+++ Der Bericht zum Sprint-Qualifying in Zandvoort +++

Letzter Freitag in Zandvoort geht zu Ende

Die Sonne ist bereits hinter dem Horizont der Nordsee verschwunden. Das ist unser Zeichen, uns vom Freitag in Zandvoort zu verabschieden. So recht wollen wir das nicht, weil wir damit einen Tag näher am Ende des Niederlande GPs sind, aber das Unaufhaltsame kann man nicht aufhalten. Morgen geht es um Punkt 12 Uhr mit dem Sprint los, um 16 Uhr folgt das Qualifying. Wir sind schon gespannt, welche Szenen uns der Circuit Zandvoort dieses Jahr liefert. Ob wieder jemand nach einem Crash auf den Dünen das Rennen anschauen muss, so wie Charles Leclerc letztes Jahr? Wir hoffen es, das war wirklich witzig. Naja, wir würden uns jedenfalls freuen, wenn wir euch wieder im Liveticker begrüßen dürfen. Bis dahin noch einen schönen Abend und wie der Niederländer sagt: Doei!

Gasly schwärmt von Updates, aber: Noch nicht perfekt

Pierre Gasly tritt nach dem Sprint-Quali mit einem breiten Grinsen vor die TV-Kameras. Platz sieben für Alpine, so gut lief es schon lange nicht mehr. Die Updates haben gezündet, wie es scheint. "Es ist ein sehr positives Gefühl im Auto, so viel besser. Mehr Grip, das Auto reagiert besser auf meinen Input. In Sachen Performance ist es sicher ein großer Schritt vorwärts. Die Performance ist leichter gekommen als zuvor. Hoffentlich können wir darauf aufbauen und ein paar gute Punkte holen." Doch komplett schockverliebt ist Gasly nicht in den neuen A526. Er bleibt realistisch: "Es waren erst zwei Sessions. Wir müssen noch viel verstehen. Es ist nicht perfekt, aber es ist ein guter Fortschritt." Seinem Teamkollegen Franco Colapinto, der die Updates erst in Monza bekommt, gab er in SQ2 sieben Zehntel mit. Mit P8 ist er der Best of the Rest und weit vor Audi, den Racing Bulls und Haas.

Hülkenberg in SQ2 draußen: Wochenende ist noch lange nicht vorbei!

Nico Hülkenberg kommt nach einem starken Training in den Top-10 im Sprint-Qualifying nur auf Platz 14. "Ich bin selbst überrascht", meint er zu seinem Ausstieg in SQ2. "Ich habe mich im Auto wirklich gut gefühlt und alles sah richtig gut aus. Und sobald ich im SQ1 auf die Strecke ging, war es ein völlig anderes Gefühl. Ich weiß nicht, was da los ist. Das müssen wir uns also einmal anschauen." Statt mehreren Zehntel vor seinem Teamkollegen muss er sich acht Zehntel und fünf Plätze hinter Gabriel Bortoleto einreihen. Die wärmeren Asphalttemperaturen will er nicht als Ausrede gelten lassen: "Es war für alle gleich, Gabby und die anderen Autos sind da vorne und deutlich schneller." Damit er im Sprint an Punkte kommt, braucht es schon sehr viel Glück und Ausfälle. Deshalb konzentriert er sich jetzt schon aufs Qualifying: "Das Wochenende ist noch lange nicht vorbei."

Norris bläst zum Angriff auf Russell

"Vielleicht hätte ich auf meiner letzten Runde mehr pushen müssen. Da war wahrscheinlich noch mehr Grip, den ich mit dem Soft-Reifen nicht herausgeholt habe", analysiert Norris selbst. Er ist aber sehr gut gestimmt, weil die starke Performance von Budapest auch in Zandvoort weitergeht. Für den Sprint will er natürlich um den Sieg kämpfen. "Das ist der Plan. Überholen ist hier nicht leicht und die Innenseite der Strecke hat weniger Grip als die linke Seite. Also wir werden sehen", so Norris. Die Pole Position ist ebenfalls links. Norris darf sich morgen beim Start also keinen Fehler erlauben, wenn er seinen zweiten Sprint-Sieg des Jahres holen möchte.

Norris scherzt über knappen Pole-Verlust

Lando Norris kommt mit seinem Ungarn-Sieg gestärkt aus der Sommerpause zurück. Im Sprint-Qualifying bestätigt er die starke McLaren-Pace mit P2. "Ich bin ziemlich glücklich. Es ist eine gute Position und es war eine gute Runde", so der Weltmeister. Wie knapp er an der Pole Position vorbeischrammte, muss er erst den Reporter fragen. Als er hört, dass es nur 0,041 Sekunden waren, kann er sich ein bisschen Enttäuschung dann doch nicht verkneifen. "Das ist schon noch etwas", spaßte er zuerst. "Wenn man bedenkt, wie knapp es war, hätte es Erster oder auch Vierter oder Fünfter sein können. Es war ein gutes Qualifying, knapp zwischen allen Teams. Das haben wir erwartet", versucht er zu argumentieren, bevor er einknickt: "Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass es P2 und nicht P1 ist."

Piastris Problem mit dem Soft-Reifen

Piastri tut sich besonders schwer mit den Soft-Reifen. Das merkte man schon im FP1: Zuerst war er vorne dabei, doch bei den Quali-Simulationen hinkte er hinterher. "Die Balance ist auf dem Soft-Reifen nicht mehr so gut wie auf dem Medium-Reifen", beschreibt er selbst. Gute Nachrichten für alle Piastri-Fans: Im morgigen Sprint wird wohl eher kein Soft-Reifen eingesetzt werden. Der Australier befindet sich mit P4 in einer guten Position für Punkte, ein Podium oder vielleicht sogar mehr. "Es ist definitiv viel zu holen", schätzt Piastri ein. "Es wird sich zwischen uns, Mercedes und Ferrari entscheiden. Es wird darum gehen, diese kleinen Lücken und Details zu füllen."

Piastri: Mit besserer Runde vielleicht Pole geholt

Oscar Piastri konnte vor der Sommerpause wenig auf sich aufmerksam machen. Der WM-Leader vom letzten Jahr tut sich schwer mit den neuen Autos. Doch in Zandvoort, wo er vor einem Jahr seinen letzten Sieg feierte, scheint er besser drauf zu sein. Mit Platz vier ist er durchaus zufrieden, aber auch irgendwie nicht: "Ich bin viel glücklicher als im Training. Wir haben ein paar Dinge geändert. Der Fortschritt von heute Morgen auf jetzt ist positiv. Aber ja, es war ziemlich knapp im Qualifying. Ich denke, mit einer besseren Runde hätte es Pole werden können. Aber ich lerne und ich verbessere mich, das ist das Wichtigste."

Toto Wolff widerspricht Antonelli: Mercedes war intakt!

Kimi Antonelli führte seinen Formverlust im Sprint-Qualifying auf einen Schaden aus SQ1 zurück. Mercedes-Teamchef Toto Wolff widerspricht aber: "Kimi hat 20 Punkte wegen eines Lochs im Unterboden verloren. Aber wir haben es geschafft, das zu flicken, und es sah hinterher komplett intakt aus." Chefingenieur Andrew Shovlin blieb am Freitagabend vage: "Wir haben während der Session alles getan, um den Schaden zu beheben, aber letztendlich hat ihn das ins Hintertreffen gebracht." Bei den Silberpfeilen ist man sich also uneins, was wirklich passiert ist.

Zu langsam gefahren: Sainz schuldig gesprochen

Die Stewards verkünden ihr Urteil im Fall Carlos Sainz: Er ist tatsächlich zu langsam gewesen. Er hat sein Runden-Delta nicht eingehalten. Aber natürlich nicht, weil sein Bolide grundlegend zu langsam war. Der Williams-Pilot ließ Charles Leclerc in Kurve 13 vorbei. Um die verlorene Zeit aufzuholen, raste er noch zur Ziellinie, überquerte diese aber fünf Sekunden zu spät. Er erklärte, dass er nicht mehr genügend Batterie im Auto hatte, um schneller zu fahren. Sainz gibt aber auch zu, dass er mehr hätte tun können, um sein Delta einzuhalten. Dem stimmten die Stewards zu und ließen in Anbetracht der Energie-Probleme mildernde Umstände gelten. Daher wurde Sainz lediglich verwarnt.

Leclerc holt P3: Beste Quali-Runde des Jahres!

Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen strahlt Charles Leclerc nach dem Sprint-Qualifying richtig. Untypisch für den sehr ehrgeizigen Ferrari-Piloten, wenn er nicht auf Pole steht. "Natürlich wäre ich lieber ganz vorne gestartet, aber ich bin sehr happy mit heute", resümierte er über seinen dritten Startplatz. "Es war wahrscheinlich meine beste Qualifying-Runde des Jahres! Das heißt, wir machen etwas richtig, was das Fahrgefühl angeht. Es heißt nicht, dass es für immer da ist, aber es sind immer gute Schritte in die richtige Richtung. Mit genau diesem Gefühl willst du in die zweite Saisonhälfte starten." Leclerc hatte im ersten Halbjahr mit dem SF-26 zu kämpfen, fühlte sich nicht wohl. Das hat sich seit Silverstone schlagartig geändert und geht in Zandvoort weiter. Im fehlten nur 0,055 Sekunden auf Russell: "Ich fühle mich seit heute Morgen wohl im Auto. Es ist schade, dass wir die Pole verpasst haben, aber wir sind im Mix. Jetzt sieht es nach einem positiven Start ins Wochenende aus."

Hamilton desolat: Gar keine gute Session

Ferrari sah nach einem Geheimtipp für die Sprint-Pole aus - bis es wie so oft bei Ferrari zu der Session kam, in der es sprichwörtlich um die Wurst geht. Lewis Hamilton konnte nicht an die Trainingsleistung anknüpfen und ist mit P7 am Ende der Top-Teams angekommen. "Es war nicht so gut. Es war keine gute Session", kommentierte ein desolater, nuschelnder Hamilton. Wieso die Leistung plötzlich abfiel, weiß er nicht: "FP1 war gut, dann haben wir ein paar kleine Änderungen gemacht. Im Sprint-Qualifying war es dann plötzlich ein komplett anderes Auto. Wir müssen herausfinden, was schiefging." Dafür will er einen Blick in die Daten werfen. Charles Leclerc war leicht anders unterwegs als Hamilton und konnte sich stärker platzieren. Fairerweise muss man auch dazusagen, dass Hamiltons letzte Runde nicht von guten Eltern war.

Verstappen sucht überall: Balance & Grip fehlen

Max Verstappen ist nach dem Sprint-Qualifying wenig begeistert. Er hat es mit P6 zwar geschafft, zumindest Lewis Hamilton auszuqualifizieren, aber das bringt ihm nicht wirklich Freude. "Es ist schwer, Grip zu finden", sieht er als größtes Problem. "Die Balance ist etwas besser als in FP1, aber es fehlt uns trotzdem noch, um weiter vorne zu sein. Wir müssen verstehen, was wir tun können, um mehr Grip und Balance zu finden und die Lücke zu schließen." Dass Red Bull seine typischen Performance-Sprünge von Freitag auf Samstag machen können, glaubt der vierfache Weltmeister eher nicht. "Wir müssen sehen, was wir finden."

Tsunoda über Comeback: Als wäre ich ein Rookie!

Es war ein spannender Tag für Yuki Tsunoda. Das erste Mal seit langem wieder Formel 1 und dann auch gleich in die neuen Boliden, mit denen er noch überaupt keine Streckenerfahrung hat. "Ich musste im Trockenen viel Arbeit reinstecken", ließ er seine erste Session Revue passieren. "Es ist, als wäre ich wieder ein Rookie! Der Reifendruck ist ganz anders als früher. Du hast nur zwei Sätze, also willst du sie nicht gleich beschädigen. Es war tricky, aber ich bin zufrieden mit meiner Leistung." Tsunoda reiht sich für den morgigen Sprint auf P12, direkt hinter seinem Ersatz Liam Lawson ein. "Es gibt einige Dinge, die ich noch verbessern kann. Aber du willst deine Leistung konstant aufbauen", so der Japaner.

Lawson über ersten RBR-Tag: Frustrierend

Liam Lawson hatte nie einen einfachen Freitag in Zandvoort vor sich. So plötzlich ins Top-Team befördert zu werden, aus dem du nach zwei Rennen rausgeschmissen wurdest, und das an einem Sprint-Wochenende? Horror. Dass er schon in SQ2 rausfiel, enttäuschte den Racing-Bulls-Piloten aber schon: "Wir hatten das Potenzial, weiter vorne zu sein. Es ist frustrierend. Ich weiß nicht, was los war. Normalerweise verbessert man sich im Qualifying. Wir hatten einen starken Start in SQ1, haben dann aber nicht den gleichen Schritt gemacht wie alle anderen." Im ersten Segment war er sogar schneller als Max Verstappen gewesen. Am Ende fehlten ihm vier Zehntel. Aber es gibt auch eine gute Nachricht für ihn: "Ich fühle mich ziemlich gut im Auto." Für die Umstände ist das zumindest ein großer Pluspunkt.

Alonso beteuert: Aston-Martin-Update kein Reinfall!

Zurück zu Alonso. Der beteuert wie ein gehirngewachsenes Mitglied eines Kults, dass die Motoren- und Aerodynamik-Updates von Aston Martin kein Reinfall sind. Obwohl er das Auto wegen einem überleistenden Motor nicht stoppen konnte. "Es ist ein Schritt vorwärts. Es ist immer noch sehr früh und es ist alles ein bisschen unreif. Aber wir haben ein Sprint-Wochenende. Normalerweise haben wir drei Sessions, um das Auto und die Updates aufzusetzen. Wir brauchen jetzt den Sprint und das Qualifying, um alles zu verstehen", hält sich Alonso am letzten Funken Hoffnung fest. Er kann sich einfach nicht zum Rücktritt durchringen.

Zu langsam: Sainz zu Stewards zitiert

Stell dir vor: Du hast keinen guten Tag bei der Arbeit. Du machst immer wieder Fehler, wodurch dein Arbeitsgerät Schaden nimmt und du nicht mehr die volle Leistung bringen kannst. Dann fällst du früh aus einem Projekt raus, weil du einfach nicht gut genug warst. Dann wirst du auch noch zur Personalstelle zitiert, weil du dich falsch verhalten hast. Und du fährst einen Williams. So erging es heute Carlos Sainz. Der ist gerade bei den Stewards, weil er im Sprint-Qualifying unnötig langsam gefahren sein soll. Keine gute Taktik, das Ungarn-Debakel mit Oscar Piastri vergessen zu machen. Oder vielleicht geht der Williams auch einfach nicht schneller.

Problem-Quali bei Alonso: Von allem ein bisschen

"Es ist nur Sprint-Quali" wird sich vermutlich auch Fernando Alonso wie ein Mantra vorbeten. Er musste sich wieder gegen Lance Stroll geschlagen geben und wird den Sprint vom letzten Platz aus starten. Bitter, nachdem er es in Budapest mit dem geupdateten AMR26 ins Q2 schaffte. Doch sein Sprint-Quali in Zandvoort war von Problemen infiziert. "Es war von allem ein bisschen", lachte er verzweifelt. "Wir hatten Probleme mit dem Motor. Er hat zu viel geliefert, deshalb war es teilweise schwer, das Auto zu stoppen", beschreibt er. Dazu kam, dass der Aufklappmechanismus seines Heckflügels fehlerhaft war und er deshalb den Straight-Mode nicht benutzen konnte. Auf einer Strecke mit einer fast 700 Meter langen Start-Ziel-Geraden ist das ein mächtiger Zeitverlust. "Die Kombination hat die Runden schwierig gemacht", so Alonso.

Russell macht sich nicht so viel aus Sprint-Pole

Bei all der Freude über seine Sprint-Pole weiß ein erfahrener Formel-1-Fahrer wie George Russell auch: Es ist eben "nur" die Sprint-Pole. "Es ist toll, dass wir konkurrenzfähig sind", meint er angesprochen auf den eigentlichen Vorteil von Ferrari und McLaren. Die beiden Teams sollten auf kurvenreichen Kursen normalerweise gut performen. "Es ist nur Sprint-Quali. Die großen Punkte gibt es am Sonntag", weiß Russell. Doch die Sprint-Pole ist ein hoffnungsbringender Start ins Wochenende: "Ich werde versuchen, diesen Schwung mitzunehmen."

Antonelli sieht schwierigen Sprint vorher

Der morgige Sprint wird nun nicht einfach für den Mercedes-Junior. Weil die Boliden nach dem Sprint-Qualifying unter Parc-Ferme-Konditionen sind, darf nichts mehr geändert werden. Ergo darf auch der Schaden an seinem Unterboden nicht repariert werden. Würde das Team das tun, müsste er aus der Boxengasse starten. Erst nach dem Sprint werden die Autos wieder freigegeben. Davon will sich Antonelli nicht unterkriegen lassen, bleibt jedoch realistisch: "Wir werden auch mit Schaden unser Bestes geben. Es ist vorne sehr knapp und Überholen wird nicht leicht. Vor dem Qualifying werden wir das Auto dann wieder auf Vordermann bringen und noch einmal loslegen."

Diese Auswirkung hatte Antonellis Schaden

Aufgrund des hohen Downforce-Verlusts klebte Antonellis Mercedes nicht mehr so gut auf dem Asphalt. "Ich hatte große Probleme in langsamen Kurven", so der WM-Leader. Davon gibt es in Zandvoort einige, vor allem im zweiten Sektor. "Ich hatte zu viel Speed beim Kurveneingang in der letzten Kurve, habe das Heck verloren und war im Kies", schildert Antonelli den Unfallhergang. "Das ist es so ziemlich. Es ist halt so. Es ist nicht leicht, danach wieder Selbstbewusstsein aufzubauen, aber ich war trotzdem ziemlich nahe dran. Wir werden es morgen noch einmal versuchen."

Zandvoort Sprint-Quali: Warum war Antonelli so schlecht?

Die größte Frage nach diesem Sprint-Qualifying ist: Was war los bei Kimi Antonelli? Woher kamen plötzlich zwei Zehntel Rückstand auf seinen Teamkollegen? Der WM-Leader liefert die Antwort: Er hatte große Schäden nach seinem Ausritt durchs Kiesbett in SQ1. "Ziemlich viel. Es waren einige Löcher in meinem Unterboden!", beschreibt der junge Italiener nach dem Sprint-Quali. "Als ich an die Box kam, sagte das Team, dass es ein Verlust von etwa 25 Punkten (Downforce) sein würde. Sie haben versucht, so viel wie möglich zu reparieren, aber es war definitiv noch immer viel Schaden."

Russell: Ist lange her, dass ich so ein Interview gegeben habe

George Russell feiert seine Sprint-Pole - und mehr als das: Er feiert, dass er endlich wieder ganz vorne steht. "Es ist eine Weile her, seit ich eines dieser Interviews gegeben habe", kommentiert er seinen Durchhänger vor der Sommerpause. "Es war ein taffes Ende zur ersten Saisonhälfte, aber ich bin happy, zurück zu sein. Die Runde fühlte sich gut an. Es hat alles geklappt. McLaren hat schnell ausgesehen, Ferrari auch. Aber ich bin froh, dass ich es schaffen konnte, als es gezählt hat."

Antonelli-Abfall im Sprint-Qualifying

Kimi Antonelli konnte im SQ3 gar nicht mit seinem Teamkollegen mithalten. Er kommt nur auf P5 - ein Tiefpunkt für ihn in diesem Jahr. Bisher startete er Sprints entweder von P1 oder P2. Nach seinem Kies-Ausritt im SQ1 kam er nie mehr ganz in den richtigen Rhythmus. Es ist auch möglich, dass sein Boliden doch einen Schaden davongetragen hat.

SQ3 - ENDE: RUSSELL HOLT SPRINT-POLE

Wo kam das denn her? George Russell holt sich die Sprint-Pole in Zandvoort! Der Mercedes-Pilot war in jeder Session hinter seinem Teamkollegen, doch plötzlich holt er diese Runde aus dem Nichts und platziert sich zwei Zehntel vor seinem Teamkollegen. "Das muss die Leichtigkeit sein, die die Verlobung bringt", witzelte er am Funk. Er hat sich über den Sommer mit seiner langjährigen Freundin Carmen Mundt verlobt. Es ist Russells dritte Sprint-Pole des Jahres. Jede dieser Poles konnte er in einen Sieg umwandeln.

Niederlande GP

Sprint Qualifying, Leicht bewölkt

George RussellMercedes-AMG1
Lando NorrisMcLaren   +0.042
Charles LeclercFerrari   +0.063
Oscar PiastriMcLaren   +0.104
Kimi AntonelliMercedes-AMG   +0.235
Max VerstappenRed Bull   +19.026
Lewis HamiltonFerrari   +0.627
Pierre GaslyAlpine8
Gabriel BortoletoAudi F1 Team   +1.029
Arvid LindbladRacing Bulls   +1.1710
Liam LawsonRed Bull11
Yuki TsunodaRacing Bulls 12
Franco ColapintoAlpine13
Nico HülkenbergAudi F1 Team14
Esteban OconTGR Haas F1 Team15
Alexander AlbonWilliams16
Oliver BearmanTGR Haas F1 Team17
Carlos Sainz jr.Williams18
Lance StrollAston Martin F1 Team19
Valtteri BottasCadillac F1 Team20
Sergio PérezCadillac F1 Team21
Fernando AlonsoAston Martin F1 Team22
Positionen Niederlande GP
1George Russell
Mercedes-AMG
1:11.5

2Lando Norris
McLaren
1:11.6
  +0.04
3Charles Leclerc
Ferrari
1:11.6
  +0.06
4Oscar Piastri
McLaren
1:11.6
  +0.10
5Kimi Antonelli
Mercedes-AMG
1:11.7
  +0.23
6Max Verstappen
Red Bull
1:30.5
  +19.02
7Lewis Hamilton
Ferrari
1:12.1
  +0.62
8Pierre Gasly
Alpine
0:00.0

9Gabriel Bortoleto
Audi F1 Team
1:12.5
  +1.02
10Arvid Lindblad
Racing Bulls
1:12.7
  +1.17
11Liam Lawson
Red Bull
1:13.1

12Yuki Tsunoda
Racing Bulls
1:13.1

13Franco Colapinto
Alpine
1:13.4

14Nico Hülkenberg
Audi F1 Team
1:13.6

15Esteban Ocon
TGR Haas F1 Team
1:13.8

16Alexander Albon
Williams
1:14.2

17Oliver Bearman
TGR Haas F1 Team
1:14.7

18Carlos Sainz jr.
Williams
1:14.7

19Lance Stroll
Aston Martin F1 Team
1:15.3

20Valtteri Bottas
Cadillac F1 Team
1:15.4

21Sergio Pérez
Cadillac F1 Team
1:15.5

22Fernando Alonso
Aston Martin F1 Team
1:16.0

17:18 UhrUnd natürlich hoffen wir, dass ihr wieder fleißig mitlest! Bis morgen und einen schönen Start ins Wochenende.

17:17 UhrMorgen um 12 Uhr starten die Piloten in den Sprint in Zandvoort! Wir sind natürlich wieder pünktlich für euch da.

17:16 UhrAntonelli neben Verstappen in der dritten Startreihe. Dahinter Hamilton und Gasly. Bortoleto und Lindblad komplettieren die Top-10.

17:15 UhrNorris startet morgen von Platz zwei, ebenfalls aus der ersten Startreihe. Leclerc und Piastri stehen dahinter auf den Plätzen drei und vier.

17:15 UhrDie Zeit ist um! George Russell holt sich die erste Sprint-Pole in Zandvoort.

17:14 UhrVerstappen verdrängt seinen früheren Erzrivalen von Position sechs.

17:14 UhrHamilton bleibt hinter Antonelli auf Platz sechs zurück.

17:14 UhrLeclerc und Piastri reihen sich hinter Norris ein.

17:14 UhrNorris jetzt mit einer starken schnellen Runde. Aber Russell schlägt den McLaren-Piloten über eine Runde.

17:13 UhrBisher sind noch keine wirklich schnellen Runden angeschrieben worden.

17:12 UhrNeuer Versuch!

17:12 UhrAuch Norris bricht ab.

17:12 UhrAntonelli bricht die Runde ab.

17:12 UhrAntonelli und Russell zwar schnell, können aber im ersten Sektor nicht mithalten.

17:12 UhrNorris mit einem starken ersten Sektor.

SQ3 - Top-Teams starten mit Pole-Kampf

Endlich. Da sind die Hauptakteure dieses Tages. McLaren fährt gleich als Erstes raus, direkt dahinter sind die beiden Mercedes-Piloten. Ihnen folgt das restliche Feld, nur Pierre Gasly und Gabriel Bortoleto sind noch in der Box. Norris ist der Erste, der eine schnelle Runde aufstellen wird.

SQ3 - START: Niemand will raus

Start der letzten und kürzesten Session dieses Sprint-Qualifyings. Nur acht Minuten haben die Piloten Zeit, also ist jede Sekunde wichtig. Doch niemand will raus. Die Strecke ist leer, die Sekunden ticken runter. Niemand will der Erste sein, denn jeder will die beste Strecke haben. Es wird womöglich darauf hinauslaufen, dass die Fahrer es mit nur einem Schuss versuchen werden. Riskant, aber genau in solchen Situationen brillieren die Formel-1-Fahrer.

SQ2 - ENDE: Lindblad boxt Lawson raus

Oscar Piastri meldet sich für den Sprint-Pole-Kampf an. Er fährt die Bestzeit im SQ2, gibt seinem Teamkollegen, dem Ferrari von Charles Leclerc eine Zehntel und dem Mercedes von George Russell zwei Zehntel mit. Eine beeindruckende Leistung hat Pierre Gasly gezeigt: Der geupdatete Alpine platziert sich mit P7 vor dem Red Bull von Max Verstappen. Lindblad ist der zweitbeste und der einzige andere Red-Bull-Bolide in den Top-10. Er warf Liam Lawson in den letzten Sekunden aus dem SQ3. "Ich weiß nicht, was in SQ2 passiert ist", meint der Neuseeländer am Funk. "JA! Kommt schon, Jungs! Danke!" freut sich der Rookie hingegen. Yuki Tsunoda zeigt mit P12 eine gute Leistung für die Umstände seines spontanen F1-Einsatzs. Neben Lawson und Tsunoda werden auch Colapinto, Hülkenberg, Ocon und Albon nicht an SQ3 teilnehmen. Bortoleto brachte Audi mit P10 gerade noch ins letzte Segment.

SQ2 - Piastri führt mit Drift

Oscar Piastri holt sich mit einer starken Runde die derzeitige Führung des SQ2. Er platziert sich mit einer 1:12.026 Minuten eine Zehntel vor Charles Leclerc. Dabei imitierte er gerade im Kurvenausgang ein Drift-Auto. Als er herausfuhr, stand sein MCL40 ziemlich quer. Die beiden Papaya-Piloten sind vor allem in den Highspeed-Passagen vor der Konkurrenz.

Verstappen freigesprochen

Max Verstappen muss sich keine Sorgen wegen einer Startplatzstrafe machen. Gerade haben ihn die Stewards wegen des potenziellen Impeadings von Hamilton freigesprochen.

SQ2 - START: Wer qualifiziert sich für Pole-Fight?

Die nächsten zehn Minuten in diesem Sprint-Qualifying haben angefangen. Die Fahrer müssen wieder auf den Medium-Reifen raus und lassen nicht lange auf sich warten. Nico Hülkenberg stellt als Erster eine Zeit auf, die wird aber wohl nicht lange halten. Die Top-Piloten kommen schon auf die Strecke.

Verstappen vs. Hamilton notiert

Ein Fall von potenziellem Impeading, also im Weg stehen, zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton wurde notiert. Auf einer schnellen Runde kam Hamilton aus Kurve 3 heraus und lief auf einen langsamen Verstappen auf. "Verkehr! Ich stecke im Verkehr fest!", regte sich der siebenfache Weltmeister am Funk auf. Sollte Verstappen dafür eine Strafe bekommen, könnte er drei Startplätze zurückversetzt werden.

SQ1 - ENDE: Aston Martin enttäuscht, Lawson vor Verstappen

Das war es schon mit dem ersten Sprint-Segment. Leclerc war der Schnellste, dahinter die zwei McLarens. Interessant ist, dass sich Lawson in seiner ersten Quali-Session im Red Bull vor Verstappen platziert. Der eigentliche Racing-Bulls-Pilot platziert sich fast zwei Zehntel vor dem vierfachen Weltmeister auf P6. Bei den Ausgeschiedenen finden sich alte Bekannte wieder: Die beiden Cadillacs sind draußen, das dürfte keinen überraschen. Aber auch beide Aston Martins! Nach dem Ungarn-Riesenupgrade und dem Motor-Update von Zandvoort hatte man sich Besseres erwartet. Auch verabschieden müssen wir uns von Carlos Sainz, der immer noch von den Schäden des Trainings gehindert wird, und von Oliver Bearman.

SQ1 - Antonelli rettet sich, Alonso großer Verbremser

Aufatmen bei allen Mercedes- und Antonelli-Fans: Der WM-Leader schafft es mit seiner Sicherheitsrunde unter die Top-10. Er kann sich mit seiner ersten Runde auf P7 retten und setzt zum nächsten Versuch an. Währenddessen verbremst sich Fernando Alonso ziemlich stark in Kurve 1. Er muss durch den Kies räubern. Kein guter Start für den neuen Honda-Motor, der in Zandvoort das erste Mal zum Einsatz kommt.

SQ1 - Antonelli-Auto in Ordnung

Antonelli ist schon wieder auf der Strecke unterwegs. Der Check in der Box war kurz, kostete ihn aber wertvolle Minuten. Das Auto soll laut den Funksprüchen in Ordnung sein. "Ich habe das Heck ganz komisch verloren", beschreibt er am Funk. Seine Runde muss jetzt sitzen, sonst könnte es sehr knapp für ihn werden. Derzeit führt Leclerc vor den zwei McLarens.

SQ1 - Antonelli räubert durch Kies

Die vorletzte Kurve, diese vorletzte Kurve. Sie hat im Training bereits Max Verstappen und Carlos Sainz geholt, jetzt holt sie den WM-Leader. Antonelli verliert die Haftung in Kurve 13, womöglich wegen einer Windböe, und schwimmt raus und in den Kies. Der Mercedes räubert über die kleinen Steinchen. Antonelli biegt direkt in die Box ab, wo jetzt sein Unterboden gecheckt wird. Er hat noch keine Rundenzeit aufgestellt.

SQ1 - START: Ab ins Sprint-Qualifying

Die Uhr schlägt 16:30 und die Fahrer sind bereits auf der Strecke unterwegs. Mercedes sind die Ersten, WM-Leader Kimi Antonelli führt seinen Teamkollegen aus der Boxengasse. Dahinter kommt Sergio Perez und dahinter... erst einmal niemand. Die anderen Fahrer gedulden sich noch etwas. Lange dürfen sie uns nicht warten lassen, denn die Session geht nur zwölf Minuten.

Finales Wetterupdate aus Zandvoort

In wenigen Minuten starten wir ins Sprint-Qualifying. Ein letztes Wetterupdate: Wir müssen alle Regen-Enthusiasten enttäuschen. Wir erleben heute keine Regensession. In Zandvoort scheint die Sonne, so als wäre nie eine dunkle Wolke über der Strecke gehangen. Die Temperatur liegt bei angenehmen 19,6 Grad, der Asphalt ist mit 33,9 Grad auch relativ warm. Der Wind ist gerade bei 9 km/h stark, das kann sich aber immer wieder schnell ändern. Es sollte also eine gute Session werden. Wir haben natürlich wieder unseren Sessionticker für euch, damit ihr wirklich nichts verpasst.

Verstappen ehrt Niederlande-Kultur für letztes Heimrennen

Dieses Wochenende ist ein besonders für Max Verstappen. Er hat nicht nur seinen Vertrag mit Red Bull auf 2030 verlängert, die nächsten drei Tage in Zandvoort sind auch sein letztes Heimrennen. Die Formel 1 wird nach 2026 vorerst nicht mehr an die Nordseeküste reisen. Das ehrt er mit einem speziellen Helmdesign. Der weiß-blaue Helm wurde von der niederländischen Keramikkunst Delfter Blau inspiriert. Der Lokalmatador qualifizierte sich in seiner Heimat nie schlechter als in den Top-3 und beendete ein Rennen nie außerhalb der Top-2. Ob er diesen Trend beenden kann, bleibt abzuwarten. Heimrennen werden Verstappen aber nicht ausgehen: Obwohl er unter der niederländischen Flagge fährt, hat er ebenfalls die belgische Staatsbürgerschaft aufgrund seiner Mutter. Dazu ist er mit seinem Langzeit-Treuschwur zu Red Bull praktisch österreichischer Staatsbürger.

Hadjar trotz Verletzung in Zandvoort

Es dürfte spätestens nach dem FP1 jedem bekannt sein, dass Isack Hadjar dieses Wochenende nicht im Red-Bull-Cockpit sitzt. Falls nicht, wisst ihr es jetzt. Er hat sich in der Sommerpause am linken Handgelenk verletzt und wird daher von Liam Lawson vertreten, der bei den Racing Bulls durch Yuki Tsunoda ersetzt wird. Der Franzose verbringt seinen Krankenstand aber nicht am Meer oder daheim im Bett. Er ist mit Schiene am linken Arm vor Ort in Zandvoort und lässt sich keine Session entgehen.

Sprint-Qualifying: Die Regeln

Eine kurze Auffrischung für alle, die über den Sommer die Regeln für das Sprint-Qualifying vergessen haben. Die Reifenwahl in SQ1 und SQ2 ist vorgeschrieben: Für die ersten zwei Segmente müssen die Fahrer ihre Rundenzeiten auf dem Medium-Reifen aufstellen. Das ist für den Niederlande GP der C3-Reifen. Die Piloten haben auch weniger Zeit als im normalen Qualifying: SQ1 dauert lediglich zwölf Minuten, SQ2 zehn Minuten und die Pole Position entscheidet sich in kurzen acht Minuten. Erst im letzten Segment darf der Soft-Reifen aufgezogen werden.

+++ Der Bericht zum FP1 in Zandvoort +++

Stolpersteine Grip und Verkehr in Zandvoort

Egal, wer am Ende die Sprint-Pole holt, er muss die Runde auch behalten. In Zandvoort sind die Gripverhältnisse bekanntlich schlecht. Der starke Wind macht nicht nur das Handling der F1-Boliden schwer, er bläst auch Sand vom naheliegenden Strand auf die Strecke. Dadurch wird der Asphalt schmierig und es ist auf der kurvigen Oldschool-Strecke nicht so leicht, tatsächlich auf der Strecke zu bleiben. Viele Piloten hatten damit im ersten Training zu kämpfen. Obendrauf ist auf dem nur 4,259 Kilometer langen Kurs Verkehr ein großes Thema. Das kostete bereits einige Fahrer im Training ihre schnellen Runden. Mit 22 Autos im SQ1 wird das ganz schön voll.

Wer holt die Sprint-Pole in Zandvoort?

Nur noch eine Stunde bis zum ersten und wohl letzten Sprint-Qualifying in der Geschichte des Circuit Zandvoort. Wer geht heute als schnellster Fahrer von der Strecke? Die besten Karten hat wohl Kimi Antonelli. Er war am Ende der Schnellste im Training und ist derzeit der Pilot, den es zu schlagen gilt. Sein Teamkollege George Russell unterstrich mit P3 im Training die Mercedes-Stärke, stellte sich selbst aber kein wasserdichtes Empfehlungsschreiben für die Pole aus. Er war wieder langsamer als Antonelli - aber fairerweise nur um eine Zehntel. Weltmeister Lando Norris ist ebenfalls im Mix mit seiner starken Leistung gegen Ende des Trainings. Teamkollege Oscar Piastri zeigte in der frühen Phase des FP1 auf, konnte die Form auf den Soft-Reifen aber nicht halten. Falls ihr euren Tipp abgeben möchtet, könnt ihr das in unserem WhatsApp-Channel! Dort haben wir gerade eine Umfrage gestartet:

Strahlender Sonnenschein an Nordseeküste

Genug mit Technik-Updates, wie sieht es mit Wetterupdates aus? Christian hat gerade vermeldet, dass in Zandvoort strahlender Sonnenschein herrscht. Das hat direkt nach dem Training noch ganz anders ausgesehen, da hingen dunkle Wolken über der Strecke. Aber so nah am Meer kann das Wetter schnell umschlagen. Das Sprint-Qualifying in einer Stunde dürfte also voraussichtlich trocken bleiben. Die Regenwahrscheinlichkeit für den restlichen Tag nimmt immer weiter ab. Aber es könnte über Nacht regnen, was die Gripverhältnisse für den morgigen Sprint beeinflusst. Doch wir sind hier keine Meteorologen und die Wettergötter machen ohnehin, was sie möchten.

Alpine patzt bei Show & Tell

Nun dürfte auffallen, dass in dieser Galerie keine Bilder des neuen Alpine-Boliden drinnen sind. Das ist aber nicht, weil wir das neue pinke Auto vor euch verheimlichen wollen. Sondern weil das Team aus Enstone bei der Präsentation am Vormittag gepatzt hat. Eigentlich sollte dort das geupdatete Auto den Journalisten zur Schau gestellt werden. Doch da stand vor der Alpine-Garage die alte Version von Franco Colapinto. Das ist aber tatsächlich im Reglement verboten: Laut den Regeln muss das Auto mit großen aerodynamischen Neuerungen präsentiert werden, sollte nur eines der zwei Boliden diese verbaut haben. Als Christian das gegenüber dem Team später anmerkte, entschuldigte sich Alpine für den Fehler. Sie hatten Colapintos Auto präsentiert, da dieses schon für die Boxenstopp-Übungen fertig war, Gaslys noch nicht. Deswegen müssen wir euch vertrösten: Es gibt keine guten Fotos des neuen A526. Alle anderen Updates haben wir uns im unten verlinkten Artikel noch einmal genau angesehen:

Neuer Seitenkasten, Diffusor und Heck für Gasly

Pierre Gasly darf sich auch über eine neu gestaltete Karosserie im Seitenkasten- und Coke-Bottle-Bereich freuen. Die Geometrie des Diffusors wurde weiterentwickelt, um lokal mehr aerodynamische Last zu erzeugen. Die neue Ausführung soll dabei über das gesamte Betriebsfenster des Fahrzeugs einen effizienten Performance-Gewinn liefern. Dazu gab es Anpassungen am Heck: Die Elemente auf der Außenseite der hinteren Brake Drum wurden neu profiliert, die hintere Crash-Struktur überarbeitet und es gibt eine neu gestaltete Flap-Geometrie am Heckflügel. Die ganzen Fotos der neuen Teile aller Teams haben wir für euch in dieser Galerie zusammengeführt:

Alpine setzt endlich an Unterboden an

Ein großer Punkt auf der Update-Liste ist der neue Unterboden. Der ist besonders wichtig für Downforce-Generierung und Alpine hinkte hier in der Entwicklung weit hinter den anderen Teams hinterher. Jetzt ist er endlich da. Einen genauen Blick darauf lieferte das Team natürlich nicht, aber wir können sagen, dass die Geometrie komplett überarbeitet wurde, um die Qualität der Strömung über das gesamte Arbeitsfenster zu verbessern und mehr Downforce zu erzeugen. Dazu gibt es neu profilierte Floor Boards und eine neue Unterboden-Kante. All das soll zu mehr aerodynamischer Effizienz und allgemeinem Performance-Gewinn beitragen.

Update-König in Zandvoort: Alpine bringt neues Auto

Jetzt kommen wir zum großen Fisch dieses Update-Wochenendes. Wie bereits erwähnt, brachte Alpine ein praktisch neues Auto, das aber nur Pierre Gasly fährt. Die neuen Teile sollten eigentlich erst in Monza kommen, aber die Fabrik konnte schon ein Set für Zandvoort fertigstellen. Und das lässt sich sehen: Acht Punkte sind auf der Liste der neuen Teile angeführt. So ein großes Paket hatte Alpine auch mächtig nötig, denn sie waren mit Abstand das Team mit den wenigsten Updates in der ersten Saisonhälfte.

Weitere Aston-Martin-Updates in Zandvoort

Das ist noch nicht alles, was Adrian Newey in seiner Fabrik gezaubert hat. Der Diffusor ist auch beim Team aus Silverstone ein Fokuspunkt in Zandvoort. Die Unterkante des Diffusor-Winglets ist neu geformt. Unterstützend dazu gibt es in diesem Bereich eine neue Leitfinne, die nach der Auswertung des letzten Ungarn-Pakets entwickelt wurde. Zusammen sollen diese zwei Updates für zusätzlichen Abtrieb auf der Hinterachse sorgen.
Der Diffusor von Aston Martin im Vergleich
Die neue Leitfinne unter dem Aston-Martin-Diffusor, Foto: Motorsport-Magazin.com

Aston Martin vervollständigt Mega-Update

Aston Martin hat in Ungarn den Rekord für die meisten Updates in einer laufenden Saison gebrochen. 16 Punkte war die Liste lang. In Zandvoort ergänzen sie dieses Mega-Update vor allem am Frontflügel. Der wird komplett überarbeitet. Beim letzten Element wird die Profiltiefe für Performance-Verbesserung reduziert. Wenn Fernando Alonso und Lance Stroll möchten, gibt es auch einen optionalen neuen Flap, mit dem die Flügeleinstellungen erweitert werden und das Setup besser optimiert werden kann. Dazu bekommt der Frontflügel neue Endplatten: Der zur Fahrzeugmitte gerichtete Fuß der Frontflügel-Endplatte wurde modifiziert. Gemeinsam mit der Änderung am äußersten Bereich des letzten Frontflügelelements soll dies die aerodynamische Performance des zuletzt eingeführten Frontflügels weiter verbessern.

Ferrari bessert bei Diffusor nach

All diese Unterboden-Elemente sollen neben mehr Downforce auch die Strömung zum hinteren Diffusor verbessern. Daher setzt Ferrari auch beim Diffusor an. Dort gibt es jetzt eine neue Anordnung der Streben, ein überarbeitetes Expansionsprofil und eine veränderte Belastung der Diffusor-Fences. Dadurch wird der zusätzliche Luftstrom optimiert und es wird - wie so oft - mehr aerodynamischer Abtrieb erzeugt, ohne die Stabilität der Strömung zu beeinträchtigen.

Ferraris neuer Unterboden wird Wahrheit

Gestern haben Kimi Antonelli und die italienische Presse schon davon gesprochen, jetzt ist es Wahrheit geworden: Ferrari hat tatsächlich einen neuen Unterboden in petto. Die Verstrebung und Befestigungspunkte des Floor Boards wurden überarbeitet. Damit soll mehr aerodynamischer Abtrieb über das gesamte Betriebsfenster erzeugt werden. Dazu hat die Scuderia die eingerollte Geometrie der Unterbodenkannte neu geformt. Das soll auch für mehr Downforce sorgen. Obendrauf wurde bei den Floor Boards Hand angelegt. Die Anordnung des vorderen Unterbodens und der Finnen ist neu.
Das neue und das alte Floor Board von Ferrari im Vergleich
Das neue und das alte Ferrari-Floor Board, Foto: Motorsport-Magazin.com

Was hat McLaren noch für Updates in Zandvoort?

Die Papaya-Truppe hat aber nicht nur am Heckflügel angesetzt. Auch im Bereich der Motorabdeckung wurden Änderungen vorgenommen. Im Bereich der sogenannten Coke-Bottle-Zone, also der stark eingezogene hintere Bereich der Motorabdeckung, sowie rund um das Auspuffendrohr wurden die Aero-Elemente überarbeitet. Das soll dem MCL40 mehr aerodynamische Effizienz bringen, die fehlte nämlich in der ersten Saisonhälfte massiv. Zusätzlich wurde der hintere Bremskanal innen und außen überarbeitet. Ziel ist eine gezieltere Führung und Aufbereitung der Luftströmung, wodurch sowohl die aerodynamische Performance als auch die Kühlleistung der Hinterradbremse verbessert werden sollen.
Die Auspuff-Elemente und das Heck am McLaren in Zandvoort im Vergleich
Die neue und alte Bremskühlung von McLaren, Foto: Motorsport-Magazin.com

McLaren: Neuer Heckflügel, aber kein Macarena

McLaren nannte dieses Update vor seiner Einführung in Ungarn einen "Meilenstein". In Zandvoort kommt Part zwei dazu, der die neuen Teile aus Budapest ergänzt. Es wurde bereits angekündigt, dass es sich um einen neuen Heckflügel handeln würde. Daher wurde gestern spekuliert, ob es sich dabei um die heiß ersehnte Papaya-Version des Macarena-Flügels handelte. Das hat sich als falsch herausgestellt. McLaren brachte zwar einen neuen Heckflügel, aber nicht einen sich um mehr als 180 Grad drehenden. Die Endplatten sind neu und könnten ihrem Aussehen nach von den Sanddünen inspiriert sein. Die drei wellenförmigen Ausbuchtungen sollen für mehr Abtrieb sorgen.
Der neue und der alte Heckflügel von McLaren in Zandvoort im Vergleich
Die Ausbuchtungen sind hier gut zu sehen, im Vergleich mit der alten Endplatte, Foto: Motorsport-Magazin.com

Red Bull: kleines Update in Zandvoort

Bei Red Bull brachte man auch keine großen Änderungen an den RB22, sondern konzentrierte sich auf Zuverlässigkeit. Deshalb wurde die Verkleidung am hinteren Schenkel des unteren Querlenkers stellenweise schlanker gestaltet. Damit soll bei starken Lenkeinschlägen weniger Spannung auf den flexiblen Faltenbalg der Radverkleidung wirken und so weniger bruchanfällig werden.

Updates in Zandvoort: Wer hat neue Teile im Gepäck?

Während wir uns auf das Sprint-Qualifying freuen - Start ist um 16:30 Uhr - gehen wir die Update-Listen der Teams durch. Vier Teams haben relativ große Pakete dabei. Mercedes hat nur eine kleine Erneuerung mitgebracht: Die Kante der vorderen Strömungsleitelemente wurde vom Einlass des Luftkanals getrennt. Außerdem wurde der Anstellwinkel verändert. Das soll helfen, die Strömung auf der Innenseite der Elemente und nach hinten am Auto zu verbessern. Ein großes Update für den W17 soll erst zum Bahrain GP in Malaysia oder in Singapur kommen.

Dunkle Wolken über Zandvoort

Der Himmel in Zandvoort wird immer dunkler und dunkler. Auf Helikopteraufnahmen sieht man, dass es westlich der Strecke richtig grau ist und potentiell regnet. Auf der anderen Seite blitzt aber teilweise sogar der blaue Himmel heraus. Sollte es zwischen FP1 und dem Sprint-Qualifying um 16:30 Uhr noch regnen, könnte das die ohnehin schon schwierigen Grip-Verhältnisse auf dem Circuit Zandvoort wieder verschlechtern.

FP1 - Red-Bull-Teams schwach

Eine schwache Vorfühung baten die zwei Red-Bull-Teams. Arvid Lindblad ist der einzige Pilot des Energydrink-Kosmos in den Top-10. Max Verstappen hat nach einigen Ausritten die Qualifying-Simulationen aufgegeben und reiht sich nur auf P11 ein. Red-Bull-Reserve Liam Lawson kommt nach einer verpatzten letzten Runde nur auf P14. Yuki Tsunoda beendet seine erste Session in einem 2026er Auto auf P17.

FP1 - ENDE: Lando Norris splittet Mercedes

Und das war es mit der vorerst letzten Trainingssession auf dem Circuit Zandvoort. Kimi Antonelli holte sich in den letzten Sekunden die Führung wieder. Der amtierender Weltmeister Lando Norris kann sich auf Rand zwei platzieren, dahinter reiht sich George Russell als wieder langsamerer Mercedes-Fahrer ein. Die beiden Ferraris, die die Session lange anführten, kommen nach den letzten Quali-Simulationen nur auf Platz vier und fünf, Hamilton vor Leclerc. Oscar Piastri, der ebenfalls für einen Großteil des Trainings der schnellere McLaren-Fahrer war, kommt auf Platz sechs. Die letzten vier Plätze füllt das obere Mittelfeld aus: Hülkenberg, Gasly mit dem rundum erneuerten Alpine, Bortoleto und Lindblad vervollständigt die Top-10.

Niederlande GP

1. Training, Leicht bewölkt

Kimi AntonelliMercedes-AMG1
Lando NorrisMcLaren   +0:00.122
George RussellMercedes-AMG   +0:00.123
Lewis HamiltonFerrari   +0:00.194
Charles LeclercFerrari   +0:00.285
Oscar PiastriMcLaren   +0:00.656
Nico HülkenbergAudi F1 Team   +0:00.837
Pierre GaslyAlpine   +0:00.968
Gabriel BortoletoAudi F1 Team   +0:01.049
Arvid LindbladRacing Bulls   +0:01.3310
Max VerstappenRed Bull   +0:01.3711
Fernando AlonsoAston Martin F1 Team   +0:01.5612
Franco ColapintoAlpine   +0:01.8713
Liam LawsonRed Bull   +0:01.9114
Oliver BearmanTGR Haas F1 Team   +0:01.9215
Esteban OconTGR Haas F1 Team   +0:01.9416
Yuki TsunodaRacing Bulls   +0:02.1617
Lance StrollAston Martin F1 Team   +0:02.2518
Alexander AlbonWilliams   +0:02.4019
Valtteri BottasCadillac F1 Team   +0:02.6320
Sergio PérezCadillac F1 Team   +0:02.7521
Carlos Sainz jr.Williams   +0:03.3922
Positionen Niederlande GP
1Kimi Antonelli
Mercedes-AMG
1:12.9

2Lando Norris
McLaren
1:13.0
  +0:00.12
3George Russell
Mercedes-AMG
1:13.0
  +0:00.12
4Lewis Hamilton
Ferrari
1:13.1
  +0:00.19
5Charles Leclerc
Ferrari
1:13.2
  +0:00.28
6Oscar Piastri
McLaren
1:13.6
  +0:00.65
7Nico Hülkenberg
Audi F1 Team
1:13.7
  +0:00.83
8Pierre Gasly
Alpine
1:13.9
  +0:00.96
9Gabriel Bortoleto
Audi F1 Team
1:13.9
  +0:01.04
10Arvid Lindblad
Racing Bulls
1:14.2
  +0:01.33
11Max Verstappen
Red Bull
1:14.3
  +0:01.37
12Fernando Alonso
Aston Martin F1 Team
1:14.5
  +0:01.56
13Franco Colapinto
Alpine
1:14.8
  +0:01.87
14Liam Lawson
Red Bull
1:14.8
  +0:01.91
15Oliver Bearman
TGR Haas F1 Team
1:14.8
  +0:01.92
16Esteban Ocon
TGR Haas F1 Team
1:14.8
  +0:01.94
17Yuki Tsunoda
Racing Bulls
1:15.1
  +0:02.16
18Lance Stroll
Aston Martin F1 Team
1:15.1
  +0:02.25
19Alexander Albon
Williams
1:15.3
  +0:02.40
20Valtteri Bottas
Cadillac F1 Team
1:15.5
  +0:02.63
21Sergio Pérez
Cadillac F1 Team
1:15.7
  +0:02.75
22Carlos Sainz jr.
Williams
1:16.3
  +0:03.39

13:37 UhrBis dann und auf Wiedersehen!

13:37 UhrUm 16:30 Uhr geht es heute mit dem Sprint-Qualifying weiter. Wir sind gespannt, wie das Kräfteverhältnis heute Nachmittag aussieht und freuen uns, wenn ihr später ebenfalls wieder mit dabei seid.

13:36 UhrDas 1. Training ist damit also wirklich offiziell vorbei und wir verabschieden uns damit für ein paar Stunden von euch.

13:36 UhrJetzt biegen auch alle weiteren Fahrer in die Box ab.

13:35 UhrDie beiden Aston-Martin-Piloten stehen schon in der Box.

13:33 UhrJetzt dürfen die Fahrer noch ihre Probestarts absolvieren.

13:33 UhrVerstappen schafft es knapp nicht unter die ersten zehn. Damit ist Lindblad heute der beste aus der Red-Bull-Truppe.

13:32 UhrBortoleto und Lindblad komplettieren die Top 10.

13:32 UhrDahinter die beiden Ferraris Hamilton und Leclerc sowie Piastri, Hülkenberg und Gasly.

13:31 UhrNorris und Russell reihen sich dahinter auf Platz zwei und drei ein.

13:31 UhrUnd das erste Training ist beendet! Antonelli holt sich die erste Bestzeit in Zandvoort.

13:31 UhrRussell kann sich auf Platz drei verbessern.

13:30 UhrAston Martin hat anscheinend aufholen können. Alonso liegt nur knapp hinter Verstappen auf Platz 12. Lawson liegt hinter dem Spanier auf Position 14.

13:29 UhrRussell liegt derzeit auf Platz fünf.

13:28 UhrAntonelli holt sich die neue Bestzeit.

FP1 - Antonelli führt, Verstappen gibt auf

Da ist sie, die saubere Runde für Antonelli. Er holt sich die Bestzeit, der erste Pilot des Wochenendes unter 1:13 Minuten. Währenddessen hat ein anderer Top-Pilot wohl aufgegeben: Max Verstappen ist an die Box gefahren und verzichtet auf die letzten Runs auf Soft-Reifen. Er hat stattdessen für die Probe-Starts den Hard drauf. Er ist nur auf Platz 11. Sein Übergangs-Teamkollege Liam Lawson kommt nur auf Platz 14, hat auf seiner finalen schnellen Runde aber viel mit Verkehr zu kämpfen. Nach Kurve 12 bummelten plötzlich einige Boliden vor ihm. "Ich habe keine Ahnung, was sie da gemacht haben", stunkert er am Funk.

FP1 - Audi steht Antonelli im Weg

Er führte die erste Hälfte des Trainings an, doch kurz vor Schluss ist er gerade einmal in den Top-10. Kimi Antonelli kann sich in den Quali-Simulationen noch nicht wirklich behaupten. Er setzte vorhin zu einer schnellen Runde an, doch nach Hugenholtzbocht stand ihm Nico Hülkenberg im Weg. Er bricht die damit unsaubere Runde ab und setzt zur nächsten an.

FP1 - Mittelfeld mischt Top-Teams auf

Noch fünf Minuten verbleiben im Training und das Mittelfeld hat sich mit den Qualifying-Simulationen unter die Top-Teams gekämpft. Nico Hülkenberg ist derzeit Vierter, Pierre Gasly Fünfter und Gabriel Bortoleto ist Sechster. Eine sehr starke Vorstellung des oberen Mittelfelds, die sich nur den zwei Ferraris und Oscar Piastri geschlagen geben müssen. Doch ein paar Top-Piloten haben ihre Quali-Runden noch vor sich.

FP1 - Verstappen kopiert Sainz

Max Verstappen hat heute auch Probleme, sich auf der Strecke aufzuhalten. Er geht sogar so weit, dass er Carlos Sainz' Ausflug in den Kies in Kurve 13 kopiert. Beim Eingang übersteuert der RB22 und Verstappen muss durch den Auslaufbereich ausweichen. "Das Auto übersteuert plötzlich so viel. Ich weiß nicht, warum", erklärt er am Funk. Er kommt sofort an die Box, um den Unterboden checken zu lassen.

FP1 - Hamilton räubert durch Kies

Die Fahrer haben Probleme mit der Hans-Ernst-Schikane. Nachdem Carlos Sainz und Fernando Alonso dort schon Bekanntschaft mit dem Kies machten, tut es ihnen Lewis Hamilton gleich. Er fährt in Kurve 11 gerade aus und damit auch gerade durch das Kiesbett. Der Ferrari springt zwar herum, kann aber ohne offensichtliche Schäden weiterfahren.

FP1 - Sainz mit Unterbodenschaden

Carlos Sainz' Ausflug durch das Kiesbett hat Folgen: Sein Renningenieur informierte ihn, dass sie Schaden am Unterboden sehen. Durch diesen Schaden verliert er etwa 20 Punkte an Downforce. Das ist relativ viel und macht das Fahren nicht besonders angenehm. Das sieht man daran, dass er nun schon mehrmals in der Schikane abkürzen musste. Auch Landsmann Fernando Alonso hat Probleme in der Hans-Ernst-Schikane, kann seinen verbesserten Aston Martin aber gerade noch vom Kies fernhalten.

FP1 - Ferrari führt Feld an

Halbzeit der einzigen Trainingssession des Wochenendes und die stärkste Kraft ist Ferrari. Charles Leclerc führt das Feld mit einem Vorsprung von einer Zehntel vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton an. Dahinter reihen sich die beiden Mercedes ein. Auf Platz fünf ist Lokalmatador Max Verstappen, der dieses Wochenende mit einem besonderen Helmdesign, inspiriert vom traditionell niederländischen Delfter Blau, fährt.

FP1 - Antonelli dreht sich

Die schmierige und sandige Streckenoberfläche hat den ersten Dreher ausgelöst. Ausgerechnet WM-Leader Kimi Antonelli macht eine Pirouette. Er verliert das Heck seines Boliden, kann aber Kollisionen mit den umliegenden Fahrern vermeiden. "Ich weiß nicht, was zum Teufel gerade passiert ist", meint er am Funk verwirrt.

FP1 - Verstappen 'fast in der Wand'

Wäre es überhaupt eine Formel-1-Session in der 2026er Saison, wenn sich Max Verstappen nicht über seine Gangschaltung beschwert? Kurz vor Trainingshalbzeit kommt der Pflicht-Funkspruch: "Ich wäre gerade fast in der Wand gewesen wegen diesem Runterschalten. Es ist lächerlich." So dramatisch hat es von außen nicht ausgesehen. Sein Heck hat in der Schikane leicht geschwänzelt und er konnte es gut abfangen. Er hat sich mit seiner Runde auf Platz 5 verbessert. Liam Lawson fehlt eine halbe Sekunde auf seine Zeit.

FP1 - Sainz löst Gelb aus

Carlos Sainz hat einen kurzen Schreckmoment und löst damit eine gelbe Flagge aus. In Kurve 13, der vorletzten schnellen Linkskehre, übersteuert sein Bolide im Eingang. Er kann seinen FW48 nicht mehr abfangen und muss durch den Kies räubern. Er kann sich danach aber gleich an die Box retten und ist schon wieder auf der Strecke unterwegs. Williams ist das einzige Team, das auf Soft-Reifen draußen ist. Alle anderen haben sich von den Intermediates verabschiedet und sind auf einem Mix von Medium und Hard unterwegs.

FP1 - Antonelli stark, Verstappen mit Problemen

WM-Leader Kimi Antonelli macht nach der Sommerpause gleich wieder stark weiter. Nach etwa 15 Minuten führt er das erste Training mit etwa vier Zehntel Vorsprung auf Charles Leclerc an. Er hat sich gestern nicht als Favorit gesehen, sondern vor Ferrari und McLaren gewarnt. Diese beiden Teams sehen auch sehr stark aus und haben sich direkt hinter ihm eingereiht. Wer noch gar nicht in den Schwung kommt, ist Red Bull - naja zumindest ein Red Bull. Und nicht der, von dem man es erwartet hätte: Max Verstappen konnte erst eine schnelle Runde fahren und die Zeit war nicht berühmt. Er verbremste sich in der Schikane und reiht sich damit nur auf P13 ein. Sein Teamkollege für das Wochenende, Liam Lawson, ist mit Platz 5 schon besser dabei.

FP1 - START: Erste Nass-Session des Jahres?

Und damit starten wir in die erste Session der zweiten Saisonhälfte! Wie wir bereits besprochen haben, ist es noch feucht auf der Strecke, weshalb die Piloten mit Intermediate-Reifen rausfahren. Diese neue Autogeneration ist bisher noch nie auf nassem Asphalt gefahren. Aber ist es wirklich nass? Nico Hülkenberg funkt bereits, dass er sich vorstellen könnte, bereits auf Trockenreifen zu fahren. Bei McLaren fährt Oscar Piastri mit dem Medium-Reifen raus.

Alpine: Neues Auto in Zandvoort

Einen genauen Blick auf die Updates werfen wir nach dem ersten Training, aber schon jetzt ein kleiner Vorgeschmack: McLaren hat einen neuen Unterboden und einen neuen Heckflügel. Das ist der zweite Part des großen Update-Pakets, den ersten Teil brachten sie bereits in Ungarn. Viele Augen werden sich in diesem Training auf Pierre Gasly richten. Der fährt ein fast neues Auto über die Dünenachterbahn. Alpine brachte ein riesiges Update-Paket. Da aber nur eine Version der Teile verfügbar ist, muss Franco Colapinto vorerst darauf verzichten.

Das Wetter in Zandvoort

Kommen wir nun zu der uns bevorstehenden Session. Das erste und einzige Training startet in wenigen Minuten und die Strecke in Zandvoort ist relativ feucht. Schon gestern hat es an der Nordseeküste geregnet, heute auch wieder. Die Sonne kommt zwar schon heraus und die Strecke hat trockene Stellen, aber im Großen und Ganzen ist es jetzt noch Zeit für Intermediate-Reifen. Bis zum Sprint-Qualifying um 16:30 Uhr sollte die Strecke aber wieder komplett trockenen, es sind keine weiteren Regenschauer vorhergesagt. Die Teams könnten das Training also erst einmal ruhig angehen.

Verstappen verlängert mit Red Bull

Die zweite große Nachricht des Wochenendes ist, dass Max Verstappen mit Red Bull verlängert. Nach langer Spekulation und viel Gerede hat das Erfolgs-Duo am Donnerstag bestätigt, dass Verstappen bei seinem Rennstall bleiben wird. Und das nicht nur für nächstes Jahr oder übernächstes, sondern der neue Vertrag sichert Verstappen ein RBR-Cockpit bis 2030. Ob das die Spekulationen beruhigt? Wohl eher nicht.

Tsunoda- & Lawson-Comeback, Hadjar verletzt

Auch eine sehr wichtige Information, bevor wir ins erste Training starten: Nicht verwirrt sein, wenn ihr heute die Zeitentabelle seht. Dort steht Liam Lawson nämlich als zweiter Red-Bull-Fahrer drinnen und Yuki Tsunoda bei den Racing Bulls. Das ist kein Fehler. Isack Hadjar hat sich in der Sommerpause eine Verletzung am Handgelenk zugezogen und muss deswegen das Zandvoort-Wochenende aussitzen. Lawson wird vom B-Team ins A-Team befördert, Tsunoda erfüllt seine Pflichten als Red-Bull-Reserve und füllt den Platz. Es ist ein ziemliches Deja-vu für Lawson sein: 2023 hat er sein Formel-1-Debüt in Zandvoort gegeben, um einen am Handgelenk verletzten Daniel Ricciardo zu ersetzen.

Erster Sprint als Abschiedsgeschenk

Es ist tatsächlich das erste Mal, dass in Zandvoort ein Sprint veranstaltet wird. Die eigentlich eher überholfeindliche Oldschool-Strecke hat sich nie wirklich dafür angeboten. Dass die Formel 1 2026 aber einen ihrer sechs Sprints hier austrägt hat einen bestimmten Grund: Es wird vorerst der letzte Niederlande GP sein. Die Veranstalter können weitere Grands Prix aus finanziellen Gründen nicht mehr austragen, weshalb die Königsklasse aus dem Heimatland von Max Verstappen verschwindet. Für uns heißt das also: Die Nordsee-Luft noch einmal tief einatmen und die Dünenachterbahn genießen.

Niederlande GP: Formel 1 is back!

Hallo und herzlich Willkommen zum Auftakt des Niederlande GP! Die Formel 1 ist endlich zurück aus der Sommerpause und startet heute in die zweite Saisonhälfte. Und das gleich mit mächtig Action: Ein Sprint-Wochenende steht bevor! Das heißt: nur ein einziges Training. Die 22 Piloten müssen also schnell wieder mit ihren Boliden warm werden. Wir sind schon ready for Take-off. Um 12:30 Uhr startet das erste und einzige Freie Training. Wenn euch unser Liveticker nicht genug ist, haben wir für euch auch noch im Überblick, wo ihr den Freitag in Zandvoort verfolgen könnt.