Jorge Martins erster MotoGP-Arbeitstag nach seiner Speichenfraktur auf Phillip Island fand ein vorzeitiges Ende. Martin musste seine Aprilia im Training von Sepang nach nur drei Runden an der Box abstellen. Marc Marquez war wie schon im FP1 schnellster Mann auf der Strecke.

Stürze, Defekte & Zwischenfälle: Jorge Martin wäre schon in seiner zweiten schnellen Runde beinahe gestürzt. Er hatte in der schnellen Kurve 12 einen mächtigen Vorderradrutscher, konnte diesen aber gerade noch abfangen. Martin kehrte direkt an die Box zurück und verließ diese nach einem kurzen Gespräch mit seinem Team. Aprilia informierte anschließend darüber, dass der Trainingsfreitag für Martin damit beendet war. Eine Absage für das gesamte Wochenende sei dies aber noch nicht.

Jack Miller sorgte wenig später für den ersten MotoGP-Sturz des Tages. Er ging mit seiner Yamaha in Turn 4 zu Boden, konnte das Motorrad auf der Service Road aber wieder starten.

Nach 16 Minuten crashte auch Marc Marquez: Er verlor in der Anfahrt zur Zielkurve die Kontrolle über das Vorderrad, rutschte weg und landete im Kies. Marquez konnte seine Ducati aber wieder starten und das Motorrad zur Reparatur an die Box zurückbringen.

In der finalen Time-Attack kam es noch einmal zu einer Reihe von Stürzen: Enea Bastianini crashte in Kurve zwei, Johann Zarco erwischte es in Turn 7, Francesco Bagnaia in der ersten Kurve.

Das Ergebnis: Marc Marquez holte die Bestzeit in 1:57.000 Minuten. Bruder Alex war als Zweiter nur 0,109 Sekunden langsamer. Ai Ogura holte Rang drei vor Pedro Acosta und Fabio Di Giannantonio. Marco Bezzecchi belegte P6, verlor aber fast eine halbe Sekunde auf Marc Marquez. Das Tech3-Duo mit Enea Bastianini und Maverick Vinales landete auf den Plätzen sieben und acht. Franco Morbidelli und Joan Mir schnappten sich die letzten Ränge für den direkten Einzug in Q2.

Martin muss nach seinem Trainingsabbruch und dem letzten Platz am Samstag in Q1 ran. Er trifft dort unter anderem auf Francesco Bagnaia (12.) und Fabio Quartararo (19.).

Das Wetter: Sepang lieferte den MotoGP-Stars im Training am Freitagnachmittag die gewohnte Hitzeschlacht. Obwohl sich einige Wolken vor die Sonne schoben, wurden 34 Grad Außentemperatur und 49 Grad auf dem Asphalt erreicht.