Cadillac 10, Audi 7, Alpine 5 - für das achte Saisonrennen am Spielberg hatten die Formel 1-Teams wieder zahlreiche Updates im Gepäck. Und Aston Martin? Auf der offiziellen FIA-Liste, die jeden Freitag eines Rennwochenendes herausgegeben wird, blieb die Seite mit der Auflistung der Neuerungen mal wieder leer. Aston Martin brachte weder streckenspezifische Teile noch Performance-Updates nach Österreich - und das wird sich für die nächsten Rennen nicht ändern.

"Die Leute können behaupten, dass wir auf der Stelle treten. Aber wir stehen nicht still. Hinter den Kulissen passiert eine ganze Menge, auch wenn das nach außen vielleicht nicht sichtbar ist", stellte Rennleiter Mike Krack klar. Nahezu jedes Wochenende muss er sich den gleichen Fragen stellen, die Antwort bleibt dieselbe. "Ich habe es schon mehrfach gesagt: Unsere Teamführung hat sich entschieden, diesen Weg zu gehen. Und wenn man sich als Team zu einer Entscheidung bekennt, dann muss man sie auch konsequent durchziehen und kann sich nicht jedes zweite Wochenende darüber beschweren."

Aston Martin geht seinen Weg weiter

Gemeint ist die Entscheidung, anders als das restliche Feld nicht kontinuierlich Updates über die ersten Saisonrennen zu bringen, sondern erst im Sommer ein größeres Paket nachzulegen. Die Zeit bis dahin nutzte Aston Martin, um die Schwächen und Grenzen des AMR26 zu verstehen, die in den ersten Rennen vor allem die Fahrbarkeit und das Energiemanagement betrafen. Danach ging man in den Windkanal, um verschiedene Lösungsansätze zu testen, während man mit einem Auge beobachtete, welche Upgrades der Konkurrenz wirklich einen Vorteil brachten.

"Erst, wenn man all diese Erkenntnisse zusammenführen kann, beginnt man mit der Planung eines Upgrade-Pakets. Das braucht nun einmal Zeit", erklärte Fernando Alonso. Jedoch zuzusehen, wie sich die Konkurrenz Schritt für Schritt verbessert, während er am Ende des Feldes kämpft, ist für den zweifachen Champion nicht einfach - und erklärt zynische Aussagen wie am Spielberg, als er in seiner Medienrunde stichelte: "Es überrascht mich bei jedem Rennen immer wieder, wenn ich am Freitag die Dokumente der FIA sehe. Vielleicht haben die anderen Teams ja Gelddruckmaschinen im Keller der Fabrik."

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Deadline? Zeitgewinn? Alles noch offen!

Der Spanier hält nicht hinter dem Berg damit, dass er mit der Entscheidung der Teamführung zu Beginn der Saison nicht d'accord ging. "Ich habe dem nicht zugestimmt. Aber es ist auch klar, dass man bei solchen Updates nicht einfach nach dem Prinzip Trial-and-Error vorgehen kann", so Alonso. Laut Krack ist es in einem Teamgefüge völlig normal, dass nicht alle mit jeder Entscheidung einverstanden sind. "Natürlich gibt es immer unterschiedliche Ansichten. Dabei geht es darum, welche Schritte man machen kann, wie viel Budget zur Verfügung steht - und am Ende wird eine Entscheidung getroffen", erklärte der Luxemburger. "Wir müssen widerstandsfähig bleiben und unseren Weg weitergehen."

Bislang hieß es immer, dass das Aston Martin-Update im Sommer kommt. Wann genau dieser Zeitpunkt ist, konnte Krack nicht sagen. "Das wissen wir noch nicht genau, denn wir wollen natürlich das Maximum herausholen. Deshalb reizt man die Fristen immer so weit wie möglich aus", verriet er. Nur eines ist klar: Das Upgrade-Paket und die Modifikationen am Antrieb, die Honda laut ADUO-Regel zustehen, werden getrennt voneinander behandelt. Was das Update-Paket letztlich an Rundenzeit bringen wird, lässt Krack offen: "Das lässt sich nur schwer beziffern."