Als wäre es in Österreich bei Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke nicht schon heiß genug gewesen, ließen die Spekulationen um sein Formel 1-Cockpit die Emotionen bei Esteban Ocon zusätzlich hochkochen. "Die Leute können ehrlich gesagt erzählen, was zum Teufel sie wollen - ich gebe keinen Scheiß darauf. Ich will einfach nur einen guten Job machen", stellte der Haas-Pilot klar.
Doch nach einem durchwachsenen Saisonstart stehen auf seinem WM-Konto gerade einmal drei Punkte. Teamkollege Oliver Bearman steht indes bei 18 Zählern, wobei der Brite seine größte Ausbeute in den ersten zwei Saisonrennen holte. Zuletzt musste Bearman allerdings zwei DNFs (Monaco, Barcelona) hinnehmen, während Ocon in Monaco immerhin zwei Zähler einfuhr.
Ocon: Als Team nicht gut genug
Die vergangenen drei oder vier Rennen waren für das gesamte Team ziemlich schwierig. Natürlich haben wir ein paar Punkte geholt, aber nicht genug und nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Wir müssen wieder in Form kommen", stellte Esteban Ocon klar. Bereits vor der Saison wurde über die Zukunft des Franzosen spekuliert. Die Kritik: Seine Leistungen seien zu inkonstant. Selbst Haas-Teamchef Ayao Komatsu machte deutlich, dass er mehr erwartet, weshalb bereits sei Kanada im Fahrerlager gemunkelt wird, dass sich Haas bereits nach Ersatz umsieht.
Ein Gerücht, dass Komatsu bereits vehement dementierte und auch Ocon betont: "Ich genieße das Vertrauen des Teams und das Vertrauen von Ayao. Deshalb liegt mein Fokus gemeinsam mit dem Team darauf, die Dinge zu verbessern, die wir selbst in der Hand haben." Nach mehreren Einsätzen als Testfahrer für Lotus, Mercedes, Force India und Renault erhielt Ocon 2016 ein Stammcockpit bei Manor Racing. Ein Jahr später wechselte er zu Force India, 2020 zu Renault (ab 2021 Alpine). Doch der ganz große Durchbruch blieb in all den Jahren aus, seit 2025 geht er für Haas an den Start.
F1-Gerüchteküche: Ocon konzentriert sich auf seinen Job
Mit Haas starke Ergebnisse einzufahren, erwies sich bislang als äußerst schwierig. Aktuell kämpft Ocon mit dem mangelnden Grip seines Wagens. Für den 29-Jährigen steht fest: Sobald Haas die Probleme mit dem Auto löst, wird auch die Leistung wieder stimmen. "Genau darauf muss ich mich konzentrieren - das ist mein Job. Als Fahrer muss ich mich um meine Performance auf der Strecke kümmern. Alles andere gehört eben dazu. Es wird immer Gerüchte geben. Wenn die Leute das Gesamtbild nur aus der Ferne betrachten, dann sehen sie natürlich etwas anderes", so Ocon.
Ein genauerer Blick auf die Hintergründe würde sofort darlegen, warum er 2026 erst wenige Punkte geholt hat. "Die wahren Gründe kennen wir intern - das Team und die Menschen, die eng um mich herum sind. Das ist das Wichtigste. Wir wissen, dass wir die richtige Arbeit leisten. Jetzt müssen wir nur noch die Früchte dieser Arbeit ernten", erklärte der Haas-Pilot.



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