KTM verliert zum Ende der Saison seinen Starpiloten Pedro Acosta an Ducati. Beim Heimrennen in Spielberg enthüllte nun Geschäftsführer Gottfried Neumeister ein Gespräch mit dem Spanier. Der Wechsel war die Suche nach der ganz großen Herausforderung.
KTM-Boss Neumeister kämpfte vergeblich um Acosta-Verbleib: Tut mir sehr leid
"Mehr als jede andere Marke sind wir vom Rookies Cup über alle anderen Klassen hinweg beteiligt. Es ist eine unserer Stärken, jungen Fahrern Schwung zu verleihen. Pedro hat mit KTM begonnen und jetzt weiß jeder, wie schnell er ist. Er hat all diese Jahre unter dem Management von KTM absolviert", erinnerte Neumeister daran, dass Mattighofen die gesamte bisherige WM-Karriere Acostas ermöglicht hatte. Und natürlich wollten die Orangenen ihren Goldjungen auch weiter im eigenen MotoGP-Stall halten. "Es tut mir sehr leid. Es ist kein Geheimnis, dass ich persönlich versucht habe, ihn von einem Verbleib zu überzeugen", seufzte der CEO, dass dies nicht gelang.

Dann kam es aber zu einer spannenden Enthüllung. Allgemein war davon ausgegangen worden, dass der Wechsel Acostas vor allem mit dem Wunsch nach konkurrenzfähigerem Material zu tun hatte. Auch seine eigenen Aussagen deuteten klar in diese Richtung. Dass es Acosta nicht um Geld ging, das bestätigte der Boss aus Mattighofen hingegen: "Ich habe immer noch Gänsehaut, als er mir sagte: Gottfried, es geht mir nicht um eine Million mehr oder weniger."
"Da bist du entwaffnet" - Pedro Acosta will Marc Marquez im selben MotoGP-Team schlagen
Diesen Aspekt rechnet Neumeister dem Spanier an: "Du siehst andere Fahrer, die auf dem besten Motorrad der Saison sitzen und bei anderen wegen des Geldes unterschreiben. Das ist für mich nicht der Geist des Rennfahrens." Acosta hingegen brachte ein ganz anderes Argument für seinen Abgang vor: "Er aber sagte: Ich bin Spanier. Selbst wenn ihr mit den 850ern ein besseres Bike als das aktuelle habt und ich damit gewinne, dann möchte ich Marc [Marquez] mit derselben Waffe schlagen."

Der Jungstar suchte also die ultimative Herausforderung. Er will 2027 das schaffen, woran Größen wie Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo oder Francesco Bagnaia gnadenlos gescheitert sind: Superstar Marc Marquez im selben Team schlagen. Als er das hörte, konnte Neumeister nichts mehr machen, als seine Anerkennung für Acostas Ehrgeiz kundzutun: "Dann bist du plötzlich entwaffnet. Das ist einfach eine großartige Motivation. Daher werde ich immer ein gutes Gefühl haben, wenn ich ihn sehe." Trotz Abschiedswehmut bleibt die Beziehung zu Acosta also intakt. Und mit einem Augenzwinkern fügte der KTM-Boss noch hinzu: "Man sieht sich im Leben immer zweimal."
Die Frage ist nun: Hat Acosta auch eine Chance, Marc Marquez zu schlagen? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren!



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