In den vergangenen Wochen kursierten Gerüchte rund um einen neuen Titelsponsor für das Formel-1-Team von Haas. Das US-amerikanische Team ist das kleinste Team der Königsklasse und will das Budget bis an die Grenze des Budget Caps aufstocken – auch, um in neues Personal und neue Infrastruktur investieren zu können.
Ein möglicher Sponsoren-Kandidat ist BWT, die Alpine mit Ablauf der Saison 2026 verlassen wird. Teamchef Ayao Komatsu stellt allerdings bereits klar: "Wir werden kein pinkes Auto haben."
Komatsu bleibt vage: "Wir sprechen mit vielen potenziellen F1-Partnern"
BWT selbst stand bei Haas schon einmal 2021 zur Diskussion, dockte dann allerdings bei Alpine an. Alpine wechselt ab 2027 allerdings zu Gucci als Hauptsponsor. Damit wäre BWT wieder frei. 2026 ist Toyota der Hauptsponsor des Teams. Doch das reicht dem Team nicht, um die Grenzen des Budget Caps zu erreichen.
Mit einem neuen Hauptsponsor könnte Haas zusätzliche Investitionen vorantreiben, um das Team wettbewerbsfähiger zu machen. Derzeit beschäftigt das Team rund 400 Mitarbeiter. Zum Vergleich: Bei Top-Teams wie Ferrari und Mercedes sind es doppelt so viele. 2026 lag das Budget Cap bei 215 Millionen, umgerechnet knapp 190 Millionen Euro. Daran möchte auch Haas kratzen.
Der finanzielle Trend scheint bei Haas allerdings schon jetzt in die richtige Richtung zu gehen. "Ich würde sagen, was das Budget für nächstes Jahr angeht, sieht es sehr positiv aus", sagt Komatsu.
Dabei steht der neue Hauptsponsor noch nicht fest. "Es gibt viele Gerüchte. Wir sprechen mit so vielen potenziellen Partnern. Aber es geht in die richtige Richtung", so Komatsu. "Ich denke, langsam, aber sicher bringen wir unsere Botschaft rüber und finden großartige Leute."
Wer fährt 2027 Formel 1 bei Haas? "Das Sportliche entscheidet"
Ein anderer Faktor, der Geld einbringen könnte, wäre ein neuer Fahrer. Esteban Ocons Platz für 2027 steht auf der Kippe. Der Franzose fing sich zwar in den letzten Rennen und zeigte bessere Leistungen, nichtsdestotrotz könnte Haas durch einen Fahrer zusätzliches Geld ins Team bringen.
Der größte Entscheidungsfaktor soll die finanzielle Unterstützung eines zukünftigen Fahrers aber nicht sein, sondern das Sportliche. "Ich habe immer gesagt, dass wir Fahrer nach ihrer Leistung auswählen. Die Leistung steht also absolut an erster Stelle", macht Komatsu deutlich.
Auch das hat einen finanziellen Hintergrund. Als kleines Team ist Haas auf die Preisgeldzahlungen der Formel 1 durch die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft angewiesen. Ein langsamerer Pilot, der Punkte kostet, könnte damit auch dem Team wichtige Millionen kosten.
Teamchef Komatsu: "Haben noch fünf Kandidaten für F1-Cockpit"
Genügend Auswahl an schnellen Fahrern dürfte Haas für das Cockpit 2027 haben. "Wir sind in einer sehr komfortablen Situation, denn es sind sehr viele interessiert. Aktuell sollten es noch fünf sein." Für die Fahrerwahl absolvierte Haas bereits Tests. Leonardo Fornaroli und Rafael Câmara fuhren schon mit älteren F1-Autos TPC-Tests.
Allerdings: Sobald die Performance der Piloten ähnlich ist, könnten auch finanzielle Gründe eine Rolle spielen. "Wenn zwei Fahrer die gleiche Leistung zeigen, spielen Verbindungen oder die ihnen zur Verfügung stehenden Pakete natürlich eine Rolle."
Woher die Fahrer dann genau kommen, ist für Komatsu egal. "Wir wollen zwei schnelle Fahrer, denn das ist der beste Weg, dieses Team weiterzuentwickeln. Es spielt keine Rolle, ob es dann zwei Ferrari-Fahrer, zwei Toyota-Fahrer oder zwei McLaren-Fahrer werden."
Außerhalb der Rennstrecke steht die Formel 1 nie still. Im Rennkalender für 2027 hat die Formel 1 zehn Sprints integriert. Darüber sprechen wir im neuesten Video. Jetzt anschauen!



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