Ferrari hat die 'Generalprobe' für das Qualifying (heute um 15:40 Uhr) beim WEC-Rennwochenende in Barcelona gewonnen. Antonio Fuoco bescherte dem #50 Ferrari 499P (Fuoco, Molina, Nielsen) im 3. Freien Training am Samstagmittag die Bestzeit. Am Freitag gingen die Trainings-Bestzeiten an Robert Kubica im gelben AF-Corse-Ferrari sowie an Aston-Martin-Werksfahrer Harry Tincknell.
Das einstündige Training am heutigen Samstag ging bei 24 Grad Außentemperatur und durchweg trockenen Bedingungen über die Bühne. Regenschauer sind erst für den Abend und das Rennen am Sonntagmittag (Start um 12:00 Uhr) vorhergesagt. Damit könnten sich die gesammelten Erfahrungen mit Slickreifen in Grenzen halten für das vorletzte Rennen der Saison 2026.
3. Training: Hypercars haben Strecke für sich allein
Die 17 Hypercars hatten die Strecke im 3. Training in Abwesenheit der 18 LMGT3-Autos komplett für sich allein. Die GT3-Klasse absolvierte ihr letztes Training sowie das Qualifying bereits am Morgen. Grund für den zerstückelten Zeitplan: Die WEC wollte Fahrern die Gelegenheit geben, parallel bei der GT World Challenge in Portimao an den Start zu gehen.
Zu den vier Pendel-Piloten zählte Tom Fleming, der seinem McLaren-Team Garage 59 die Pole Position im LMGT3-Qualifying bescherte und jetzt wieder auf dem Weg nach Portugal ist, um heute Abend das 3-Stunden-Rennen der GT World Challenge samt Gaststarter Max Verstappen (Start um 18:00 Uhr) zu bestreiten.
WEC in Barcelona: Regen für Rennen am Sonntag erwartet
Die Hypercar-Teams absolvierten ihre Qualifying-Simulationen zu Beginn des 3. Trainings, bevor sie sich auf Long Runs fokussierten. Beim 6-Stunden-Rennen am Sonntag könnten erstmals die neuen Regenreifen von Michelin zum Einsatz kommen, die eine unbekannte Herausforderung darstellen. Bleibt es entgegen den Vorhersagen trocken, werden die Slickreifen in den Mischungen Soft und Medium verwendet.
Ferraris Qualifying-Rakete Fuoco setzte früh die Bestmarke in 1:31.026 Minuten. Zum Ende der Quali-Simulationen preschte Mathieu Jaminet mit seinem #19 Genesis GMR-001 (Jaminet, Chatin, Juncadella) auf die zweite Position nach vorne. Dem Ex-Porsche-Werkfahrer fehlten 0,015 Sekunde zu Spitzenreiter Fuoco.
An dritter Stelle folgte der frischgebackene IMSA-Champion Jack Aitken im #38 Cadillac V-Series.R mit zweieinhalb Zehntelsekunden Rückstand. Die Plätze vier und fünf gingen an Lokalmatador Alex Riberas im #009 Aston Martin Valkyrie und an Will Stevens im zweiten Jota-Cadillac mit der Startnummer #12.
3. Training: Bestplatzierter BMW auf Platz neun
Auf den Plätzen sechs bis acht folgten im Abstand von sechs Zehnteln Charles Miles im #35 Alpine, der #83 Ferrari mit Robert Kubica sowie WEC-Rookie Victor Martins im Schwester-Alpine A424. Der #15 BMW M Hybrid (Marciello, Magnussen, D. Vanthoor) und Harry Tincknell im #007 Aston Martin komplettierten die Top-10. Der zweite WRT-BMW um Rene Rast belegte P14 mit knapp einer Sekunde Rückstand zur Spitze.
WM-Spitzenreiter Toyota begnügte sich mit den Plätzen elf und zwölf, zählt für das Rennen aber zu den Favoriten. Der Formel-1-Kurs mit seinem starken Reifenverschleiß sollte den Stärken des Toyota TR010 Hybrid entgegenkommen. "Die Strecke hat einen starken Verschleiß, das könnte uns in der zweiten Hälfte eines Stints in die Karten spielen", bestätigte Brendon Hartley. "Auf einer Runde tun wir uns etwas schwer, aber die Longrun-Pace schaut gut aus. Wenn es aber regnet, dann waren die Erkenntnisse aus den letzten Tagen für die Tonne."
Für den einzigen Zwischenfall des Trainings sorgte Paul Di Resta im #93 Peugeot 9X8: Der frühere DTM-Champion und Formel-1-Fahrer rödelte gleich zu Beginn der Session mit kalten Reifen durchs Kiesbett. "Hatte einen kleinen Moment", funkte Di Resta den Patzer in Turn 3 an sein Team.
| Position | Fahrer | Team | Rückstand |
|---|---|---|---|
| 1 | A. Fuoco / M. Molina / N. Nielsen | #50 Ferrari | 1:31.026 |
| 2 | M. Jaminet / P. Chatin / D. Juncadella | #19 Genesis | +0.015 |
| 3 | E. Bamber / S. Bourdais / J. Aitken | #38 Cadillac | +0.251 |
| 4 | A. Riberas / M. Sørensen | #009 Aston Martin | +0.335 |
| 5 | W. Stevens / N. Nato / A. Lynn | #12 Cadillac | +0.407 |
| 6 | C. Milesi / F. Habsburg | #35 Alpine | +0.624 |
| 7 | Y. Ye / R. Kubica / P. Hanson | #83 AF-Corse-Ferrari | +0.625 |
| 8 | J. Gounon / V. Martins | #36 Alpine | +0.636 |
| 9 | K. Magnussen / R. Marciello / D. Vanthoor | #15 BMW | +0.665 |
| 10 | H. Tincknell / T. Gamble | #007 Aston Martin | +0.760 |
| 11 | M. Conway / K. Kobayashi / N. de Vries | #7 Toyota | +0.861 |
| 12 | S. Buemi / B. Hartley / R. Hirakawa | #8 Toyota | +0.880 |
| 13 | A. Pier Guidi / J. Calado / A. Giovinazzi | #51 Ferrari | +0.981 |
| 14 | R. Frijns / R. Rast / S. van der Linde | #20 BMW | +0.993 |
| 15 | L. Duval / M. Jakobsen / T. Pourchaire | #94 Peugeot | +1.065 |
| 16 | P. di Resta / N. Cassidy / A. Quinn | #93 Peugeot | +1.573 |
| 17 | A. Lotterer / L. Derani / M. Jaubert | #17 Genesis | +2.688 |
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