Ein weiteres Formel-1-Wochenende ohne Punkte für Audi. Doch negativ sehen Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg das Rennen in Österreich keinesfalls. Denn trotz keines Punktegewinns stimmte die Performance des R26. Wie weit waren die Piloten wirklich von den Racing Bulls entfernt?
"Ich war die ganze Zeit nah an den VCarbs dran. Es war etwas überraschend", sagt etwa Gabriel Bortoleto. Nico Hülkenberg stimmt seinem Teamkollegen zu. "Was die Rennpace angeht waren wir auf Augenhöhe mit den Racing Bulls."
Hülkenberg: Startposition hat Kampf mit Racing Bulls gekostet
Die Abstände spiegeln diese Aussagen allerdings nicht ganz wider. Gabriel Bortoleto auf Platz elf fehlten über zehn Sekunden auf den vor ihm fahrenden Arvid Lindblad. Liam Lawson kam weitere vier Sekunden früher ins Ziel. Ganz knapp waren die Abstände also doch nicht.
Nico Hülkenberg seinerseits fehlten acht Sekunden auf seinen Teamkollegen. Allerdings startete Hülkenberg auch weiter hinten auf Position 14 – und blieb nach der ersten Runde auch vorerst dort.
Vor allem an Pierre Gasly arbeitete sich Hülkenberg ab. Im ersten Stint blieb er dauerhaft im Sekunden-Fenster bis der Franzose boxte. Auf d er Strecke gab es kein vorbeikommen. "Es ist trotz dieser vielen Geraden einfach schwer am Vordermann dranzubleiben. Das fühlt sich dann so an, als würdest du ohne Front- und Heckflügel fahren", sagt Hülkenberg.
Der Deutsche zog seinen Stint länger und kam weit hinter Gasly auf der Strecke raus. Letztendlich profitierte Audi von einer drei-Stopp-Strategie seitens Alpine, wodurch Gasly hinter Hülkenberg zurückfiel, ehe er die Lücke schließen konnte. Hülkenberg hielt den mit Soft-Reifen bewaffneten Gasly allerdings hinter sich.
"Wir waren was die Rennpace angeht auf Augenhöhe mit den Racing Bulls. Vielleicht sogar etwas schneller. Wir hatten nur nicht die gute Startposition", so Hülkenberg über das Rennen.
So schnell war Audi wirklich in Österreich
Gabriel Bortoleto hatte mit Startplatz zwölf die bessere Ausgangslage als sein Teamkollege. Der Brasilianer sortierte sich schon früh nach dem Start hinter den Racing Bulls ein, verlor allerdings im Rennverlauf immer weiter an Boden. Da half auch ein früherer zweiter Stopp in Runde 45 nichts. Die Racing Bulls reagierten mit beiden Piloten.
Als Arvid Lindblad aus der Box kam hatte Gabriel Bortoleto 3,6 Sekunden Abstand. Bis zum Rennende erhöhte sich dieser Abstand auf besagte zehn Sekunden. "Ich hatte ein relativ einsames Rennen", resümiert Bortoleto daher.
Der Schritt zu den Racing Bulls scheint trotz Updates daher noch nicht ganz geschafft. Allerdings: Auch der Nachteil des Audi-Motors dürfte auf einer Motoren-Strecke wie Spielberg eine Rolle gespielt haben. Trotzdem: "Ich denke, wir brauchen noch ein paar Wochenenden, um alles zu verstehen. Aber das war gut", so Hülkenberg.
Schon im Qualifying ging es kontrovers hin und her. Wir haben im folgenden Video darüber gesprochen. Jetzt anschauen!



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