2025 feierte Fermin Aldeguer beim Indonesien GP noch seinen ersten MotoGP-Sieg, doch die Ausgabe von 2026 entwickelte sich schon ab Freitag zu Pleiten, Pech und Pannen. Zwei Stürze, ein Defekt und eine Verwarnung durch die Stewards waren aber nicht genug, denn am Sonntag kam es noch schlimmer. Der Spanier brach sich unglücklich einen Handknochen und droht nun auch nach erfolgreicher Operation erstmal auszufallen.
Unglückliche Verletzung: Fermin Aldeguer erfolgreich am Daumen operiert
Am Dienstagabend postete Aldeguer auf Instagram ein Foto von sich aus dem Krankenhaus in Barcelona, in das er zur Operation zurückgeflogen wurde. Der rechte Arm war eingegipst. Dazu zeigte er uns das Röntgenbild, welches die Verletzung als Daumenbruch spezifizierte. Scherzhaft stand noch 'Rider OK' in seiner kurzen Botschaft, die er mit "ein weiterer Rückschlag im Jahr 2026" kommentierte. 'Rider OK' ist die Meldung im System der Rennleitung, wenn ein Fahrer sich bei einem Unfall nicht schwerer verletzt hat.
Der Hergang der Verletzung war für Aldeguer äußerst unglücklich. Im Grand Prix in Mandalika war der Gresini-Pilot in Kurve 16 eigentlich harmlos über die Front weggerutscht. Diese Stelle ist für solche Unfälle bekannt. Zumeist steigen die Piloten danach wieder auf und fahren weiter. Aldeguer war über seinen Fehler aber so frustriert, dass er aus Ärger die rechte Hand hob. Als diese dann wieder auf den Asphalt prallte, brach offensichtlich der Daumenknochen.
Aldeguer für Phillip Island fraglich: Iker Lecuona vor drittem Gresini-Einsatz 2026?
Die emotionale Reaktion auf einen eigenen Fehler könnte ihn nun teuer zu stehen kommen. Ducati-Teammanager Davide Tardozzi gab bereits in Indonesien gegenüber Sky Italia an: "Ich glaube nicht, dass er auf Phillip Island dabei sein wird." Das letzte Rennen auf der Kultstrecke in Australien findet in eineinhalb Wochen (23. bis 25. Oktober) statt. Auch danach würden je im Wochenrythmus Malaysia und Katar folgen.

Es erscheint wahrscheinlich, dass Ducati einen Ersatz für sein Kundenteam stellen muss. Da die Superbike-WM dann bereits ihre Saison beendet hat, stehen die Fahrer aus diesem Paddock zur Verfügung. VR46 hat bisher ein Veto dagegen eingelegt, dass ihr kommender Pilot Nicolo Bulega für den markeninternen Konkurrenten Gresini fährt. Deswegen kam 2026 bereits zweimal dessen Teamkollege Iker Lecuona als Ersatzpilot zum Einsatz. Der Spanier machte seine Sache gut, in Ungarn sogar ausgezeichnet. Es erscheint also nicht unwahrscheinlich, dass er ein weiteres Mal in der Gresini-Garage Platz nehmen wird.
Im sportlichen Geschehen war Aldeguer dieses Jahr nur eine Randnotiz in Indonesien. Über die brennenderen Themen gibt es eine neue Ausgabe unsere Interwetten MotoGP-Magazins mit Experte Tom Lüthi:



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