Der MotoGP-Erfolgslauf von Marc Marquez geht auch in Brünn weiter! Er gewinnt den Tschechien-GP vor Ai Ogura und Francesco Bagnaia. Fabio Di Giannantonio wird Vierter. Pedro Acosta rollt mit einem technischen Defekt aus. Jorge Martin belegt nach zwei Longlap-Penaltys Platz neun. Marco Bezzecchi durfte nach seiner Ohrfeige für einen Marshal, der folgenden Sperre und dem abgewiesenen Einspruch nicht am Rennen teilnehmen.

In der MotoGP-Fahrerwertung führt Bezzecchi nun nur noch acht Punkte vor Martin. Di Giannantonio fehlen 23 Punkte. Marc Marquez hat von zwischenzeitlich 102 Zähler Rückstand auf nur noch 40 verkürzt und liegt bereits auf WM-Rang vier.

MotoGP Brünn: Der Rennfilm

Die Startaufstellung: 1. Ogura, 2. Di Giannantonio, 3. Bagnaia, 4. M. Marquez, 5. Moreira, 6. R. Fernandez, 7. Acosta, 8. Morbidelli, 9. Martin, 10. Aldeguer, 11. Mir, 12. Vinales, 13. Quartararo, 14. Marini, 15. Bastianini, 16. Miller, 17. Rins, 18. Binder, 19. Crutchlow, 20. Razgatlioglu, DNS Bezzecchi, DNS A. Marquez

Start: Ai Ogura kommt gut weg und führt vor Fabio Di Giannantonio, Marc Marquez, Francesco Bagnaia, Diogo Moreira, Raul Fernandez, Pedro Acosta und Jorge Martin.

Runde 1/21: Marquez drückt sich in Kurve drei an Di Giannantonio vorbei auf Platz zwei, auch Bagnaia, Moreira und Acosta schlüpfen durch. In Turn 7 verliert Marquez P2 direkt wieder an Bagnaia.

Runde 2/21: Bagnaia attackiert in Kurve vier Ogura, der aber am Kurvenausgang kontern kann. In Turn 10 klappt der Angriff Bagnaias dann aber - er übernimmt die Führung. Wenige Kurven später muss Ogura auch Platz zwei an Marquez abgeben.

Acosta schnappt sich Rang vier von Moreira.

Fabio Quartararo stürzt aus dem Rennen.

Runde 4/21: Das Rennen hat sich nach hektischen ersten Runden nun etwas beruhigt. Bagnaia führt knapp vier Zehntel vor Marquez, Ogura liegt als Dritter weitere sieben Zehntel zurück. Dahinter liegen Acosta und Di Giannantonio.

Runde 5/21: Martin biegt in die erste seiner zwei Longlap-Penaltys für die Startkollision in Ungarn ab und fällt von Rang acht auf zehn zurück. Er fährt am Kurvenausgang über die Track-Limits, was zwar das Befahren der Longlap nicht inkorrekt macht, allerdings als Track-Limit-Vergehen zählt.

Runde 6/21: Martin absolviert auch die zweite Longlap-Penalty mit Überfahren der Track-Limits und reiht sich nun auf Platz 13 ein.

Runde 10/21: An der Spitze setzen sich die Ducatis etwas ab. Marquez liegt nur noch zwei Zehntel hinter Bagnaia, hat seinerseits aber schon fast eine Sekunde Vorsprung auf Ogura.

Runde 13/21: Acosta lässt in Kurve sieben Di Giannantonio passieren. Gut möglich, dass er mit zu niedrigem Reifendruck kämpft und die heiße Abluft der Ducati nutzen will um diesen zu erhöhen.

Runde 14/21: Marquez, der sich zwischenzeitlich auf rund eine halbe Sekunde hinter Bagnaia zurückfallen hat lassen, zieht die Pace nun wieder an. Er fährt die Schnellste Rennrunde und klebt am Hinterrad seines Teamkollegen.

Runde 16/21: Marquez führt! Er geht in Kurve vier an Bagnaia vorbei und macht bis zum Ende der Runde sofort eine Lücke von 0,666 Sekunden auf. Bagnaia gerät nun sogar unter Druck von Ogura.

Runde 17/21: Ogura ist an Bagnaia vorbei! Dem Trackhouse-Piloten fehlen neun Zehntelsekunden auf Spitzenreiter Marquez.

Alex Rins muss seine Yamaha an der Box abstellen.

Runde 18/21: Ogura ist etwas schneller als Marquez, kann ihm bislang aber nur wenige Hundertstel abnehmen. 0,745 Sekunden beträgt der Abstand.

Runde 19/21: Ogura knabbert wieder ein bisschen Rückstand ab - 0,688 Sekunden sind es jetzt.

Runde 20/21: Marquez scheint Ogura jetzt gebrochen zu haben. Er geht mit acht Zehntelsekunden Vorsprung in die letzte Runde.

Runde 21/21: Acosta rollt mit einem technischen Defekt aus. Er war auf Platz fünf unterwegs.

Ziel: Marc Marquez gewinnt 0,421 Sekunden vor Ogura. Bagnaia rettet Rang drei vor Di Giannantonio. Joan Mir wird Fünfter, gefolgt von Fermin Aldeguer, Raul Fernandez und Luca Marini. Jorge Martin schafft es noch auf Rang neun. Enea Bastianini komplettiert die Top-Ten. Diogo Moreira wird Elfter vor Brad Binder und Franco Morbidelli. Die letzten Punkte gehen an Toprak Razgatlioglu und Maverick Vinales.

Die Stimmen vom MotoGP-Podium in Brünn

Marc Marquez (Sieger, Ducati):
"Das ist ein sehr wichtiger Sieg auf einer Strecke mit vielen Rechtskurven. Das ist etwas Besonderes, auf das ich geschielt habe. Ich gebe niemals auf, aber in den letzten Runden habe ich gewaltig gelitten. Das Bike lieferte, aber ich war fertig. Ich versuchte einfach, irgendwie die Pace hochzuhalten. Ogura hat gepusht, aber nicht genug, um mich noch einzuholen. Das waren die längsten sechs Runden des Jahres. Die Linie auf Platz eins zu überfahren machte mich überglücklich."

Ai Ogura (Zweiter, Trackhouse):
"Erstmal freue ich mich sehr für meine Jungs. Das war wirklich ein hartes Rennen. Ich hatte gute Pace am Ende, aber er (Marquez) hatte noch mehr drauf. Wir werden es weiter versuchen, aber insgesamt hatte dieses Wochenende eine viel höhere Qualität als in den anderen Rennen. Wir können damit zufrieden sein. Es ist Zeit, das zu feiern."

Francesco Bagnaia (Dritter, Ducati):
"Solange ich führte, war es recht komfortabel, aber ich spürte da bereits, dass die Pace nicht ausreichte. Mir fehlten zwei oder drei Zehntel auf die anderen beiden (Marquez und Ogura, Anm. d. Red.). Ich habe alles gegeben und wir haben die Vibrationen im Vergleich zu gestern etwas verringert, dafür war es jetzt schwammiger. Vielleicht sollte ich die Vibrationen doch vorziehen. Sobald mich Marc und Ai überholten, hatte ich Schwierigkeiten zu folgen, aufgrund des Reifendrucks an der Front. Ich musste langsamer machen. In den letzten drei Runden fand ich dann wieder zur Pace, um Diggia in Schach zu halten, der sehr schnell daherkam. Insgesamt bin ich zufrieden, denn wir haben einen weiteren Schritt in Richtung Spitze gemacht. Wir müssen nun so weitermachen."