George Russell hat sich im Sprint-Qualifying der Formel 1 in Zandvoort am Freitag die Pole Position gesichert. Der Mercedes-Fahrer setzte sich bei der Zeitenjagd knapp gegen Weltmeister Lando Norris und Charles Leclerc durch. Für ihn ist es in der Saison 2026 bereits die dritte Sprint-Pole nach China und Kanada. WM-Leader Kimi Antonelli strauchelte in den Niederlanden. Nach einem Fahrfehler im SQ1 reichte es für ihn nur zu Platz fünf. Ebenfalls enttäuschend lief es für Lewis Hamilton, der als Siebter seinem Ferrari-Teamkollegen Leclerc klar unterlag. Alle Reaktionen zur Formel 1 heute in Zandvoort gibt es im Live-Ticker.
McLaren ging als klarer Favorit in das SQ3-Finale über acht Minuten. Erst nach vier Minuten ging das erste Auto auf die Strecke. Die Reihenfolge für den ersten Run auf dem 4,259 Kilometer langen Circuit Zandvoort lautete am Pit-Exit Norris, Antonelli, Russell, Leclerc, Piastri, Hamilton, Lindblad, Verstappen, Bortoleto, Gasly. Die Top-10 mussten den Soft-Reifen (C4) von Pirelli einsetzen. Die Top-Teams entschieden sich für zwei Preparation-Laps.
Lando Norris legte mit 1:11.608 Minuten vor. Nur ein Fahrer konnte den Weltmeister im Shootout mit nur einer fliegenden Runde unterbieten: George Russell stellte seinen Mercedes mit 1:11.567 Minuten auf die Pole Position für den Sprint am Samstag. Der Brite war 0,041 Sekunden schneller als Norris. Dahinter sortierten sich Charles Leclerc und Oscar Piastri innerhalb von einer Zehntelsekunde hinter der Bestzeit auf den Plätzen drei und vier ein. Antonelli war mit über zwei Zehnteln auf den Teamkollegen deutlich geschlagen, dahinter komplettierten Max Verstappen, Lewis Hamilton, Pierre Gasly, Gabriel Bortoleto und Arvid Lindblad die Top-10.
| Sprint-Qualifying - Session 3 | |
| Zwischenfälle: | - |
| Top-5: | 1. Russell - 2. Norris - 3. Leclerc - 4. Piastri - 5. Antonelli |
SQ1 in Zandvoort: Kimi Antonelli schrammt haarscharf an Unfall vorbei
Das war SQ1: Der erste Teil über 12 Minuten begann in aller Ruhe. Erst nach fünf Minuten waren alle Autos auf der Strecke. Per Reglement mussten alle 22 Fahrer den Medium-Reifen (C3) von Pirelli benutzen. Mercedes hingegen hatte beide Fahrer früh rausgeschickt. Die erste Messlatte legte George Russell mit 1:13.829 Minuten. Kimi Antonelli hingegen schmiss seinen ersten Versuch in der vorletzten Kurve weg. Nach einem heftigen Quersteher beim Einlenken konnte er das Heck zwar abfangen und einen Abflug verhindern, rutschte aber ins Kiesbett und musste unverrichteter Dinge an die Box zurückkehren. "Ich habe ganz komisch das Heck verloren", so der WM-Leader im Funk.
Als er fünf Minuten vor Schluss wieder ins Geschehen eingriff, hatte Charles Leclerc mittlerweile das Kommando übernommen. Der Ferrari-Fahrer stand mit 1:13.013 Minuten an der Spitze, eine halbe Zehntel vor Lando Norris. Dahinter folgten Oscar Piastri, Lewis Hamilton, George Russell, Liam Lawson und Max Verstappen. Mit einer Banker-Lap sortierte sich Kimi Antonelli als Achter ein, vor Gabriel Bortoleto und Pierre Gasly. Die Top-10 lagen innerhalb von einer Sekunde.
Im Kampf um den Einzug ins SQ2 befanden sich Esteban Ocon, Lance Stroll, Oliver Bearman, Valtteri Bottas, Sergio Perez und Fernando Alonso auf den K.o.-Rängen. Letzterer hatte noch keine verwertbare Runde zustandebekommen, nachdem er mit seinem Aston Martin in Turn 1 bei einem Verbremser weit gegangen war und durch die Escape-Road musste. In der Schlussphase brachte Alonso zwar noch eine Runde zusammen, blieb damit aber 22. Aston Martin meldete unmittelbar nach der Session einen SLM-Defekt am Heckflügel des Spaniers. Von den anderen Kandidaten konnte nur Ocon sein Ticket für Runde zwei lösen, und zwar auf Kosten von Sainz.
| Sprint-Qualifying - Session 1 | |
| Zwischenfälle: | Kimi Antonelli verliert in Kurve 13 das Auto |
| ausgeschieden: | 17. Bearman - 18. Sainz - 19. Stroll - 20. Bottas - 21. Perez - 22. Alonso |
| Top-5: | 1. Leclerc - 2. Norris - 3. Piastri - 4. Hamilton - 5. Russell |
SQ2 in Zandvoort: Red-Bull-Ersatzfahrer Liam Lawson scheitert am SQ3
Das war SQ2: Wie immer hatten die Fahrer im SQ2 zehn Minuten, um sich fürs Finale zu qualifizieren. Erneut musste dabei der Medium-Reifen eingesetzt werden. Das Mittelfeld legte mit Esteban Ocon und Nico Hülkenberg an der Spitze vor, der Franzose war mit 1:13.893 Minuten drei Hundertstel schneller als der Audi-Fahrer. Die Favoriten wagten sich erst spät aus der Deckung. Fünf Minuten vor Schluss setzten sich Oscar Piastri und Lando Norris an die Spitze, die gleich darauf von Charles Leclerc und Lewis Hamilton gesplittet wurden.
Das Mercedes-Duo zeigte sich noch später und musste sich mit George Russell und Kimi Antonelli auf den Plätzen drei und fünf begnügen. Die Top-6 wurden von einer halben Sekunde getrennt, dahinter folgten Max Verstappen und Liam Lawson. Die letzten beiden Plätze für das SQ3 hatten zwei Minuten vor Ablauf der Zeit Franco Colapinto und Esteban Ocon reserviert. Von Gabriel Bortoleto, Arvid Lindblad, Yuki Tsunoda und Pierre Gasly hatte es allerdings noch keine gültigen Rundenzeiten gegeben.
Am Ende kickte Pierre Gasly seinen Alpine-Teamkollegen Colapinto raus, indem er sich auf P7 einsortierte. Auch Arvid Lindblad und Gabriel Bortoleto kamen mit ihren späten Versuchen ins SQ3. Als Elfter schied Hadjar-Ersatz Liam Lawson im Red Bull aus. Sowohl auf P10 als auch auf Max Verstappen auf P8 fehlten ihm rund vier Zehntelsekunden. Vorne zeigte Lando Norris nochmal eine persönliche Verbesserung und rückte als Zweiter auf anderthalb Zehntel an Oscar Piastri heran.
| Sprint-Qualifying - Session 2 | |
| Zwischenfälle: | - |
| ausgeschieden: | 11. Lawson - 12. Tsunoda - 13. Colapinto - 14. Hülkenberg - 15. Ocon - 16. Albon |
| Top-5: | 1. Piastri - 2. Norris - 3. Leclerc - 4. Russell - 5. Hamilton |
Das Wetter: Für das fünfte und vorletzte Sprint-Qualifying der Saison herrschten optimale Bedingungen. Nach Regen am Vormittag hatte sich das Wetter im Verlauf des Tages stabilisiert. Zum Start des Qualifyings um 16:30 Uhr Ortszeit herrschte eine Außentemperatur von 19 Grad Celsius, der Asphalt war mit bis zu 37 Grad Celsius deutlich wärmer als im Training zur Mittagszeit. Die Luftfeuchtigkeit betrug 55 Prozent, eine Regenwahrscheinlichkeit von 20 Prozent materialisierte sich nicht.


diese Formel 1 Nachricht