Sie hatten alles andere als den erwarteten Einstand in die Saison 2006 und konnten bisher weder mit Renault noch mit Ferrari mithalten. Trotzdem sieht der amtierende Weltmeister Fernando Alonso beide Teams noch immer als starke Konkurrenten im Kampf um die diesjährige Krone. Über Schumacher mache er sich aber weniger Sorgen, sagte der Spanier am Donnerstag zu Autosport. "Ich mache mir um ihn auch nicht mehr Gedanken als um McLaren und Honda."
"Es sind immer noch vier Teams, die um den Sieg kämpfen sollten," so Alonso weiter. "In den ersten fünf Rennen lief alles perfekt für Ferrari und Renault und wir haben fünf Rennen gewonnen, aber McLaren und Honda sind ebenfalls schnell." Insbesondere Honda sei im Qualifying immer gut und McLaren auf alle Fälle auch immer gut für eine Podiumsplatzierung, wenn sie keine Probleme hätten. Alonso ist sicher, dass es noch ein sehr enger Kampf werden wird und, "wir müssen daran arbeiten, alles zu geben, so wie in den ersten fünf Rennen, dann werden wir auch die Resultate erzielen."
Die Wiederauferstehung der Scuderia nach einem schwachen Saisonstart sieht Alonso hauptsächlich in der Weiterentwicklung der Bridgestone-Reifen begründet. "Ich denke, wir haben in den letzten beiden Rennen gesehen, dass Ferrari wieder sehr stark ist, aber es ist schwierig zu beurteilen, wie wir uns im Vergleich mit ihnen weiterentwickeln, da wir verschiedene Reifen haben." Die Weiterentwicklung bei Honda und McLaren sei aber ebenso wie Renault, fügte der 24-jährige hinzu. Alle würden sich von Rennen zu Rennen etwas steigern, auch wenn sein Team die Konkurrenz noch immer im Griff habe.
Das Ziel für sein Heimrennen am kommenden Sonntag hat Fernando Alonso hoch gesteckt. Er möchte der erste Spanier sein, der seinen Heim-Grand Prix gewinnt. Gleichzeitig schwächt er aber ab, es sei trotzdem ein Rennen wie jedes andere auch. "Ich denke, das ist ein ganz normales Rennen für mich, aber natürlich mit viel mehr Unterstützung von den Zuschauern. Das ist für mich auch eine besondere Motivation und ich hoffe, dass ich am Sonntag gut abschneide."
Zwei Mal in Folge von Michael Schumacher geschlagen, das will der amtierende Weltmeister nicht auf sich sitzen lassen und den deutschen Superstar zu schlagen, sei eine ganz besondere Genugtuung. "Ich habe oft gesagt, im allgemeinen ist es viel befriedigender und viel motivierender, die großen Namen, die großen Fahrer in den großen Autos zu schlagen. Michael ist siebenmaliger Champion und mit ihm zu kämpfen macht Spaß, ihn dann zu besiegen, gibt einem noch ein viel besseres Gefühl als wenn man jemand anders besiegt." Rennen zu gewinnen und zu überholen sei aber immer aufregend, meinte Alonso abschließend.

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