Seit Christian Horner im vergangenen Jahr seinen Teamchef-Sessel bei Red Bull geräumt hat, wird über ein mögliches Formel 1-Comeback des Briten spekuliert. Vor allem britische Boulevardmedien bringen den 52-Jährigen in regelmäßigen Abständen mit diversen Rennställen in Verbindung.
Zuletzt wurde über ein gewagtes Angebot von Aston Martin gemutmaßt. In der offiziellen FIA-Pressekonferenz im Vorfeld des Ungarn GP wurde Adrian Newey direkt auf die Schlagzeilen angesprochen. Seine Antwort? Gewohnt ausweichend: "Ich höre immer wieder diese Gerüchte über Christian. Ich kann das nicht weiter kommentieren, ich weiß wirklich nichts darüber."
Horner kehrte in Silverstone ins F1-Paddock zurück. Zu den anhaltenden Gerüchten um seine Person hielt er sich jedoch bedeckt. Mehr dazu gibt's in diesem Artikel:
Aston Martin: Sehr zufrieden mit Führungsteam
Adrian Newey arbeitete knapp zwei Jahrzehnte lang bei Red Bull mit Horner zusammen. Als er seinen Vertrag in Milton Keynes 2023 um mehrere Jahre verlängerte, gingen viele davon aus, dass der Stardesigner seine einzigartige Karriere in der Formel 1 in Milton Keynes beenden würde. Stattdessen folgte 2024 die Ankündigung der Trennung und schließlich der Wechsel zu Aston Martin.
Lediglich für die Fertigstellung von Red Bulls Supersportwagen, dem RB17-Hypercar, standen Newey und Red Bull Advanced Technologies noch in Verbindung. Als das spektakuläre Fahrzeug beim Goodwood Festival of Speed im Juli seine Premiere feierte, saß sein Schöpfer am Steuer. Mehr dazu liest du in diesem Artikel:
Doch abgesehen davon scheint Newey wenig Interesse daran zu haben, die Brücken zu seiner Red-Bull-Vergangenheit wieder aufzubauen. Auf die Frage, ob er die Zusammenarbeit mit Horner bei Aston Martin gerne wieder aufnehmen würde, äußerte er sich diplomatisch: "Alles, was ich sagen kann, ist, dass wir mit unserem oberen Führungsteam sehr zufrieden sind. Wir werden vielleicht ein paar kleinere Anpassungen vornehmen, aber wie gesagt: Mit dem Personal, das wir bei AMR haben, sind wir sehr glücklich."
Aktuell dürfte sein Fokus ohnehin ganz woanders liegen als auf Personalien - immerhin steht Aston Martin an diesem Wochenende mit einem runderneuerten Wagen am Start. Hinter dem 67-Jährigen liegt ein steiniger Weg: Vom Saisonstart weg war der AMR26 in Kombination mit dem unterlegenen Honda-Motor eine blanke Enttäuschung. Doch Newey gibt sich weiterhin kämpferisch.
Newey verteidigt Entscheidung
"Die Entscheidung nach Melbourne, die Weiterentwicklung des Autos zu verschieben und uns stattdessen darauf zu konzentrieren, die Leute zusammenzubringen, sie zu integrieren, die Kultur und die Werkzeuge weiterzuentwickeln, etwas Druck von uns zu nehmen, einmal tief durchzuatmen und zu schauen, wie wir uns weiterentwickeln müssen - ich habe das Gefühl, dass das sehr gut vorankommt." Nach außen hin scheint auch die Atmosphäre zwischen Aston Martin und Motorenpartner Honda besser geworden zu sein.
Nach dem schwierigen Saisonbeginn herrscht wohl mittlerweile die Einsicht, dass man an einem Strang ziehen muss. "Das Positive an diesem - man kann es nicht anders nennen - katastrophalen Start ist, dass er Honda und uns in eine sehr enge Zusammenarbeit gebracht hat. Aus Beziehungs-Sicht bin ich mit den Fortschritten, die wir machen, also sehr zufrieden", sagte Newey. "Und wenn sich Beziehungen verbessern, verbessert sich gewöhnlich auch die Leistung."
Auch für Fernando Alonso ist die Situation keine einfache. Trotzdem ist sein Glaube an Adrian Newey ungebrochen. Mehr dazu in diesem Artikel:



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