Neunmal stand Lewis Hamilton bei seinem Heimrennen in Silverstone bereits ganz oben auf dem Siegerpodest. Kein Pilot in der F1-Geschichte hat mehr Siege bei einem einzelnen Grand Prix eingefahren – und behält Jenson Button recht, dann könnte an diesem Wochenende der historische zehnte Streich folgen. "Er ist wieder der alte Lewis, den wir kannten. Er schöpft alles aus und ich bin zuversichtlich, dass er eine Chance auf den Sieg hat", erklärte Button.
Für den Formel 1-Weltmeister von 2009 war das Auto und nicht der Fahrer ausschlaggebend dafür, dass es am Red Bull Ring für Hamilton nicht über Platz fünf hinausging. "Lewis wird mit dem Ergebnis sicher nicht zufrieden sein, aber er wird wissen, dass er das Maximum herausgeholt hat", so Button gegenüber Sky. Im Gegensatz zur Hitzeschlacht in Österreich erwartet die Formel 1 in Silverstone wieder "normale" sommerliche Temperaturen. Die Streckencharakteristik sollte Ferrari entgegenkommen.
Button kennt Hamiltons Trümpfe
Silverstone gilt als absolute Highspeed-Strecke mit den ultraschnellen und legendären S-Kurven von Maggots, Becketts und Chapel. Aber auch Mutkurven wie Copse oder Abbey punkten mit extrem hohen Geschwindigkeiten. Dazwischen wechseln sich mehrere Geraden ab, welche die Motorleistung auf eine harte Probe stellen. Passenderweise folgen auf diese Vollgas-Passagen jeweils harte Bremspunkte wie Brooklands oder Vale. Alles zum Streckenprofil und die wichtigsten Statistiken findest du hier:
"Lewis ist sehr gut darin, ein Auto zu fahren, dessen Setup sehr auf der Kante liegt. Das braucht man in Silverstone", weiß Button aus eigener Erfahrung. "Man muss die Geschwindigkeit durch die schnellen Streckenabschnitte mitnehmen können, aber auch Richtungswechsel gut bewältigen. Darin liegt seine absolute Stärke." Hamilton gewann den Großen Preis von Großbritannien erstmals 2008, danach in Serie von 2014 bis 2017, erneut von 2019 bis 2021 sowie im Jahr 2024.
Silverstone 2026: Hamilton muss an Mercedes vorbei
Für den zehnten Triumph im Jahr 2026 muss der Brite im Ferrari allerdings an seinem alten Team vorbeikommen. George Russell reist nach seinem Spielberg-Sieg mit extrem breiter Brust nach Silverstone - und auch Mercedes-Youngster Kimi Antonelli ist keineswegs zu unterschätzen. "Es ist schön zu sehen, dass George seinen ersten Sieg seit langer Zeit geholt hat. Aber Kimi war in Österreich weniger als zwei Sekunden vom Sieg entfernt, und das in einem Rennen, das wirklich nicht nach seinem Geschmack lief", analysierte Button.
Für ihn steht Antonellis Grundspeed außer Frage, allerdings müsse der junge Italiener nun beweisen, dass er konstant abliefern kann. "Es geht darum, ob er in der Lage ist, Runden konstant zusammenzubringen und im direkten Zweikampf zu bestehen", erklärte Button, der sich auf einen packenden britischen Grand Prix freut. Im Vorjahr feierte Nico Hülkenberg in einem chaotischen Rennen sein erstes F1-Podium.



diese Formel 1 Nachricht