Max Verstappen wurde bei seinem Debüt in der GT World Challenge um ein greifbares Top-Ergebnis gebracht. Beim 3-Stunden-Rennen in Portimao belegte der Formel-1-Star mit seinen Mercedes-Teamkollegen Ben Barnicoat und Chris Lulham 'nur' den neunten Platz. Eine späte Durchfahrtstrafe in Folge einer Kollision zwischen Lulham und dem #48 Winward-Mercedes (Stolz/Engel/Auer) warf den #3 Verstappen-Racing-Mercedes weit zurück. Der Sieg ging an den #17 GetSpeed-Mercedes (Götz/Schiller/Aron).

Verstappen übernahm 'seinen' Mercedes-AMG GT3 erstmals zum letzten Stint 45 Minuten vor Schluss in Runde 70 und lag während der kurz darauffolgenden Safety-Car-Phase an 21. Stelle. Der Niederländer kämpfte sich im Feld der 61 GT3-Autos immerhin bis auf P9 nach vorne und überholte dabei GT3-Experten wie Kelvin van der Linde und Arthur Lecerlc, konnte nach der vorangegangenen Lulham-Kollision aber nur noch Schadensbegrenzung betreiben.

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Crash-Strafe bringt Verstappen-Mercedes um Top-Ergebnis

Bis zur folgenschweren Kollision zwischen dem jungen Briten und Winward-Mercedes-Fahrer Luca Stolz in Runde 57 hatte es vielversprechend ausgesehen für Verstappen und Co. Lulham belegte zu diesem Zeitpunkt den sechsten Platz und konnte sich ein starkes Ergebnis ausrechnen. Verstappen-Racing-Startfahrer Barnicoat hatte die Basis mit einem überragenden Start-Stint gelegt: Der von P14 gestartete Brite führte den Mercedes bis auf Platz acht nach vorne, bevor er für den Mittel-Stint an Lulham übergab.

Der frühere Sim-Racer schloss zunächst an Barnicoats Performance an und gewann einen weiteren Platz, bevor er offensichtlich zu viel wollte: In Runde 57 nach einem Safety-Car-Restart attackierte er den Winward-Mercedes von Stolz auf der Innenbahn und traf seinen AMG-Markenkollegen auf der rechten Hinterseite. Stolz drehte sich und fiel weit zurück, während Renndirektor Niels Wittich dem Unfallverursacher Lulham eine Durchfahrtstrafe aufbrummte.

Verstappen brennt Feuerwerk bei später Aufholjagd ab

Nachdem Lulham die Strafe angetreten hatte, übergab er den Mercedes auf P24 liegend in Runde 70 an Verstappen. Mehr als 140.000 Livestream-Zuschauer verfolgten eine starke Aufholjagd des Niederländers, der zuvor nur GT3-Rennerfahrung auf der Nürburgring-Nordschleife gesammelt hatte.

Verstappen brannte im Mittelfeld das erwartete Feuerwerk mit dem schnellen Mercedes ab. Nach dem Restart in Folge des zweiten Safety Cars belegte er Platz 19, danach ging es nur noch nach vorne. Innerhalb von zwölf Runden (Runde 80 bis 91) verbesserte er sich um zehn Positionen bis auf P9. Danach ging Verstappen die Zeit aus für eine weitere Aufholjagd, die schließlich hinter dem Mercedes von Rennfahrersohn Aurelien Panis endete.

Engel und Co. GT-World-Challenge-Champions trotz Crash

Der von Lulham gedrehte #48 Mercedes belegte beim Zieleinlauf nach 94 Runden den 14. Platz. Der Ärger dürfte sich in Grenzen gehalten haben: Stolz und seine AMG-Teamkollegen Maro Engel sowie Lucas Auer standen schon vor dem Rennen als Champions des Endurance-Cup der GT World Challenge fest. Der frischgebackene DTM-Vizemeister Engel und Auer hatten sich zudem vorzeitig den Gewinn der Overall-Wertung (Sprint & Endurance) in der SRO-Serie gesichert.

Damit gingen sowohl die wichtigsten Meisterschafts-Titel als auch der Sieg in Portimao an den Autobauer aus Affalterbach. Fabian Schiller führte den #17 GetSpeed-Mercedes als Erster über die Ziellinie. Der #80 Porsche 911 GT3 R von Lionspeed GP um die DTM-Piloten Thomas Preining, Ricardo Feller und Bastian Buus sowie der #2 Polesetter-Porsche von Boutsen VDS (Morris Schuring/Dorian Boccolacci/Alessio Picariello) belegten die Plätze zwei und drei.

Schillers Teamkollege, der Este Ralf Aron, hatte im Mittel-Stint die Führung per Overcut übernommen, während die beiden Porsche um die Führung kämpften und dadurch Zeit verloren. Die Basis für die Führung des später siegreichen GetSpeed-Mercedes hatte Ex-DTM-Champion Maximilian Götz mit einem starken Start-Sint gelegt.

Zehn Autos im Feld der 61 GT3-Boliden sahen nicht die Ziellinie. Zu den prominenten Ausfällen zählte der #46 BMW M4 GT3 Evo von WRT um Valentino Rossi. Der Motorrad-Superstar, nur von P59 gestartet, musste früh einen ungeplanten Boxenstopp einlegen. Später fiel Teamkollege Max Hesse aus. Auch der GRT-Lamborghini um Mirko Bortolotti und der Comtoyou-Aston-Martin mit Nicki Thiim sahen nicht den Zielstrich.

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