotz aller Nervenschwäche ist Wolff sehr zufrieden mit der Leistung von Kimi Antonelli: "Er hatte Pace hinter Norris und dann auch erstmalig das Glück des Tüchtigen mit dem VSC. Das Ende war dann solide, als er hinter Leclerc hergefahren ist. Nicht zu viel pushen, nicht die Reifen killen. Das hat er gemacht." In der WM sieht es rosig auf für Mercedes: Ihr größter Rivale Lewis Hamilton schreibt heute eine Nullnummer und Antonelli kommt dem Titel immer näher. "Es ist ein gewaltiger Schritt. Aber er soll sich nicht zu sehr ablenken lassen, sondern weiter punkten. Erst wenn es mathematisch nicht mehr möglich ist, zu verlieren, kann er sich zurücklehnen", so Wolff, der schon sechs Fahrertitel auf seinem Konto hat.
Wolff kriegt bei Antonelli schwache Nerven
Für Toto Wolff war es wieder einmal ein toller Tag. Nicht nur hat sein Schützling das Rennen gewonnen, sein Sohn Jack hat heute auch seine erste Kart-Meisterschaft gewonnen. "Doppelsieg heute", freut sich der stolze Papa des amtierenden italienischen Kart-Meisters. Doch sein italienischer Formel-1-Fahrer hat dem erfahrenen Teamchef heute schwache Nerven bereitet: In den letzten Runden touchierte Antonelli in Kurve 7 ganz leicht die Wand. "Das musste er noch einmal machen, weil er schnell fahren wollte", schüttelt Wolff im ORF den Kopf. "Das war ein bisschen nervenaufreibend, sonst aber gut."
Stella zieht Team nach Boxenstopp-Patzer in Verantwortung
Als wäre es mit dem Safety-Car-Timing nicht ohnehin schon das größte Pech des Rennens gewesen, dauerte der Boxenstopp dann auch sieben Sekunden. "Wir hätten manche Dinge besser machen müssen, keinen Boxenstopp mit sieben Sekunden zum Beispiel", nimmt Andrea Stella das Team in die Verantwortung. Auch auf der Seite von Oscar Piastri müsse man sich noch hinterfragen, was falsch lief.
McLaren-Teamchef erklärt Verlust mit Galgenhumor
Bei McLaren muss man nach dem Rennen einen verlorenen Sieg verkraften. Teamchef Andrea Stella macht das im ORF-Interview mit Galgenhumor: "Lando hat auf der Ehrenrunde gemeint, dass wir heute einfach zu schnell waren. Wären wir langsamer gewesen, hätten wir unter dem VSC boxen können. Das ist paradox, aber es ist so." Die Enttäuschung sitzt tief, doch der optimistische Italiener will sich nicht runterziehen lassen: "Dass wir auf einer Strecke wettbewerbsfähig waren, auf der wir uns keine Chancen ausgerechnet hatten, ist eine Ermutigung für die nächsten Rennen."
WM-Titel kommt näher: So steht Antonelli dazu
Mit seinem Sieg konnte Antonelli seinen Vorsprung in der WM-Wertung auf 81 Punkte ausbauen. Damit macht er große Schritte in Richtung seines ersten Titels, mit dem sich der erst frisch 20-Jährige mit Abstand zum jüngsten F1-Weltmeister krönen würde. Der will davon aber noch gar nichts wissen. "Ich will daran überhaupt nicht denken", lacht er nach dem Rennen. "Ich will Rennen für Rennen pushen und weiter gute Ergebnisse liefern. Ich möchte es weiter genießen, mein Bestes geben und am Ende des Jahres sehen wir dann, wo ich lade."
Norris: Max und Kimi sind großartig gefahren
Trotz seiner großen Enttäuschung ist es Norris dennoch wichtig, seinen Konkurrenten zu gratulieren. "Gratulation an Kimi und Max, sie sind ein großartiges Rennen gefahren. Ich habe am Ende versucht, Max einzuholen, aber hier ist Überholen unmöglich. Max hat keine Fehler gemacht." Von diesem Rückschlag lässt sich Norris aber nicht demotivieren. "Ich glaube, dass noch mehr Siege möglich sind. Wir müssen weiter hart arbeiten, weil diese Typen (Mercedes und Red Bull) arbeiten auch hart und leisten eine gute Arbeit. Wir werden weiter pushen."
Das sagt Pechvogel Lando Norris zum Rennen: Hätte den Sieg verdient
Der größte Pechvogel in Madrid ist Lando Norris. Das VSC kam zu spät und war zu früh wieder weg, dann klemmte es auch noch beim Boxenstopp. "Es gab nichts, was ich tun konnte", meint er zum Zeitpunkt des VSCs. "Das Glück war heute nicht auf unserer Seite. Es war ein hartes Rennen, das uns aus den Fingern geglitten ist." So wie Antonelli ist auch der amtierende Weltmeister überzeugt, dass er heute auf dem obersten Podestplatz stehen sollte: "Ich habe das Gefühl, das ich das heute verdient hätte. Ich bin ein perfektes Rennen gefahren. Aber das ist Racing. Wir nehmen das so mit und versuchen es nächstes Mal wieder."
Verstappen: Unglaubliches Resultat für uns
Auch bei Red Bull ist man sich bewusst, dass der zweite Platz ohne den McLaren-Patzer nicht möglich gewesen wäre. "Wenn wir uns unsere Pace anschauen, dann ist das ein großartiges Ergebnis", weiß Verstappen, dass sein RB22 dem MCL40 eindeutig unterlegen war. "Lando hatte Pech mit dem VSC. Du konntest sehen, dass er mich am Ende wirklich eingeholt hat. Aber du kannst hier nicht überholen, also konnte ich ihn hinter mir halten. Du bleibst mit dem Auto einfach in der Mitte, das funktioniert gut. Du musst aber auch den Grip behalten, was im letzten Stint das Schwierigste war."
Fahrer-Voting: Wer war der Beste in Madrid?
Die Formel 1 hat Max Verstappen zum "Driver of the Day" gekürt. Doch liegen die Fans damit richtig? Das kann nur das Fahrer-Voting von Motorsport-Magazin.com bestätigen. Ihr könnt jetzt abstimmen! Morgen gibt es dann das Ranking.
Antonelli: Norris hätte Sieg verdient!
Nach seinem 8. Karriere-Sieg, mit dem er jetzt auch Teamkollege George Russell in der Anzahl überholt hat, sieht Kimi Antonelli nicht besonders beflügelt aus. "Es war ein schwieriges Rennen. Gewinnen fühlt sich natürlich gut an, aber heute nicht so gut. Ich denke, Lando hätte den Sieg verdient", gibt der WM-Führende zu. Trotzdem ist er zufrieden mit der starken Pace, die der Mercedes gezeigt hat.
Fünf Sekunden für Gasly
Eine nachträgliche Strafe für Pierre Gasly: Bei Alpine hat man bis zum Ende auf den einen Boxenstopp gewartet. In der vorletzten Runde holte man ihn dann rein, wodurch er aus den Punkterängen fiel. Dieser Stopp hat jetzt Konsequenzen: Gasly überschritt das Tempolimit von 80 km/h und wird deshalb mit einer fünf Sekunden Strafe abgestraft. Da er aber ohnehin außerhalb der Punkte war und genügend Abstand auf Bortoleto hatte, verliert er keinen Platz.
ZIEL: Antonelli siegt erstes Rennen auf dem Madring!
KIMI ANTONELLI GEWINNT DAS ERSTE RENNEN AUF DEM MADRING! Der Mercedes-Fahrer kann seine Führung, die er durch ein ideales Safety Car und das Pech von McLaren gewonnen hat, bis ins Ziel managen. Er kommt mit vier Sekunden Vorsprung auf Verstappen ins Ziel. Der Red Bull kann seinen zweiten Platz bis ins Ziel halten, gerade so. Die Untersuchung gegen ihn wurde bereits ad acta gelegt. Pole-Setter Norris kommt nach dem verpatzten Boxenstopp nur auf P3.
Spanien GP
Kimi AntonelliMercedes-AMG1
Max VerstappenRed Bull +4.352
Lando NorrisMcLaren +5.093
Charles LeclercFerrari +29.124
George RussellMercedes-AMG +29.835
Liam LawsonRed Bull +85.966
Franco ColapintoAlpine +93.577
Oscar PiastriMcLaren +95.088
Arvid LindbladRacing Bulls +1 L9
Nico HülkenbergAudi F1 Team +1 L10
Esteban OconTGR Haas F1 Team +1 L11
Pierre GaslyAlpine +1 L12
Gabriel BortoletoAudi F1 Team +1 L13
Yuki TsunodaRacing Bulls +1 L14
Alexander AlbonWilliams +1 L15
Oliver BearmanTGR Haas F1 Team +1 L16
Fernando AlonsoAston Martin F1 Team +2 L17
Valtteri BottasCadillac F1 Team +3 L18
Carlos Sainz jr.Williams19
Sergio PérezCadillac F1 Team20
Lance StrollAston Martin F1 Team21
Lewis HamiltonFerrari22
| 1 | Kimi Antonelli Mercedes-AMG | 1 Stopp |
| 2 | Max Verstappen Red Bull | +4.35 1 Stopp |
| 3 | Lando Norris McLaren | +5.09 1 Stopp |
| 4 | Charles Leclerc Ferrari | +29.12 1 Stopp |
| 5 | George Russell Mercedes-AMG | +29.83 2 Stopps |
| 6 | Liam Lawson Red Bull | +85.96 1 Stopp |
| 7 | Franco Colapinto Alpine | +93.57 1 Stopp |
| 8 | Oscar Piastri McLaren | +95.08 1 Stopp |
| 9 | Arvid Lindblad Racing Bulls | +1 L 1 Stopp |
| 10 | Nico Hülkenberg Audi F1 Team | +1 L 1 Stopp |
| 11 | Esteban Ocon TGR Haas F1 Team | +1 L 1 Stopp |
| 12 | Pierre Gasly Alpine | +1 L 1 Stopp |
| 13 | Gabriel Bortoleto Audi F1 Team | +1 L 1 Stopp |
| 14 | Yuki Tsunoda Racing Bulls | +1 L 1 Stopp |
| 15 | Alexander Albon Williams | +1 L 1 Stopp |
| 16 | Oliver Bearman TGR Haas F1 Team | +1 L 2 Stopps |
| 17 | Fernando Alonso Aston Martin F1 Team | +2 L 2 Stopps |
| 18 | Valtteri Bottas Cadillac F1 Team | +3 L 2 Stopps |
| 19 | Carlos Sainz jr. Williams | 2 Stopps |
| 20 | Sergio Pérez Cadillac F1 Team | 1 Stopp |
| 21 | Lance Stroll Aston Martin F1 Team | 0 Stopps |
| 22 | Lewis Hamilton Ferrari | 0 Stopps |
R 56 / 57: Norris vs. Verstappen wird ganz knapp
Jetzt wird es ganz ganz knapp zwischen Verstappen und Norris! Die beiden laufen in der ersten Schikane auf Hülkenberg und Lindblad auf, der den Audi gerade von der Strecke drängt. Die beiden werden schnell durchgelassen, doch dann kommt Verstappen in der zweiten Schikane selbst raus. Norris ist Zentimeter hinter ihm, doch kann nicht vorbeigehen. "Er war draußen", petzte Norris sofort. Verstappen ist bei den Stewards notiert.
R 55 / 57: Ergebnis noch nicht fix
Noch ist das Rennergebnis alles andere als fix, auch wenn der Sieger wohl feststeht. Aber dahinter kämpfen die Fahrer um jede Position: Norris will unbedingt noch an Verstappen vorbei, kommt aber nicht näher als sechs Zehntel. Dazu schneidet Norris die zweite Schikane ab, weil er sich etwas verbremst. Leclerc hat auf P4 den roten Reifen drauf, doch ist damit langsamer als der auf uralten Hards fahrenden Russell. Auch um den letzten Punkt streiten sich Lindblad und Hülkenberg heroisch mit mehrmaligen Platzwechseln.
R 52 / 57: Antonelli setzt sich ab, Norris hängt an Verstappen
Nichts da mit einem heißen Kampf um die Führungsposition. Antonelli hört auf mit Reifenmanagement und zieht das Tempo an. Er hat sich mittlerweile drei Sekunden von Verstappen abgesetzt. Der muss sich gegen Norris verteidigen, der sich schon seit Runden innerhalb einer Sekunde in seinem Heck befindet. Doch eine wirkliche Möglichkeit hat sich ihm noch nicht geboten. Antonelli touchiert in Kurve 7 die Wand, doch Bono gibt schnell Entwarnung, die Reifendrücke schauen gut aus. Der Mercedes-Pilot hat damit schon eine Hand am Sieg - aber wie lautet das Sprichwort: To finish first, first you have to finish.
R 50 / 57: Warnung für Bortoleto und Piastri
Bortoleto wird für ein Manöver in Kurve 6 gewarnt. Er hat sich bei einer Verteidigung gegen Franco Coalpinto in der Bremszone bewegt. Auch Oscar Piastri wird eine schwarz-weiße Flagge gezeigt, weil er zu oft über die Track-Limits drüber war. Dreimal ist das erlaubt, dann gibt es die Warnung, beim nächsten Mal folgen fünf Strafsekunden.
R 49 / 57: Leclerc kommt an die Box, Kampf um Rennführung wird heiß
An der Spitze wird es jetzt eng! Nachdem Norris auf Verstappen aufgeschlossen hatte, hat der Red Bull jetzt auch angezogen und seinerseits auf Antonelli aufgeholt, der boxenstoppbereinigt die Führung innehat. Die Top-3 sind innerhalb einer Sekunde voneinander. Wir dürfen uns jetzt also in den letzten Runden auf einen Kampf um die Führung freuen. Jetzt vertschüsst sich auch Charles Leclerc von vorne und tauscht seine uralten Reifen endlich gegen frische Softs. Er kommt auf P4 raus, zwei Sekunden vor Russell.
R 46 / 57: Sainz muss Heimrennen beenden
Nach mehreren Boxenstopps und einem wirklich schlechten Rennen muss Carlos Sainz nun abstellen. "Komm an die Box, um das Auto abzustellen", kommt die Anweisung. "Stimme ich zu", lautet die Antwort. Wir haben auch schon Sergio Perez verloren, der wegen eines Problems im Wassersystem beenden musste.
R 43 / 57: Piastri endlich an der Box
Oscar Piastri kommt endlich an die Box, nachdem er wie Leclerc noch immer die anfänglichen Hard-Reifen drauf hatte. Sein Frontflügel, den er sich bei einer Start-Kollision mit George Russell etwas zerfledert hatte, wird nicht getauscht. Trotzdem kommt er hinter Arvid Lindblad raus und muss sich auf P11 durch das Gespann Lindblad, Colapinto und Bortoleto kämpfen. Dabei sehen wir sogar ein Überholmanöver vorbei am Racing Bull! Dass wir das noch erleben dürfen! Der McLaren drückt sich in der ersten Schikane vorbei.
R 42 / 57: Norris vs. Verstappen steht bevor
Jetzt ist es soweit. Norris hat auf Verstappen aufgeholt. Der McLaren ist jetzt innerhalb einer Sekunde hinter dem Red Bull und hat damit den Overtake-Mode. Er darf also mehr Energie einsetzen. Reifenmäßig sind die gleichauf, der McLaren scheint einfach mehr Pace zu haben.
R 40 / 57: Wo kommt Leclerc nach Stopp raus?
Das Renngeschehen ist etwas eingeschlafen. Antonelli managt den Abstand von drei Sekunden zu Leclerc. Der absolviert gerade Runde 40 auf dem gleichen Reifen und fährt noch immer gute Zeiten. Der Hard-Reifen funktioniert also richtig gut. Am Funk fragt Leclerc einmal nach, wofür er denn jetzt kämpft. Die Antwort: "P4, wenn wir jetzt stoppen, dann kommen wir 13 Sekunden hinter Norris raus." Deswegen fährt man jetzt noch weiter, um auf ein Safety Car zu warten. Denn wirklich etwas verlieren kann Leclerc jetzt nicht. Russell auf P5 ist 38 Sekunden hinter ihm und damit keine Gefahr.
R 36 / 57: Überholmanöver! Aber wirklich?
Russell ist nach seinem zweiten Boxenstopp nun an Liam Lawson vorbeigekommen und holt sich P5 auf der Strecke. Ist das Überholen also wirklich möglich in Madrid? Naja, Lawson hat sich im Ausgang der Kurve 6 verbremst und einen Fehler gemacht, da kam Russell vorbei. Ansonsten haben wir nicht wirklich viele Manöver gesehen, die auf der Strecke passiret sind. Spannend wird es, wenn jetzt bald Norris auf Verstappen aufholt. Das wird der Test für den Madring.
R 32 / 57: Wie lange hält Leclerc durch?
Kimi Antonelli managt den Abstand zu Leclerc präzise. Drei Sekunden ist er hinter dem Ferrari, der auf den 33 Runden alten Reifen dahinfährt. Seine Zeiten sind stabil, er fährt teils noch persönlich beste Sektorzeiten. Der Hard ist also sehr robust. Das wird auch Lando Norris gefunkt. Der jagt gerade Max Verstappen und fährt dabei mehrmals die schnellste Rennrunde. Er ist etwa vier Zehntel schneller als der Red Bull, muss aber noch einen Rückstand von vier Sekunden zufahren. Norris' Aussage nach hat er keine Pace mehr, fährt aber dann erneut die schnellste Runde.
R 29 / 57: Russell an der Box
George Russell kommt zum zweiten Mal an die Box. Bei Mercedes war man immer sicher, dass sich der Medium-Reifen nicht bis zum Ende hält. Russell wollte zwar eine Durchfahrt probieren, bricht das jetzt aber ab. Er geriet unter Druck von Lando Norris, der nach seinem verpatzten Boxenstopp die Aufholjagd versucht. Er kommt auf dem Hard-Reifen jetzt auf P6 hinter Liam Lawson heraus. Der muss noch stoppen, damit hätte Russel auf jeden Fall P5.
R 24 / 57: Antonelli mit Servo-Problemen?
Antonelli jagt gerade Charles Leclerc für die tatsächliche Führung, doch der Ferrari auf den 14 Runden älteren Hards zieht davon. Der WM-Leader funkt jetzt, dass sich die Lenkung komisch anfühlt. "Wir können in den Daten nichts sehen", meint daraufhin Renningeniuer Peter Bonnington. Er muss jetzt auf seine Track-Limits konzentrieren, wie in Bono hinweißt. In Kurve 6 und 17 ist er bereits zweimal drüber, nach vier Vergehen eine Fünf-Sekunden-Strafe.
R 20 / 57: +5 Sekunden für Sainz
Für die Kollision mit seinem Landsmann bekommt Carlos Sainz eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Er ist derzeit mit Platz 15 weit weg von den Punkten und würde Stand jetzt auf P17 zurückfallen.
R 17 / 57: McLaren verpatzt Boxenstopp komplett
Das Rennen wird wieder freigegeben, wenige Meter, bevor Norris wieder bei der Boxengasseneinfahrt vorbeifährt. Trotzdem kommt er zum Stopp, obwohl er dadurch jetzt massiv Zeit verliert. Und dann verpatzt die Crew auch noch den Reifenwechsel: sieben Sekunden Standzeit! Was für ein Desaster für die Papaya-Mannschaft. Norris fällt damit bis hinter Russell auf Platz 5 zurück. Leclerc hat sich auch gegen einen Reifenwechseln unter VSC entschieden, auch er blieb draußen. Er hatte auf dem Hard-Reifen aber auch eine blöde Wahl. Sie hätten es so wie Mercedes bei Russell machen können und unter VSC auf Medium wechseln. Aber das ist halt Ferrari. Antonelli hat nun die Boxenstopp bereinigte Rennführung inne.
R 15 / 57: VSC! Boxenstopps außer für Rennanführer!
Gelb! Lance Stroll steht im Notausgang in Kurve 20 und löst damit ein virtuelles Safety Car aus. Es ist das perfekte Timing für die ganzen Feld, außer für Lando Norris! Der Rennanführer ist schon an der Boxeneinfahrt vorbei. Alle Gegner kommen rein, Antonelli, Verstappen, die ganze Schippe. Sie wechseln auf Hard und planen wohl damit, bis zum Ende durchzufahren. Russell wechselt auf von Hard auf Medium, bei ihm plant Mercedes mit noch einem Boxenstopp. Das könnte rennentscheidend für Norris sein. Denn bei der ultralangen Boxengasse ist die Ersparnis durch ein VSC enorm.
R 13 / 57: Spanisches Gefecht beim Heimrennen
Die zwei Lokalmatadoren bekriegen sich um Platz 17. Alonso kommt mit Übergeschwindigkeit in Kurve 5 und will innen vorbeigehen, doch Sainz lässt null Platz. Es kommt zur Berührung zwischen den beiden Spaniern, Alonsos Frontflügel wackelt etwas. Er regt sich schrecklich auf: "Beim Start crsaht er in zwei Leute und jetzt drückt er mich fast in die Wand!"
R 11 / 57: Piastri notiert, Norris zieht davon
Eigentlich sind alle davon ausgegangen, dass Norris das Feld zusammenschieben wollen würde. Doch das macht er das jetzt gar nicht. Er fährt davon und hat schon fünf Sekuden Vorsprung auf Antonelli. Sein Teamkollege wird währenddessen bei den Stewards auffällig, denn er hat sich unter einer gelben Flagge falsch verhalten. So auch Lindblad. Beide waren wohl unter der kurzen Gelb, ausgelöst vom schleichenden Lewis Hamilton, zu schnell.
R 7 / 57: Hamilton draußen!
Und direkt, als er Hamilton vorbeilässt, kommt die Nachricht von den Stewards, dass sie den Fall ad acta gelegt haben. Und als wäre es nicht genug für Verstappen, funkt Hamilton direkt danach über Bremsprobleme. Er hat vorher gefunkt, dass er kurz in die Wand eingeschlagen ist. Jetzt meint er, dass sein Bremspendal extrem lang wird. Und tatsächlich wird er sehr, sehr langsam. Verstappen hinter ihm kann aber nicht überholen, weil das Streckenlayout das nicht zulässt. Auf der Geraden zwischen T3 und 5 kann der Red Bull dann am schleichenden Ferrari ohne Gegenwehr vorbeigehen. Doch als würde Hamilton seinen Teamkollegen auch gleich vorbeilassen, wenn er technische Probleme hat. Natürlich nicht. Leclerc muss noch die ganze Runde hinter Hamilton herschleichen. Der stoppt auch nicht für mehrere Runden, obwohl er immer wieder über die Track-Limits fährt und dafür sogar eine Verwarnung bekommt. Erst in Runde 7 kommt er an die Box und ist draußen. Es ist Hamiltons erster DNF in dieser Saison.
R 5 / 57: Verstappen gibt Position zurück!
"Wir werden Hamilton die Position zurückgeben", kommt der sehr fragwürdige Funkspruch von Red Bull. Max Verstappen regt sich daraufhin sehr auf. "Er hätte mich von der Strecke gecrasht! Wäre ich nicht ausgewichen, wäre ich aus dem Rennen draußen! Was redet ihr da?" stellt er seine Crew zur Rede. Doch tatsächlich: Nach der Steilkurve wird Verstappen langsamer. Antonelli geht vorbei, so auch Hamilton. Verstappen muss fuchsteufelswild sein.
R 2 / 57: Verstappen wegen Hamilton-Vorfall notiert
Lewis Hamilton beschwert sich nach der Aktion von Max Verstappen am Funk. "Er muss mir die Position zurückgeben." Das ist aber nicht möglich, da sich dazwischen aber schon Antonelli befindet. Verstappen meint am Funk, dass er mit seinem Ausweichen einen Unfall verhindert hat. Jetzt wird Verstappen für das Abkommen von der Strecke und sich dadurch einen Vorteil verschaffen notiert worden.
START: Antonelli kürzt ab, Norris bleibt vorn
Und die Lichter gehen aus. Norris kommt nicht so gut weg wie Antonelli, der bremst sich aber zu spät in die erste Schikane rein und geht gerade aus. Er gibt die Position zurück an Norris, versucht es dann noch einmal in der nächsten Schikane, doch geht wieder gerade drüber und gibt die Position zurück. Dahinter streiten sich Hamilton und Verstappen. Verstappen verteidigt sich in Kurve 1 und kürzt die Schikane ebenfalls ab. Er gibt die Position aber nicht zurück und geht nach den Wechseln vorne auch an Antonelli vorbei.
Formationsrunde startet
Die Ampel schaltet auf Grün und die Fahrer starten in die Formationsrunde. Sie müssen jetzt 5,414 Kilometer hinter sich bringen, bevor wir uns wieder am Grid aufstellen.
Die Reifenwahl in Madrid
Soeben kommt die Reifenauswahl der Teams herein und die ist durchaus überraschend: Die erste Startreihe - Norris und Antonelli - fährt mit dem Medium weg, die zweite - Verstappen und Hamilton - gehen den aggressiveren Weg mit dem Soft. Hamiltons Pneu ist neu, Verstappens hat schon drei Runden drauf. Dann kommen von Leclerc, Russell, Piastri und Lawson mit dem Hard daher. Colapinto und Lindblad auf Medium, Hülkenberg auf Soft. Dann sind noch Ocon, Albon und Perez auf Medium unterwegs. Der Rest hat Hard drauf. Das ist überraschend, weil wir entweder eine frühe rote Flagge haben werden, wo dann alle früh auf Hard wechseln und die dann eine weichere Mischung nehmen müssen, oder ein Bummelrennen, auf dem die Hard-Leute auch nicht glücklich sein werden.
Heiß, heißer, Spanien-GP
Nur noch wenige Minuten trennen uns vom Rennstart. Die Temperaturen auf dem Madring sind hot, hot, hot. 52,7 Grad zeigt das Streckenthermometer an. Die Lufttemperaturen sind noch spätsommerliche 30 Grad. Damit ist die Strecke ähnlich warm wie im Qualifying. Der Himmel über der Strecke ist blitzblau, die Regenwahrscheinlich ist 0 Prozent. Wir haben das ganze Rennen natürlich auch im Live-Kommentar, damit ihr nichts verpasst.
Fahrer stellen sich zur Hymne auf
Die spanische Nationalhymne startet und die beiden Lokalmatadoren Carlos Sainz und Fernando Alonso dürfen sich ganz vorne einreihen. Normalerweise stellen sich die ungerade platzierten Fahrer auf einer Seite und die gerade platzierten Fahrer auf der anderen Seite in der Reihenfolge der Startaufstellung auf. So müssten die beiden Lokalhelden weit hinten stehen. Doch da es ihr Heimrennen ist, dürfen sie neben Polesetter Lando Norris und P2-Starter Kimi Antonelli stellen. Die Hymne wird ohne Text von einem Orchester performt. Der spanische König Felipe VI. ist ebenfalls zu Gast.
Madrid: Start als beste Chance?
Der Start wird wohl einer der aufregendsten des Jahres werden. Wer geht das Risiko ein, zu überholen? Kimi Antonelli hat 200 Meter, um sich vor der ersten Schikane vor Lando Norris zu platzieren, ansonsten muss er zurückstecken. Oder er kann sich in der Vollgaspassage von Kurve 3 bis 5 in den Windschatten anpirschen und dann in der zweiten Schikane den Versuch wagen. Doch dann geht es direkt durch einen Tunnel. Es ist also immer ein Risiko für den WM-Leader. In den Nachwuchsklassen sind sich die Piloten am Start immer in die Quere gekommen.
Boxengasse geschlossen
Genug Sichtungsrunden, die Boxengasse ist geschlossen. Die Fahrer haben es alle durchgeschafft, wir haben noch keinen verloren. Jetzt kommt es darauf an, den richtigen Startreifen zu wählen. Die Temperaturen sind sehr hoch.
Was war bei George Russell los?
Wer jetzt einen Blick in die Startaufstellung wirft, wird sich wundern, warum George Russell so weit hinter seinem Teamkollegen Kimi Antonelli startet. P2 vs. P6 - das ist ein großer Abstand. Doch Russell hat sich seit seiner Bestzeit in FP1 schlagartig verschlechtert. Warum? Das ist etwas schwer zu sagen. Er hat auf jeden Fall mit überhitzenden Reifen zu kämpfen. Der WM-Zweite hat anscheinend auch mit dem Setup herumgespielt, was auf einer Stadtstrecke keine gute Idee ist. Dafür musste er sich gestern von seinem Teamchef Toto Wolff Kritik anhören.
Boxengasse geöffnet
40 Minuten vor dem Rennstart, das heißt: Boxengasse ist geöffnet. In den nächsten zehn Minuten können sich die Fahrer auf den Sichtungsrunden auf die neue Strecke einschießen. Danach müssen sie ihren Weg zur Startaufstellung finden. Hoffen wir, dass der Madring nicht schon jetzt ein Opfer fordert.
Das sagt Pirelli über die Strategie in Spanien
Für die Strategie gibt es einige Möglichkeiten. Pirelli geht von einer Ein- oder Zwei-Stopp-Strategie aus. Startet man mit dem Medium-Reifen und will nur noch einmal stehen bleiben, muss man bis Runde 18 bis 24 durchhalten. Hat man noch zwei Hards im Köcher, kann schon in Runde 10 bis 16 gestoppt werden. Startet man auf Softs, muss bei zwei Stopps schon in Runde neun bis 15 halten, wer nur einmal stoppen möchte, muss bis Runde 15 bis 21 überleben. Was in diesen Strategien nicht eingeplant ist, sind rote Flaggen.
Check: Wer ist der Favorit in Madrid?
Wer ist jetzt der Favorit in Madrid? Als Polesetter hat Lando Norris auf der überholfeindlichen Strecke die besten Chance. Die Annahme ist, dass er das Feld am Start hinter sich aufstauen wird, um einen Undercut zu verhindern. Wenn nämlich im Mittelfeld keine Lücke entsteht, dann müsste Kimi Antonelli in den Verkehr boxen und der Undercut geht nicht auf. "Wir werden wahrscheinlich alle die ersten zehn Runden wie die Omas fahren", vermutet der Mercedes-Junior. Doch in Madrid ist viel ungewiss. Wir haben uns im Favoritencheck alle Möglichkeiten angesehen:
Die Startaufstellung für den Spanien GP
Lando Norris startet heute nach einem sensationellen Qualifying von der Pole Position. Der McLaren war das ganze Wochenende nicht konkurrenzfähig, doch eine magische Runde brachte ihn auf die Pole. Damit stach er Kimi Antonelli um 0,011 Sekunden aus. Hinter der ersten Startreihe geht Max Verstappen ins Madrid-Rennen, direkt neben ihm steht Lewis Hamilton. Damit haben wir jeweils ein Auto der Top-4-Teams in den Top 4. Die ganze Startaufstellung könnt ihr hier sehen:
Oliver Bearman startet aus der Boxengasse
Schon jetzt haben wir eine Änderung an der Startaufstellung zu vermelden: Oliver Bearman wird aus der Boxengasse starten. Der Haas-Pilot hatte gestern im FP3 einen heftigen Crash und konnte beim Qualifying gar nicht antreten. Sein VF-26 war so havariert, dass die Reparaturen nicht mehr rechtzeitig fertig wurden. Die Arbeiten waren so umfangreich, weil nicht nur das Chassis getauscht werden musste, sondern auch verschiedene Motorteile. Mit der vierten MGU-K, die jetzt in Madrid zum Einsatz kommt, hat er sein Kontingent. Beim nächsten Mal muss er zehn Startplätze zurück. Da diese Täusche unter Parc Ferme passierte, muss er aus der Boxengasse starten. Da er ohnehin nur von P21 gestartet wäre, ist das zu verkrafen.
Formel 1 startet in den Spanien-GP
Hallo und herzlich Willkommen zum ersten Formel-1-Rennen in Madrid! In einer Stunde starten wir in den Spanien-GP auf der neuen Stadtstrecke. Wir begrüßen alle, die neu dabei sind, und freuen uns über alle, die von unserem Ticker vor dem Rennstart hergewechselt sind. In wenigen Minuten öffnet sich die Boxengasse für die Sichtungsrunden, die heute auf der neuen Strecke mit dem extrem heißen Asphalt besonders wichtig sind. Wo ihr den ganzen Spanien GP verfolgen könnt, erfahrt ihr in unserer TV-Übersicht.



16:43 UhrBis dahin wünschen wir euch aber zwei schöne Wochen und noch einen angenehmen Sonntag. Adios!
16:42 UhrWir halten euch natürlich auch in zwei Wochen wieder ab dem ersten Freien Training hier im Ticker auf dem Laufenden.
16:42 UhrUnd wenn man so will, beenden die F1-Piloten dann in Azerbaidschan, genauer gesagt in Baku, die Europa-Saison.
16:41 UhrDas wars mit dem Großen Preis von Spanien. Aber keine Sorge, in zwei Wochen fährt die Formel 1 schon ihr nächstes Rennen.
16:40 UhrMax Verstappen ist zum Fahrer des Tages gewählt worden, er wurde aber bei den Stewards notiert, weil er im Kampf mit Norris die Strecke verlassen haben soll.
16:40 UhrLiam Lawson bringt den sechsten Platz ins Ziel. Hinter ihm komplettieren Colapinto, Piastri, Lindblad und Hülkenberg die Top-10.
16:39 UhrCharlec Leclerc bringt den vierten Platz nachhause. Hinter ihm kommt George Russell als Fünfter über die Ziellinie.
16:39 UhrMax Verstappen kann seinen zweiten Platz über die Ziellinie verteidigen. Lando Norris wird Dritter.
16:38 UhrAntonelli gewinnt den Grand Prix von Spanien.
16:38 UhrAntonelli muss nurmehr durch drei Kurven durch dann hat er seinen nächsten Sieg.
16:38 UhrVerstappen hängt Norris nach "La Monumental" wieder etwas ab.
16:36 UhrGasly biegt zum Boxenstopp ab.
16:35 UhrNorris attackiert, aber muss zurückstecken.
16:35 UhrHülkenberg gehen Lindblad. Der Audi-Pilot geht weit und muss seine Position zurückgeben.
16:33 UhrRussell ist mittlerweile innerhalb einer Sekunde zu Leclerc. Der rote Reifen dürfte auf dem Madring nicht wie gewünscht zu funktionieren.