+++ Das Rennen der MotoGP in Brünn im Bericht +++

Auf Wiedersehen, wir sehen uns in Assen!

Damit verabschieden wir uns also von diesem Wochenende der MotoGP in Brünn. Nach einem großen Skandal wurden wir heute mit einem sauberen und unterhaltsamen Rennsonntag beim Klassiker entschädigt. Übeltäter Marco Bezzecchi hat nun einiges gutzumachen. Schon in einer Woche hat er auf seiner Lieblingsstrecke in Assen die Chance dazu. Motorsport-Magazin.com meldet sich ab Freitag dann natürlich wieder mit dem Liveticker vom nächsten Klassiker. Bis dann!

Verwirrung um Martins-Longlaps: Deswegen waren sie korrekt absolviert

Rund um die Longlaps um Jorge Martin gab es ein wenig Verwirrung. Manche fragten sich, warum er auf das Grün am Ausgang fahren durfte. Der Spanier gab die Erklärung: "Natürlich wollte ich auf das Grün rausfahren, denn das war auch die sicherste Art und Weise, um wieder auf die Strecke zu fahren, ohne in eine riskante Situation zu gelangen. Als ich am Freitag reinfuhr, da sagte mir Simon (Crafar, der Chefsteward), dass ich das darf. Dann haben ein paar Teams dagegen argumentiert. Nach diesen Diskussionen galt es dann als Track-Limit-Verstoß. Ich wusste also, dass mir das zwei Track-Limits einbringen würde, aber auf dieser Strecke gehe ich an anderen Stellen nicht raus aus der Strecke. Es stellte also kein Problem für mich dar und war daher absolut die richtige Herangehensweise. Die Longlaps verliefen sehr gut und ich habe wirklich nicht allzu viel verloren." Nur bei weiteren Track-Limit-Verstößen hätte es also nochmal eine Longlap gegeben, aber der Spanier hielt sich ansonsten schadlos und machte so einige Punkte in der WM gut.

Acosta reichts mit Defekten: KTM muss Antworten liefern!

Pedro Acosta ist heute in der letzten Runde ausgerollt und hat langsam die Schnauze voll. Seine Aussagen zu KTMs Zuverlässigkeitsproblemen sind ziemlich eindeutig: "Es geht mittlerweile so weit, dass ich nicht einmal mehr enttäuscht bin. Ich habe nichts falsch gemacht. Was nicht in meinen Händen liegt, kann ich nicht ändern. Es ist jetzt einfach so, wie es ist. Es ist jetzt Zeit, dass KTM ein paar Antworten liefert, warum wir diese Zuverlässigkeitsprobleme haben. Das sind zu viele. Es war exakt dasselbe Problem, das ich bereits am Freitag hatte. Das Motorrad ging einfach aus." Und es trifft ja nicht nur ihn. Auch seine drei Fahrerkollegen hatten an den letzten Wochenenden immer wieder Probleme.

Bagnaia und Marquez kommentieren Bezzecchi-Sperre: Harte Strafe

Natürlich war Marco Bezzecchi auch Thema in der Pressekonferenz. Während Ai Ogura als Aprilia-Fahrer keine Stellung nahm, äußerten sich Marc Marquez und sein enger Freund Francesco Bagnaia. "Das kann passieren. Wir sind junge Menschen und müssen diese Dinge vor den Augen von Millionen von Menschen lernen. Du bist voller Adrenalin und Frustration über den Sturz. Ich denke, dass er daraus lernen wird", sagt der Weltmeister. Sein Teamkollege ist über das Strafmaß überrascht, obwohl er die tat verurteilt: "Ich kenne ihn sehr gut und weiß, wie sehr dich das Adrenalin beeinflussen kann. Das macht aber nicht ungeschehen, was er dem Marshal angetan hat. Du darfst ihn nicht mal anrühren, denn diese Leute Arbeit für dich. Aber die Strafe war hart. Ein Rennen aussetzen zu müssen ist gewaltig. Wir haben in der Vergangenheit ähnliche Dinge gesehen, aber sowas gab es noch nie." Wir rätseln allerdings immer noch, was diese 'ähnlichen Vorfälle' gewesen sein sollen, von denen auch Aprilia-Boss Massimo Rivola sprach.

Francesco Bagnaia endlich auf dem richtigen Weg?

Am Ende hat Francesco Bagnaia nicht um den Sieg kämpfen können, aber der Italiener zieht sich mittlerweile aus seinem tiefen Loch. Noch ist er nicht ganz der alte, aber er sieht nun endlich wieder zuversichtlich auf die nächsten Rennen: "Vielleicht denke ich noch ein wenig zu viel nach beim Fahren. Wenn du natürlich fährst, fallen dir die Dinge leichter. Letztes Jahr habe ich viel Selbstvertrauen verloren. Dieses Jahr baue ich es wieder auf und wir kommen näher. Wir arbeiten gut. Vielleicht haben wir heute noch ganz das richtige Setup gewählt, aber wir sind gut genug zu verstehen, welchen Weg wir nun gehen müssen." Mangelnde Konstanz kann ihm definitiv keiner mehr vorwerfen: Das war nun der vierte dritte Platz am Sonntag in Folge.

Halleluja! Keine einzige Strafe am Sonntag

Nach den Erlebnissen des Samstag müssen wir heute einmal das gesamte WM-Feld für die gezeigte Disziplin loben. Die MotoGP-Stewards haben nun bereits ihren Abschlussbericht des Tages ausgesendet und da steht absolut nichts. In keiner Klasse wurde auch nur eine Strafe ausgesprochen. Auch Reifendruckstrafen gibt es keine. Einzig die bereits zuvor ausgesprochenen Longlaps wurden abgesessen. Damit gibt es auch keinerlei Nachspiel für Assen in einer Woche. Es geht doch!

Joan Mir feiert, aber zieht Radsport-Vergleich: Will nicht Etappen, sondern Gesamtklassement

Joan Mir ging heute auf Risiko mit dem Soft-Reifen und wurde mit Rang fünf belohnt. "Natürlich ist es jetzt leicht sowas zu sagen, nachdem alles gut gelaufen ist. Aber ich glaube das ist vielmehr eine Frage des Fahrstils als des Motorrads. Ich weiß, dass mein Fahrstill sensibel im Kurveneingang ist. Mit dem Medium-Reifen habe ich da einfach mehr Probleme", begründete er seine Wahl. Offensichtlich hatte der Ex-Weltmeister recht. Dennoch gibt er sich auch selbstkritisch, denn ihm ist sehr wohl bewusst, dass da heute ein Ausreißer nach oben war: "Ich würde mir wirklich wünschen, dass ich öfter so eine Leistung zeigen kann. Wir müssen Konstanz finden. Um es im Bild der Radfahrer zu sagen: Momentan fühle ich mich so, als würde ich um Etappensiege fahren, aber nicht ums Gesamtklassement." Vom 'gelben Trikot der MotoGP' ist er mit über 150 Punkten Rückstand auf die Spitze tatsächlich weit entfernt...

Ai Ogura scherzt: Marc, lass mich doch auch mal gewinnen!

Groß angefressen ist Ai Ogura offenbar nicht, denn er kann nach dem Rennen bereits scherzen: "Marc (Marquez) hatte großartige Pace und ich konnte ihn nicht mehr einholen. In einem Moment dachte ich: Lass mich auch mal gewinnen, du hast doch schon so viele Siege (lacht, Anm. d. Red.)." Aber der Japaner hat nach den ersten Führungskilometern eindeutig Blut geleckt: "Es fühlt sich fantastisch an, wenn niemand vor dir fährt. Die frische Luft ist großartig, aber sie waren diesmal einfach ein wenig besser. Wir werden es wieder versuchen." Der erste Sieg scheint absolut möglich, aber er muss ihn wohl erreichen, bevor 2027 der Wechsel auf Yamaha ansteht.

WM-Chance für Marc Marquez lebt: Kann ja nicht mehr nein sagen!

Während Gigi Dall'Igna also auf die Bremse tritt, wagt sich der notorische Tiefstapler Marc Marquez tatsächlich aus der Deckung. Nur noch eine Hürde muss er nehmen, ehe er Kurs in Richtung WM-Titel setzen will. "Ja, ich kann ja jetzt nicht mehr nein sagen. Es schien komplett vorbei in Mugello, auch als ich noch im Krankenhaus war. Ich weiß nicht wie, aber jetzt bin ich nur 40 Punkte hinter dem Führenden. Ich muss jetzt die Beine auf dem Boden halten und Assen noch überstehen. Das ist eine Strecke, wo ich mich selbst Fit immer recht schwergetan habe. Also herrscht da noch Zurückhaltung, aber dann am Sachsenring und nach der Sommerpause werden wir sehen, ob wir in den Angriffsmodus schalten können", antwortet er auf die Frage, ob er nun an die Titelverteidigung glaube.

Gigi Dall'Igna tritt auf die WM-Bremse: Von Rennen zu Rennen denken

Marc Marquez hat in zwei Rennen seinen eigentlich großen Rückstand in der WM mehr als halbiert. Doch sein Boss Gigi Dall'Igna holt lieber die klassische Fußballrhetorik hervor: "Ehrlicherweise will ich nicht zu viel über die Meisterschaft nachdenken. Ich glaube es ist besser, es einfach Rennen für Rennen weiterzumachen. Wir werden sehen, was in Assen passiert. Es ist ein wichtiges Resultat und wir sind sehr glücklich. Nach Mugello war es wichtig, jetzt zwei Rennen in Folge zu gewinnen." Außerdem gehören zu solchen Schritten auch immer zwei dazu: "Es ist ein wichtiges Resultat, aber sicherlich hatte auch Aprilia in den letzten beiden Rennen Pech. Wir werden sehen, was jetzt im Rest der Meisterschaft passiert."

Yamaha von Alex Rins spielt verrückt: Riskiere nicht mein Leben!

Noch deftiger sind die Aussagen von Alex Rins über seine Yamaha. Der Spanier fürchtete einen kompletten Kontrollverlust des Motorrads und gab daher lieber das Rennen auf: "Wir hatten am Freitag ein Problem mit der Elektronik. Heute im Rennen trat es wieder auf. Ich würde mein Leben riskieren mit diesem Problem am Motorrad. Also fuhr ich an die Box. Wir fahren hier 350 km/h, das ist kein Witz. Du musst alles unter Kontrolle haben können, um zu fahren. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist das ein großes Risiko." Das ist wirklich alles nicht mehr lustig bei den Japanern. Wie lange soll dieses Debakel noch so weitergehen?

Quartararo ohne Sturz-Reue: Lieber so als 1,5 Sekunden zu langsam

Fabio Quartararo stürzte heute früh. Der Franzose ging auf 'alles oder nichts' und bereut das nicht: "Ich versuche einfach meine beste Leistung rauszuholen. Ich möchte wirklich pushen. Aber wenn du pushst, dann passiert das. Aber lieber so, als sitzen zu bleiben und 1,5 Sekunden langsamer zu sein." Die Grenzen der Yamaha einzuschätzen sei unmöglich: "Ich bin verloren. Wo liegt das Potential des Bikes? Sicherlich ist es nicht da, aber auch ohne Potential gibt es ein Limit. Dieses Limit spürst du nie. Du brauchst aber ein Gefühl an der Front, wenn du auf der letzten Rille fährst."

WM-Stand: Bezzecchi-Sperre schiebt alles zusammen

Wir blicken auf die MotoGP-Fahrerwertung, die Hochspannung verspricht. Marco Bezzecchi führt trotz selbst erzwungener Nullnummer weiter mit 180 Punkten, aber bis auf Pedro Acosta (132) haben alle Verfolger teilweise deutlich aufgeholt. Jorge Martin hat nun 172 Zähler. Fabio Di Giannantonio steht bei 157. Marc Marquez ist nun Vierter mit 140 Punkten. Er hat seinen Rückstand in zwei Wochenenden mehr als halbiert. Auch Ai Ogura (134) und Francesco Bagnaia (127) müssen jetzt wohl auf dem WM-Radar auftauchen.

P1 - Marc Marquez überglücklich und total fertig: Die längsten sechs Runden des Jahres!

Schweißüberströmt steht Marc Marquez da. Es ist ihm anzusehen, welch hartes Stück Arbeit das heute war. Genau das bestätigt er uns dann auch: "Das ist ein sehr wichtiger Sieg auf einer Strecke mit vielen Rechtskurven. Das ist etwas Besonderes, auf das ich geschielt habe. Ich gebe niemals auf, aber in den letzten Runden habe ich gewaltig gelitten. Das Bike lieferte, aber ich war fertig. Ich versuchte einfach, irgendwie die Pace hochzuhalten. Ogura hat gepusht, aber nicht genug, um mich noch einzuholen. Das waren die längsten sechs Runden des Jahres. Die Linie auf Platz eins zu überfahren machte mich überglücklich."

P2 - Ai Ogura erkennt: Qualität des Wochenendes viel höher als zuvor

Es hat nicht gereicht zum ersten Sieg, aber Ai Ogura blickt völlig zurecht zufrieden auf seine Leistung: "Erstmal freue ich mich sehr für meine Jungs. Das war wirklich ein hartes Rennen. Ich hatte gute Pace am Ende, aber er (Marquez) hatte noch mehr drauf. Wir werden es weiter versuchen, aber insgesamt hatte dieses Wochenende eine viel höhere Qualität als in den anderen Rennen. Wir können damit zufrieden sein. Es ist Zeit, das zu feiern." Erste Pole-Position, erstes Sprint-Podium und bestes Grand-Prix-Resultat. Das kann sich definitiv sehen lassen.

P3 - Bagnaia gibt zu: 2 bis 3 Zehntel zu langsam

Lange sah es sehr gut für Francesco Bagnaia aus, doch der Italiener wusste bereits, was kommen würde: "Solange ich führte, war es recht komfortabel, aber ich spürte da bereits, dass die Pace nicht ausreichte. Mir fehlten zwei oder drei Zehntel auf die anderen beiden (Marquez und Ogura, Anm. d. Red.). Ich habe alles gegeben und wir haben die Vibrationen im Vergleich zu gestern etwas verringert, dafür war es jetzt schwammiger. Vielleicht sollte ich die Vibrationen doch vorziehen. Sobald mich Marc und Ai überholten, hatte ich Schwierigkeiten zu folgen, aufgrund des Reifendrucks an der Front. Ich musste langsamer machen. In den letzten drei Runden fand ich dann wieder zur Pace, um Diggia in Schach zu halten, der sehr schnell daherkam. Insgesamt bin ich zufrieden, denn wir haben einen weiteren Schritt in Richtung Spitze gemacht. Wir müssen nun so weitermachen."

Martin profitiert nur mäßig

Mit Rang neun nach zwei Longlaps zeigt Jorge Martin sicherlich keine schlechte Leistung, aber er wird sich mehr erwartet haben. Trotzdem profitiert natürlich auch er von der Bezzecchi-Sperre. Enea Bastianini rundet die Top 10 ab. Die weiteren Punkte gehen an: 11. Moreira, 12. Binder, 13. Morbidelli, 14. Razgatlioglu und 15. Vinales. 'El Turco' wendet damit eine Null-Punkte-Blamage für Yamaha ab.

Joan Mir mit sensationellem Reifenpoker

Nach Ducati am Samstag geht der Poker mit dem weichen Reifen erneut auf. Joan Mir bringt tatsächlich Rang fünf nach Hause. Eine großartige Leistung. Fermin Aldeguer, Raul Fernandez und Luca Marini platzieren sich dahinter. Also ein guter Tag für das Honda-Werksteam.

ZIEL: Marc Marquez hält Ogura in Schach, später Defekt für Acosta

Es wird noch eng, aber Marc Marquez zieht es fehlerfrei durch und sichert sich damit den zweiten Sieg in Serie. Ai Ogura muss sich mit Rang zwei begnügen. Francesco Bagnaia kam am Ende sogar noch vom anfliegenden Di Giannantonio unter Druck, bringt aber das Podium nach Hause. Ein enttäuschendes Ende erlebt Pedro Acosta. Er rollt in der letzten Runde mit Defekt aus. Null Punkte für ihn aus Brünn.

Rennen der MotoGP in Brünn im Liveticker: Alle Positionen

Tschechien GP

Rennen, Sonnenschein

Positionen Tschechien GP
1Marc Marquez
Ducati Lenovo Team
2Ai Ogura
Trackhouse MotoGP Team
3Francesco Bagnaia
Ducati Lenovo Team
4Fabio Di Giannantonio
Pertamina Enduro VR46 Racing Team
5Joan Mir
Honda HRC Castrol
6Fermin Aldeguer
BK8 Gresini Racing MotoGP
7Raul Fernandez
Trackhouse MotoGP Team
8Luca Marini
Honda HRC Castrol
9Jorge Martin
Aprilia Racing Team
10Enea Bastianini
Red Bull KTM Tech3
11Diogo Moreira
LCR Honda
12Brad Binder
Red Bull KTM Factory Racing
13Franco Morbidelli
Pertamina Enduro VR46 Racing Team
14Toprak Razgatlioglu
Prima Pramac Yamaha MotoGP
15Maverick Vinales
Red Bull KTM Tech3
16Jack Miller
Prima Pramac Yamaha MotoGP
17Cal Crutchlow
LCR Honda
18Pedro Acosta
Red Bull KTM Factory Racing
19Alex Rins
Monster Energy Yamaha MotoGP
20Fabio Quartararo
Monster Energy Yamaha MotoGP

Runde 19/21: Ogura versucht es

Ai Ogura kommt langsam näher. Noch sind es sechs Zehntel Rückstand, aber die Lücke wird etwas kleiner. Pedro Acosta hat nun offenbar keine Gefahr mehr durch eine Reifendruckstrafe und geht wieder an Mir vorbei. Jorge Martin sichert sich Rang 10 von Moreira, der nun ziemlich einbricht.

Runde 17/21: Auch Ogura vorbei an Bagnaia!

Von weit hinten bremst sich Ai Ogura an Francesco Bagnaia vorbei, aber das klappt und bleibt sauber. Der Italiener scheint nun nicht mehr dagegenhalten zu können und nimmt Kurs auf Rang drei. Die Frage ist: Kann Ogura nun noch Marquez erreichen?

Runde 16/21: Marquez greift an und geht in Führung!

Da ist die Attacke des Weltmeisters! In Kurve 4 kann er innen vorbeigehen. Bagnaia gelingt kein Konter. Das könnte die Entscheidung gewesen sein. Pedro Acosta hat sich nun absichtlich hinter Mir zurückfallen lassen, offenbar muss er eine Reifendruckstrafe vermeiden.

Runde 14/21: Marquez mit der schnellsten Runde

Nach der kurzen Verschnaufpause legt Marc Marquez wieder zu und zeigt sich hinter Bagnaia, aber es gelingt immer noch kein Angriff. Ai Ogura lauert, aber er kommt noch nicht ganz heran an das rote Duo. Eine bemerkenswerte Leistung zeigt Joan Mir, der auf dem Soft immer noch Rang sechs hält.

Runde 12/21: Bagnaia hält sich, Ogura kommt

Die Spannung steigt. Marc Marquez konnte nicht entscheidend angreifen und musste nun wieder ein wenig eine Lücke aufmachen. Da sollte er nun nach hinten blicken, den Ai Ogura macht aus dem Duell bald einen Dreikampf. Nach langem Kampf kann Di Giannantonio nun endlich an Acosta vorbeigehen. Der Zug nach vorn ist aber längst abgefahren. Jorge Martin sichert sich Rang elf von Morbidelli. Nächster auf der Liste wäre Marini.

Runde 10/21: Marquez nun nah dran

Marc Marquez kommt in immer kleinen Schritten näher. Das reicht noch nicht für einen Angriff, aber er hängt Bagnaia im Nacken. Ai Ogura hält noch Schritt, während Acosta und Di Giannantonio nun abreißen lassen müssen. Jorge Martin hat einen Rang gutgemacht und ist auf Rang 12.

Runde 8/21: Marquez erhöht den Druck

Jetzt setzt Marc Marquez die schnellste Runde, aber Bagnaia hält ebenfalls hohes Tempo. Ai Gura hält sich etwa sieben Zehntel hinter den beiden. Acosta und Di Giannantonio sind im Schlepptau. Es ist der von Alex Marquez prognostizierte Zug.

Runde 6/21: Martin nun auf der Jagd

Jorge Martin fährt seine zweite Longlap und liegt auf Rang 13. Er muss nun so viele Punkte wie möglich rausholen. Francesco Bagnaia macht Tempo mit der schnellsten Rennrunde. Marc Marquez kann ihn nicht attackieren, ist eher um Anschluss bemüht.

Runde 5/21: Martin mit der Longlap

Jorge Martin fährt erstmals in die Longlap und kommt auf Rang 10 wieder raus. Vorn hat sich Ogura nun etwas gefangen. Die ersten fünf fahren nun noch innerhalb von zwei Sekunden. Diogo Moreira wurde von Joan Mir überholt, der noch von seinem weichen Reifen profitiert. Die beiden haben aber keinen Anschluss mehr.

Runde 3/21: Ducatis machen Tempo

Francesco Bagnaia setzt die schnellste Runde und Marquez ist fast genauso schnell. Ai Ogura kommt nun sogar von Acosta unter Druck.

Runde 2/21: Ogura wehrt ab, aber dann sitzt die Attacke

Francesco Bagnaia ist aggressiv unterwegs und geht kurz in Front, aber am Kurvenausgang geht Ai Ogura wieder vorbei. Der zweite Versuch kommt in der Schwantz-Kurve und da kommt der Italiener durch und geht in Führung. Kurz darauf macht Marc Marquez daraus eine Ducati-Doppelführung. Acosta ist nun vierter. Martin muss seine Longlaps absolvieren. Quartararo stürzt aus dem Rennen.

Runde 1/21: Bagnaia kontert Marquez

Francesco Bagnaia ist zur Stelle und er holt sich Rang zwei von Marquez zurück. Diogo Moreira mischt munter mit und hat sich Rang vier gesichert. Di Giannantonio ist auch noch hinter Acosta auf Rang sechs zurückgefallen.

START: Ogura zieht es durch!

Ai Ogura kommt super weg und hält die Führung. Dahinter greift Marc Marquez stark an und geht an Bagnaia und Di Giannantonio vorbei. Jorge Martin liegt auf Rang acht.

Formationsrunde läuft

Das Feld setzt sich in Bewegung. Kann Ai Ogura das lange Warten Japans auf einen MotoGP-Sieg beenden, oder schlagen doch die Favoriten zu? Gleich geht es los.

Reifenwahl: Einer pokert tatsächlich mit Soft!

Gestern war der weiche Hinterreifen der goldene Griff für Ducati. Heute über 21 Runden waren sich aber eigentlich alle einig, dass der Reifen das nicht durchhalten kann. Das sehen auch 19 von 20 Sportskameraden so und wählen den Medium. Nur einer wagt es wirklich. Joan Mir startet auf dem Soft. Das ist gelinde gesagt mutig bei diesen Temperaturen. Der Spanier auf der Honda geht von Rang 11 aus ins Rennen.

Hitzeschlacht in Brünn erreicht Höhepunkt

Die Moto3 und die Moto2 hatten es bereits nicht leicht, aber jetzt wird es noch härter. Über 30 Grad Luft- und 50 Grad Asphalttempertatur machen die 21 Rennrunden auf diesem anstrengenden Kurs zum Härtestest.

Alex Marquez hat vier Favoriten

Alex Marquez schaut heute aus der Position eines Fans zu. Der Vizemeister sieht beim Kampf um den Sieg vier Fahrer vorn: "Ich sehe Pecco (Bagnaia, Marc (Marquez), Ogura und Diggia (Di Giannantonio) in einem sehr ähnlichen Ryhtmus. Die Attacken in den ersten drei Runden werden interessant. Danach wird sich wohl ein Zug bilden."

Jorge Martin mit zwei Longlaps, aber Ortola macht Hoffnung

Weil er den Startunfall in Ungarn verursacht hat, muss Jorge Martin heute zweimal in die Longlap abbiegen. Eigentlich ein Todesurteil für alle Ambitionen, aber hier in Brünn ist die Longlap nicht so schlimm wie auf anderen Strecken. Martin hatte das bereits selbst angekündigt und Ivan Ortola hat es in der Moto2 mit seinem Sieg trotz Longlap bewiesen. Allerdings muss der 'Martinator' eben zweimal abbiegen. Wenn er es trotzdem noch aufs Podium schafft, würde er sogar die WM-Führung übernehmen. Das scheint doch sehr optimistisch, aber von der Sperre des Teamkollegen kann er heute trotz der zwei Strafen sicher profitieren.

GRID: Ai Ogura erstmals auf Pole-Position

Bezzecchi ist raus, aber Aprilia hat noch ein heißes Eisen für den Sieg im Feuer. Ai Ogura steht erstmals auf Pole-Position. Neben ihm lauern Fabio Di Giannatonio und Sprint-Sieger Francesco Bagnaia. Marc Marquez rückt durch das Bezzecchi-Aus auf Rang vier vor, direkt vor Überraschungsmann Diogo Moreira. Jorge Martin muss von Rang neun nach vorn kommen, hat aber eine Hypothek. Mehr dazu gleich. Hier könnt ihr erstmal die gesamte Startaufstellung nachlesen:

Nur 20 Starter: Alex Marquez geht kein Risiko ein

Neben dem gesperrten Bezzecchi fehlt auch noch ein weiterer Pilot in der Startaufstellung, allerdings aus einem weitaus vernünftigeren Grund. Alex Marquez geht auf Anraten seiner Ärzte das Risiko eines Rennens nicht ein und zog sich daher schon vor dem Sprint aus seinem Comeback-Wochenende zurück. Aufgrund seines komplizierten Schlüsselbeinbruchs aus dem Horrorunfall von Barcelona herrscht bei ihm absolutes Sturzverbot. In Assen will er dann das gesamte Wochenende probieren. Damit haben wir also nur 20 Bikes in der Startaufstellung.

Marshal geschlagen! WM-Führender Bezzecchi vom Rennen ausgeschlossen

Die größte Schlagzeile des Wochenendes gab es aber bereits vor dem Grand Prix. Nach seinem Sturz im Sprint hat Marco Bezzecchi einem Marshal, der sein Motorrad bergen wollte, ins Gesicht geschlagen. Dieses völlig inakzeptable Verhalten haben die Stewards mit einer Sperre im Rennen sanktioniert. Auch ein Protest von Aprilia änderte daran nichts. Der WM-Führende muss heute zusehen, der Rest des Feldes rückt hinter seinem ursprünglichen vierten Startplatz auf. Mittlerweile hat er sich sowohl persönlich beim Marshal als auch in einem öffentlichen Statement entschuldigt:

MotoGP-Rennen steht bevor

Die Nachwuchsklassen haben super vorgelegt mit Spannung bis in die letzte Runde, ja sogar letzte Kurve. Jetzt hoffen wir natürlich, dass die MotoGP ebenso abliefert. Ab 14:00 Uhr geht es in 21 Rennrunden hier in Brünn.

Moto2-WM: Gonzalez mehr als zwei Siege vorn

Blicken wir dann noch auf die Moto2-Fahrerwertung. Mit der hervorragenden Schadensbegrenzung hat Manu Gonzalez sogar seine Führung ausgebaut. Mit 165,5 Zählern hat er nun 50,5 mehr als Izan Guevara. Es folgen Celestino Vietti (109), Senna Agius (107), David Alonso (91) und Dani Holgado (85). Der heutige Sieger Ivan Ortola hat 77,5 Punkte.

Rueda feiert bestes Moto2-Ergebnis

Moto3-Weltmeister Jose Rueda dürfen wir ebenfalls gratulieren. Als Zehnter erreicht er sein bisher bestes Ergebnis in der mittleren Klasse. Die letzten Punkte gehen an: 11. Veijer, 12. Munoz, 13. Escrig, 14. Furusato und 15. van den Goorbergh.

Gonzalez ringt Guevara nieder

Senna Agius wird Vierter und dahinter hat sich Manu Gonzalez tatsächlich noch hauchdünn gegen Izan Guevara durchgesetzt. Damit hat er von Rang 13 aus hervorragende Schadensbegrenzung betrieben. Dani Holgado hält das gesamte Rennen über Joe Roberts und Celestino Vietti hinter sich, wird aber mit Rang sieben sicherlich nicht zufrieden sein.

ZIEL: Fantastisch! Ortola siegt in letzter Kurve trotz Longlap!

Was für eine Leistung von Ivan Ortola! Er wartet bis zur letzten Kurve und setzt dann die Attacke. Um 96 Tausendstel kann er David Alonso bezwingen und holt damit seinen ersten Moto2-Sieg trotz einer Longlapstrafe. Alonso hat das gesamte Rennen geführt und steht nun 'nur' als Zweiter da. Der Jubel um Rang drei hingegen ist viel größer. Filip Salac verpasst die große Sensation, darf aber vor seinen Fans auf dem Podium feiern. Gratulation an den Tschechen!

Runde 16/18: Duell zwischen Gonzalez und Guevara

Vorn verteidigt sich Alonso weiter wacker, während Salac nun um den Anschluss kämpfen muss. Manu Gonzalez hat erstmals Geuvara angegriffen, aber der Pramac-Pilot setzt sich hart durch.

Runde 15/18: Ortolas erste Angriffe scheitern

Jetzt kommen die Attacken von Ivan Ortola, aber gleich zweimal hat David Alonso eine Antwort parat. Filip Salac lauert dahinter, aber diesmal konnte er nicht wie zuvor profitieren.

Runde 14/18: Guevara fällt zurück

Es deutet sich der Dreikampf um den Sieg an, während Senna Agius noch den Anschluss sucht. Den hat Izan Guevara verloren. Er läuft nun Gefahr auch noch von Gonzalez geschluckt zu werden.

Runde 13/18: Salac gibt alles für die Sensation!

Er will nicht nur das Podium, er will den Sieg. Filip Salac gibt richtig Gas und fährt an das Führungsduo heran. Die Fans sind begeistert.

Runde 11/18: Salac schlüpft aufs Podium!

Jubel in Brünn. Senna Agius startet einen aggressiven Angriff auf Izan Guevara. Da gehen beide ein wenig weit und schon geht Filip Salac innen vorbei. Kann der Tscheche nun das Podium beim Heimrennen halten? Vorne hält Alonso weiter Ortola in Schach.

Runde 9/18: Ortola ist dran

Ivan Ortola hängt nun direkt im Heck von David Alonso. Eine Attacke konnte der MSi-Pilot aber noch nicht setzen. Dahinter fährt auch ein Trio aus Guevara, Agius und Salac heran. Manu Gonzalez fährt recht isoliert auf Rang sechs, hat aber noch einigermaßen Anschluss. Er könnte von Zweikämpfen vor ihm profitieren.

Runde 7/18: Ortola fliegt heran!

Was für ein Rennen bisher von Ivan Ortola. Er fährt tatsächlich an Alonso heran. Filip Salac dreht nun auch richtig auf und dreht die schnellste Runde. Da wird er bald Druck auf das Duo aus Guevara und Agius machen.

Runde 5/16: Holgado wird durchgereicht

Es wird immer schlimmer für Dani Holgado. Filip Salac nutzt den nächsten Fehler und dann kommt auch noch Manu Gonzalez und geht vorbei. Der WM-Führende ist damit schon sechster. Ivan Ortolas fantastische Leistung geht weiter. Er fährt die Lücke zu Alonso auf unter eine Sekunde zu. Halten seine Reifen das durch?

Runde 4/18: Ortola in der Longlap, und immer noch Zweiter!

Wahnsinn! Ivan Ortola fährt in die Longlap und kommt trotzdem knapp als Zweiter vor Guevara wieder raus. Das hat er sensationell gemacht. Derweil ist Dani Holgado in Problemen. Nach einem weiteren Fehler geht auch Senna Agius vorbei.

Runde 3/18: Gonzalez-Sturm geht weiter

Manu Gonzalez geht an Veijer und Roberts vorbei. Da ist nun Rang acht für ihn. Nun muss er die Lücke zu Vietti zufahren. Izan Guevara holt sich Rang drei nach einem kleinen Fehler von Holgado. Ortola bekommt nun angezeigt, dass er innerhalb von drei Runden seine Longlap fahren muss. Noch fährt er gut mit Alonso mit.

Runde 2/18: Gonzalez startet seine Aufholjagd

Manu Gonzalez hatte eine gute Startphase und hat sich von 13 auf 10 gefahren. Der nächste auf der Liste ist nun Collin Veijer. Vorn macht Alonso Dampf und nur Ortola kann derzeit folgen. Dani Holgado ist Dritter, zieht dabei Guevara, Agius, Salac und Vietti hinter sich her.

START: Alonso in Führung, Ortola stark

David Alonso hält die Führung. Ivan Ortola stürmt bis auf Rang zwei nach vorn, aber er muss ja gleich in die Longlap. Leider läuft es nicht gut für Filip Salac, der auf Rang sechs zurückfällt.

Formationsrunde läuft

Das Feld der mittleren Klasse setzt sich in Bewegung. Gleich geht es los mit dem zweiten Rennen des Tages. Die Fans drücken Filip Salac die Daumen. Gelingt ihm sogar die Sensation?

Hitzeschlacht zu erwarten

In wenigen Minuten geht es in 18 Rennrunden. Der Asphalt wird immer heißer. 45 Grad hat er bereits erreicht, Tendenz steigend. Da wird Reifenmanagement wichtig, wenn einem die Pirellis nicht wegschmelzen sollen.

Ortola muss Longlap absolvieren

Und noch eine Strafe für einen Spitzenpiloten haben wir im Petto. Ivan Ortola nimmt diese aus Ungarn mit. Dort hat er Dani Munoz abgeschossen und darf deswegen heute in die Longlap abbiegen.

GRID: David Alonso mit erster Saisonpole

Eigentlich war David Alonso schon in Austin schnellster im Qualifying, doch auch damals gab es eine Strafe. Nun steht der Kolumbianer wirklich das erste Mal in dieser Saison auf Pole. Neben ihm steht Lokalheld Filip Salac. Alonsos Teamkollege Dani Holgado komplettiert die erste Reihe. Dann folgt mit Senna Agius, Ivan Ortola und Izan Guevara eine starke Reihe zwei. Die Strafe von Manu Gonzalez haben wir bereits angesprochen. Die gesamte Startaufstellung findet ihr hier:

Gridstrafe für Manu Gonzalez: Intact GP zweifelt Regelwerk an

Auch in der Moto2 müssen wir uns mit Strafen beschäftigen. Ausgerechnet der WM-Führende wurde zurückverstetzt. Statt auf Platz 4 steht Manu Gonzalez nun auf 13. Er erhielt die Strafe für überschreiten der Mindestrundenzeit im Qualifying, mit anderen Worten hat er zu viel gebummelt. Für Intact-Boss Jürgen Lingg ist die Regel fragwürdig, denn alle anderen Fahrer würden sich um Pacesetter Gonzalez tummeln und ebenfalls nur darauf warten, ihm zu folgen. Dementsprechend hat es der Spanier auch viel schwerer, einen Platz für eine freie und saubere Runde zu finden. Tatsache ist jetzt aber, dass er sich von 13 nach vorn arbeiten muss.

Weiter mit der Moto2 und Lokalmatador Salac

Die Moto3 hat uns schon einmal einen sehr unterhaltsamten Auftakt geliefert. Jetzt hoffen wir auf ähnliches in der Moto2. Die Augen der tschechischen Fans sind auf Lokalmatador Filip Salac gerichtet. Von Platz zwei startend hat er alle Chancen auf eine Sensation. Zuletzt wurde er in Ungarn Zweiter, ist also in Topform am Start.

WM-Stand: Max Quiles weiter voll auf Kurs

Heute ist er einmal 'nur' Dritter geworden, aber das ändert nichts an der Vormachtstellung von Max Quiles in der Moto3-Fahrerwertung. Er hat nun 186 Punkte auf dem Konto. Einzig Alvaro Carpe (121) kann noch eine dreistellige Punktezahl vorweisen. Dahinter reihen sich schon die starken Rookies ein. Brian Uriarte (92) ist bester Neuling, dann folgt David Almansa (89) bevor mit Marco Morelli (86), Veda Pratama (82) und Hakim Danish (73) drei weitere WM-Debütanten in der Wertung stehen. Was für ein Jahrgang.

Verfolgergruppe deklassiert

Marco Morelli kommt auf Rang sieben ins Ziel, aber er hat einen Rückstand von über 10 Sekunden auf Sieger Danish. Joel Kelso, Scott Ogden und Valentin Perrone komplettieren die Top 10. Die letzten Punkte gehen an: 11. Bertelle, 12. Cruces, 13. Uriarte, 14. Fernandez und 15. Yamanaka.

ZIEL: Danish profitiert und siegt in wilder letzter Runde!

Was für ein Finale! Brian Uriarte und Max Quiles geben es sich in der letzten Runde so richtig, aber das ist zu viel. Hakim Danish sagt Danke und schlüpft durch. Dann mischt sich bei den Verfolgern auch noch David Almansa ein und so können sie die Lücke zum Malaien nicht mehr zufahren. Rookie Hakim Danish holt seinen ersten Sieg und damit den ersten für sein Land seit 10 Jahren. Uriarte wird Zweiter vor Quiles, während sich Pole-Mann Almansa mit Rang vier begnügen muss. Veda Pratama hat Alavaro Carpe im Kampf um Rang fünf geschlagen.

Runde 14/16: Almansa attackiert

Die Gruppe bleibt zusammen, aber es macht den Eindruck, dass David Almansa am ehesten Max Quiles bezwingen kann. Der Intact-Pilot attackiert, aber der WM-Führende hat eine Antwort. Auch Hakim Danish will da seinen ersten Sieg, lag aber noch nie in Führung.

Runde 12/16: Quiles kommt nicht weg

Max Quiles hat einen Fluchtversuch gewagt, aber die Verfolger haben die kleine Lücke im Windschatten wieder geschlossen. Veda Pratama droht jeden Moment, den Anschluss zu verlieren. Er hängt noch gerade so dran.

Runde 10/16: Kontakt zwischen Carpe und Almansa!

Das ging beinahe schief. Alvaro Carpe und David Almansa berühren sich, aber der Sturz wird vermieden. In Folge fallen sie aber ein paar Plätze zurück. Die Gruppe bleibt aber zusammen, es ist noch nichts verloren. Veda Pratama scheint aber langsam Probleme zu haben, das Tempo zu halten.

Runde 9/16: Spitzengruppe dominiert das Geschehen

Es gibt weiter Überholmanöver um Überholmanöver, ohne dass sich ein Fahrer absetzen kann. Tatsächlich können sich die sechs an der Spitze diese Spielchen leisten, denn Joel Kelso auf Rang sieben liegt bereits über vier Sekunden (!) zurück. Die Jungs an der Spitze fahren in einer eigenen Liga.

Runde 7/16: Wilde Kämpfe, Sturz von Rammerstorfer

Es kommt zu einem Duell nach dem anderen. Brian Urarte übernimmt die Führung und schon ist Almansa nur noch Dritter hinter Quiles. Weiter haben hier sechs Fahrer Siegchancen. Leo Rammerstorfer stürzt leider in Kurve 1 aus dem Rennen.

Runde 6/16: Pratama mit unglaublicher Pace, Sturz von O'Gorman

Das ist der Wahnsinn. Veda Pratama drückt die bisherige Rekordrunde im Rennen um mehr als eine Sekunde und lässt einen Konkurrenten nach dem anderen hinter sich. Jetzt ist er schon im Angriff von Uriarte auf Rang drei. Vorn hat Almansa die Führung übernommen. Casey O'Gorman will mit aller Macht folgen, doch er kommt leider zu Sturz. Damit also noch sechs Fahrer in der Spitzengruppe.

Runde 5/16: Pratama fährt die Lücke zu

Die Spitzengruppe könnte bald um einen Fahrer wachsen. Veda Pratama hat sich von den Verfolgern gelöst und fährt nun an O'Gorman heran. Hinter Quiles kämpfen Carpe, Almansa und Uriarte, aber der WM-Führende kann davon nicht profitieren und wegfahren.

Runde 3/16: Sechsergruppe setzt sich ab

Quiles führt die Spitzengruppe an, der nun auch Danish und O'Gorman angehören. Dahinter bildet sich bereits eine Lücke zu Veda Pratama, der die Verfolger anführt. Joel Esteban stürzt aus dem Rennen, nachdem es Kontakt mit einem Konkurrenten gab.

Runde 2/16: Danish fantastisch unterwegs

Vorne wird in einer Viergruppe gekämpft und der erste Verfolger heißt bereits Hakim Danish! Der Malaie fliegt durch das Feld und will in den Kampf um den Sieg eingreifen. Im Schlepptau hat er noch Rookie-Kollege Casey O'Gorman.

START: Quiles geht in Führung

Die Favoriten kommen alle gut weg, aber Max Quiles kann sich innen an Almansa vorbei in Führung setzen. Carpe und Uriarte folgen den beiden. Hakim Danish fährt von 14 auf 8 vor.

Formationsrunde läuft

Das Feld begibt sich in Bewegung. Wir erwarten uns ein erneutes Duell zwischen Pole-Mann Almansa und Favorit Quiles. Aber vielleicht können da auch noch andere mithalten. Wir sind gespannt. Gleich geht es los mit der Rennaction in Brünn.

Temperaturen bereits hoch

Obwohl das Moto3-Rennen noch relativ früh startet, so haben wir bereits ziemlich beachtliche Temperaturen. 30 Grad zeigt das Thermometer und der Asphalt ist bereits auf 40 Grad aufgeheizt. Das wird dann für die beiden Rennen danach noch weiter nach oben klettern.

GRID: Almansa erneut auf Pole

David Almansa ist derzeit in Topform im Qualifying. Der Intact-Pilot holte sich am Samstag die dritte Pole-Position in Folge. Durch die Danish-Strafe rückt WM-Dominator Max Quiles auf Rang zwei vor. Die erste Reihe wird durch Alvaro Carpe komplettiert. Seinen besten Karrierestartplatz auf Rang fünf kann Eddie O'Shea vorweisen. Leo Rammerstorfer startet von Rang 21. Die gesamte Startaufstellung findet ihr hier:

Vier saftige Grid-Strafen und zwei Longlaps, auch für Rammerstorfer

Als hätte Simon Crafar nicht schon in der MotoGP genug zu tun gehabt, gibt es eine wahre Flut an Strafen in der Moto3. Gleich vier Fahrer haben eine Startplatzstrafe von 12 (!) Plätzen bekommen: Hakim Danish (14.), Veda Pratama (20.), Guido Pini (24.) und Rico Salmela (26.) wurden weit zurückgestuft. Damit aber nicht genug, denn zwei Fahrer müssen im Rennen eine Longlap fahren. Rooche Moodley für das Verursachen eines Unfalls in Ungarn und Leo Rammerstorfer für das Blockieren von Cormac Buchanan im FP2.

Moto3 eröffnet Rennsonntag, mit Strafen...

Nach all den Berichten über Sperre und Strafen würden wir uns jetzt gerne dem Racing auf dieser wunderbaren Rennstrecke widmen. Leider geht es aber in der Moto3 auch nicht ohne Strafen. Um 11:00 Uhr geht es in 16 Rennrunden, aber davor müssen wir ein paar Eingriffe der Stewards erklären.

VIDEO: Nicht nur Bezzecchi-Sperre heißes Thema in Brünn

Natürlich ist die Sperre gegen den WM-Führenden die Schlagzeile des Wochenendes, aber hier in Brünn geht es auch anders heiß her, wortwörtlich. Die große Hitze macht den Fahrer zu schaffen. Sie fordern spezielle Maßnahmen. Mehr dazu in unserem neuesten Video:
MotoGP-Fahrer stöhnen in Brünn: Protokoll für Hitze nötig? (07:45 Min.)

Massimo Rivola entschuldigt sich, aber Bezzecchi-Strafe zu hart?

Auch Aprilia-Boss Massimo Rivola entschuldigt sich für das Verhalten von Marco Bezzecchi. Warum hat Aprilia dann erfolglos Protest gegen die Sperre eingelegt? "Wir wollen uns bei dem Marshal entschuldigen und akzeptieren eine Strafe. Wir tolerieren solches Verhalten nicht. Der Grund für unseren Protest war, dass wir das Gefühl hatten, die Strafe sei im Vergleich zu anderen ähnlichen Vorfällen in der Vergangenheit nicht proportional", sagt der Italiener. Ehrlicherweise können wir uns aber nicht erinnern, wann jemand mal einen Marshal geschlagen hat. Mittlerweile hat das Team auch angekündigt, dass es keine weiteren Schritte mehr einleiten wird. Theoretisch hätte Noale auch noch an eine höhere Instanz gehen können.

Marco Bezzecchi entschuldigt sich persönlich bei geschlagenem Marshal

Für seinen inakzeptablen Schlag von gestern zeigt Marco Bezzecchi heute morgen Reue, nicht nur in einem Statement, das er und Aprilia veröffentlichten. In der Früh ist er zu dem Marshal, den er geschlagen hat, gefahren und hat sich entschuldigt. Dabei hat er ihm auch ein paar seiner Rennhandschuhe geschenkt. Wenn das jene Handschuhe waren, mit dem er ihn geschlagen hat, dann ist das vielleicht auch ein wenig makaber, aber die Absicht der Entschuldigung ist dennoch klar. An seiner Zuschauerrolle am heutigen Tag ändert das alles nichts.

ZIEL: Aldeguer fängt Marquez ab, Martin weit hinten

Fermin Aldeguer hat in der Schlussphase noch die Bestzeit markiert. Hinter Marc Marquez sorgt Fabio Di Giannantonio für eine Ducati-Dreifachführung. Pole-Mann Ai Ogura kommt auf Rang sechs. Überraschend weit hinten liegt Jorge Martin. Der WM-Zweite kommt nicht über Rang 17 hinaus. Auch Sprint-Sieger Francesco Bagnaia kam nur auf Rang 12.

Warm Up der MotoGP in Brünn im Liveticker: Alle Positionen

Tschechien GP

Warm Up, Sonnenschein

Positionen Tschechien GP
1Fermin Aldeguer
BK8 Gresini Racing MotoGP
2Marc Marquez
Ducati Lenovo Team
3Fabio Di Giannantonio
Pertamina Enduro VR46 Racing Team
4Pedro Acosta
Red Bull KTM Factory Racing
5Jack Miller
Prima Pramac Yamaha MotoGP
6Ai Ogura
Trackhouse MotoGP Team
7Diogo Moreira
LCR Honda
8Raul Fernandez
Trackhouse MotoGP Team
9Enea Bastianini
Red Bull KTM Tech3
10Fabio Quartararo
Monster Energy Yamaha MotoGP
11Joan Mir
Honda HRC Castrol
12Francesco Bagnaia
Ducati Lenovo Team
13Maverick Vinales
Red Bull KTM Tech3
14Franco Morbidelli
Pertamina Enduro VR46 Racing Team
15Brad Binder
Red Bull KTM Factory Racing
16Toprak Razgatlioglu
Prima Pramac Yamaha MotoGP
17Jorge Martin
Aprilia Racing Team
18Alex Rins
Monster Energy Yamaha MotoGP
19Luca Marini
Honda HRC Castrol
20Cal Crutchlow
LCR Honda

Marc Marquez an der Spitze

Gestern war er mit Rang drei zufrieden, jetzt setzt sich Marc Marquez an die Spitze. Die Bezzecchi-Sperre ist natürlich für ihn und die weiteren Verfolger in der WM eine große Chance.

Dreimal Soft im Einsatz

Gestern hat Ducati mit den weichen Hinterreifen gepokert und gewonnen. Heute waren sich fast alle einig, dass die doppelte Renndistanz zu viel sein wird. Drei Fahrer probieren den Soft trotzdem aus im Warm Up. Enea Bastianini, Brad Binder und Franco Morbidelli sind allerdings allesamt wohl keine Siegkandidaten.

GRÜN: Warm Up eröffnet

Marco Bezzecchi sitzt in Aprilia-Kleidung in der Box und schaut nun zu, wie seine Kollegen in die Vorbereitung auf das Rennen gehen. 10 Minuten sind nun Zeit.

Alex Marquez zurückgezogen: Nur 20 Fahrer am Start

Während Bezzecchi für sein unrühmliches Verhalten bestraft wurde, ist der Grund für den Rückzug bei Alex Marquez wesentlich vernünftiger. Der Spanier will nach seinem komplizierten Schlüsselbeinbruch beim Horrorcrash von Barcelona kein Risiko eingehen und startete daher auch schon im Sprint nicht. Damit sind heute in der Königklasse also nur 20 Piloten am Start. Gleich beginnt das Warm Up.

Der Ticker-Zeitplan für den MotoGP-Rennsonntag in Brünn

09:40 - 09:50 Uhr: Warm Up MotoGP
11:00 Uhr: Rennen Moto3 (16 Runden)
12:15 Uhr: Rennen Moto2 (18 Runden)
14:00 Uhr: Rennen MotoGP (21 Runden)

Willkommen zur Hitzeschlacht von Brünn, ohne Marco Bezzecchi

Tag zwei der brütenden Hitze bei der MotoGP in Brünn. Gestern hat trotz diesen Bedingungen Ducati mit dem weichen Reifen überrascht. Heute will Pole-Mann Ai Ogura im Grand Prix seinen ersten Sieg holen. Keine Gegenwehr wird es dabei von Marco Bezzecchi geben, denn er darf heute gar nicht starten. Die MotoGP-Stewards haben ihn vom Tschechien-GP ausgeschlossen, weil er nach seinem Sprint-Sturz einen Marshal geschlagen hat. Damit kann die Konkurrenz heute natürlich viel Boden gutmachen im WM-Kampf. Wir sind gespannt, ob Martin, Marquez und Co. ihre Chance nutzen können. Motorsport-Magazin.com begleitet euch im Liveticker durch den gesamten Rennsonntag. Bevor die Moto3 loslegt, haben wir aber um 9:40 Uhr noch das Warm Up für euch.